Was passiert mit ausgemusterter Firmen-IT? Daniel Büchle (AfB social & green IT) und Alexander Freudenberg (Deutsche Telekom) erklären, wie professionelles Refurbishing Ressourcen spart, Daten zertifiziert löscht und Kreislaufwirtschaft in der Praxis aussieht — ein Gespräch über den zweiten Lebenszyklus von Notebooks, Smartphones und Netzwerktechnik.
Leitet Europas größtes gemeinnütziges IT-Refurbishing-Unternehmen mit über 2.000 Partnerschaften in Europa. AfB verarbeitet konzernweit rund 800.000 IT- und Mobilgeräte pro Jahr und schafft durch die Wiederaufbereitung Arbeitsplätze am ersten Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung.
Verantwortet bei der Deutschen Telekom unter anderem das konzernweite Steuerungssystem für Kreislaufwirtschaft und begleitet die langjährige Refurbishing-Partnerschaft mit AfB aus Unternehmensseite.
Anmoderation
Kennt ihr das? Ihr sitzt vor eurem Rechner und denkt: Hm, ich glaube, ich brauche mal einen neuen. Und dann fragt ihr euch natürlich: Was passiert mit meinem alten und all den E-Mails und Dokumenten darauf? Werden die sicher gelöscht? Und kann vielleicht jemand anderes noch etwas mit dem Rechner anfangen? Genau die gleichen Fragen stellen sich auch Unternehmen, hundert- und tausendfach, jedes Jahr. Und genau darum geht es in unserer heutigen Podcast-Ausgabe. Stellt euch vor, ein Bus fährt auf einen Firmenparkplatz, die Belegschaft strömt raus — nicht wegen Softeis, sondern wegen generalüberholter Firmenlaptops. Mit Garantie, geprüft, nur eben deutlich günstiger als neu. Bei der Telekom ist genau das schon Realität. AfB Social and Green IT ist Europas größtes gemeinnütziges Inklusionsunternehmen, das sich auf das Refurbishment von Computerhardware spezialisiert hat. AfB parkt mit einem ganzen Wagen voller refurbishter IT auf dem Gelände und verkauft direkt an die Belegschaft. Weil die Telekomzentrale in Bonn fast eine eigene Kleinstadt ist, reicht der Parkplatz manchmal gar nicht aus — dann zieht der Verkauf kurzerhand in einen Saal im Hauptgebäude um. Aber bevor so ein Gerät ein zweites Leben bekommt, passiert erst das ganz unspektakuläre, aber entscheidende: Jede Spur der alten Daten muss weg. Stichwort Fort Knox — versiegelte Box, gesicherter Transport, lückenloses Löschprotokoll. Erst dann darf ein Laptop, der eben noch Firmenstrategien gespeichert hatte, bei einer Kollegin oder einem Kollegen ein zweites Leben beginnen. Klingt nach einer runden Sache: gerettet, gelöscht, verkauft. Darum geht's heute bei Sustainability to go — das zweite Leben der Firmen-IT.
Elmer Lenzen: Ja, hallo, herzlich willkommen. Da sind Sie schon — herzlich willkommen, Daniel Büchle und Alexander Freudenberg. Schön, dass Sie heute beide dabei sind. Ein bisschen Zeit zum Vorstellen muss sein. Herr Freudenberg, Sie sind Functional Strategy Manager für Environment, Social and Governance bei der Deutschen Telekom. Sie kennen den Campus in Bonn von innen, und ich habe gehört, Sie sind sogar Bonner und wissen wahrscheinlich aus eigener Erfahrung, wie das ist, wenn der AfB-Bus vorfährt — nicht nur auf den Parkplatz, sondern gleich einen ganzen Saal im Gebäude belegt. Da würde ich gerne gleich noch einmal ausführlich aus Ihren Erfahrungen schöpfen. Und herzlich willkommen auch Ihnen, Herr Büchle. Sie sind CEO von AfB Social and Green IT, Europas größtem Sozialunternehmen im IT-Bereich. Ein spannendes Unternehmen, da werden wir heute, glaube ich, auch einiges erfahren. Und wenn der Verkaufswagen vor der Tür steht, ist das nur einer von vielen Vertriebswegen, die Sie haben — nicht nur bei der Telekom, sondern auch bei anderen Unternehmen, Schulen und Behörden. Schön, dass Sie beide Zeit gefunden haben. Steigen wir vielleicht mit einer Frage an Sie ein, Herr Freudenberg: Jedes Jahr kommen bei Ihnen Tausende Laptops, Smartphones und Netzwerkgeräte zurück. Was war Ihr größtes Problem, bevor es die Partnerschaft mit AfB gab, und wie wichtig war der Faktor Nachhaltigkeit in der Diskussion?
Alexander Freudenberg: Unser größtes Problem in der Vergangenheit waren die Entsorgungskosten für die Verschrottung von Elektronikabfall. Bevor wir mit Partnern die Wiederaufbereitung aufgenommen haben, war das tatsächlich eine große Herausforderung. Dementsprechend sind wir sehr froh, dass wir jetzt einerseits Kosten sparen und das sogar in einen zusätzlichen Erlös umdrehen können, weil die Geräte noch einen erheblichen Restwert haben — je nach Gerät 30 Prozent und mehr. Gleichzeitig können wir natürlich den Gedanken der Kreislaufwirtschaft fördern, was mein Steckenpferd ist. Ich bin hauptsächlich mit dem Thema befasst und habe auch ein Steuerungssystem dafür in der gesamten Gruppe eingeführt. Das hilft mir persönlich dabei, die Geräte zu zählen, die wir wieder in den Kreislauf bringen und denen wir ein zweites Leben ermöglichen.
Elmer Lenzen: Herr Büchle, da muss ich bei Ihnen nachfragen: Die Telekom tauscht mittlerweile alle drei bis vier Jahre einige Geräte aus, und die landen dann zum Teil bei Ihnen. Wie viele sind das, und können Sie all diesen wirklich ein zweites Leben einhauchen?
Daniel Büchle: Ja, erst einmal hallo auch von meiner Seite. Ich freue mich sehr, bei diesem Podcast mit der Telekom dabei zu sein — einem unserer wichtigsten Partner, mit dem wir jetzt schon seit sieben Jahren kooperieren. Im Schnitt übernehmen wir etwa 20.000 IT-Geräte pro Jahr und können tatsächlich über 95 Prozent davon weiter vermarkten, ihnen also ein zweites Leben geben. Bei Notebooks sind es sogar 99 Prozent — eine tolle Partnerschaft, die sich da entwickelt hat, mit einem sehr hohen Impact durch die extrem hohe Wiedervermarktungsquote.
Alexander Freudenberg: 99 Prozent — das spricht dafür, dass die Leute pfleglich mit den Geräten umgehen, weil sie ein großes Interesse haben, sie selbst zurückzukaufen. Das bringt mich zu dem Eiswagen-Bild, das ich eingangs erwähnt habe. Das klingt vielleicht etwas verwirrend, aber ich dachte im Vorgespräch: Das ist eigentlich ein tolles Erlebnis, was Sie da machen. Refurbished ist natürlich ein sehr rationales Thema — man denkt sich, das ist alles vernünftig. Aber durch den Verkauf der Geräte, der direkt bei Ihren Partnern stattfindet, entsteht noch eine ganz tolle emotionale Geschichte. Sie haben dafür sogar ein paar Busse angeschafft. Das klingt fast wie ein Eiswagen, der auf dem Werksgelände vorfährt — ich weiß nicht, ob Sie auch so eine Klingel haben. Bei der Telekom in Bonn ist das so groß, dass der Verkauf sogar ins Haus geholt und dort vor Ort durchgeführt wird.
Elmer Lenzen: Herr Büchle, das müssen Sie mir erklären: Wie kamen Sie auf die Idee, mit den Geräten auf dem Firmenparkplatz vorzufahren?
Daniel Büchle: Wir haben extrem viele Vermarktungskanäle, und das ist auch wichtig, wenn man ein so breites Portfolio hat. Wir haben unsere Onlineshops, aber auch Ladengeschäfte, wo man ganz klassisch einkaufen kann, und eben diese sogenannten Vor-Ort-Verkaufsaktionen bei unseren Partnern. Dabei geht es vor allem darum, diese Partnerschaft zu zeigen — der Belegschaft zu zeigen, was Positives mit gebrauchten IT- und Mobilgeräten passieren kann. Das heißt, sie bekommen nicht nur Rabatte auf die Hardware, sondern können sie auch wirklich prüfen. Es gibt ja oft noch Vorbehalte gegen gebrauchte Gegenstände: Funktionieren die richtig? Sind da Kratzer oder Dellen drin? Wir sprechen bei uns wirklich von hochwertig refurbishter Hardware, und da hilft es, solche Verkaufsaktionen zu machen, bei denen Menschen die Geräte anfassen können, mit Menschen mit und ohne Behinderung in Kontakt kommen — das ist ja ein bisschen unser Inklusionshintergrund — und sich wirklich von refurbishter Hardware überzeugen können. Im Idealfall gehen sie nachher mit einem Gerät in der Hand, mit dem sie für sich privat ein Schnäppchen gemacht haben, und sagen: Toll, was mein Arbeitgeber hier im sozialen und ökologischen Bereich macht. Das geht weit über einen Eiswagen hinaus. Wir kommen mit unseren Trucks und machen den Stand auch im Gebäude — man muss sich ja gegen Regen oder Gewitter absichern. Diese Aktionen sind wirklich sehr beliebt; wir haben ein Team von vier, fünf Personen, die das ganze Jahr nichts anderes machen, als zu solchen Einrichtungen zu fahren, wo viele Menschen arbeiten, um dieses Einkaufserlebnis zu bieten. Das ist sicherlich ein spezieller Vertriebsweg, aber er kommt sehr gut an.
Alexander Freudenberg: Wir kündigen das vorher immer im Intranet und über Newsletter an, und der Zulauf ist wirklich enorm. Das Interesse ist groß. Und wie Herr Büchle sagte: Die Menschen sehen live und vor Ort, wie gut die Geräte noch sind. Das hat den positiven Effekt, dass man vielleicht auch das Bewusstsein mitnimmt, die Geräte so zu behandeln, dass sie später ein gutes zweites Leben bekommen können. Und es gibt noch eine andere Personengruppe, die im Vorfeld schon fragt: Ich möchte meinen Laptop kaufen, den ich in drei Monaten abgebe. Ich weiß, dass er wiederaufbereitet und verkauft wird — ich möchte genau den wiederhaben, Sie müssen nur die Aufkleber nicht runtermachen. Das können wir natürlich nicht immer garantieren. Das ist ein bisschen der Traum für die Zukunft — wenn wir über eine API-Schnittstelle, also eine Verbindung der SAP-Systeme, unseren Mitarbeitenden schon im Rahmen des Regeltauschs, der für viele immer mit Vorbehalten belegt ist, weil ja alles neu installiert werden muss, ein Angebot machen könnten, ihr eigenes Gerät für die private Nutzung zu erwerben — natürlich erst, nachdem es bei AfB durchgelaufen ist und all die Testschritte erfolgt sind, die dafür sorgen, dass wir es auch guten Gewissens weitergeben können. Das ist auch der Effekt, dass die Menschen heute schon sagen: Ich habe so ein silbernes HP-Notebook, genau so eins will ich auch für zu Hause haben, weil es super funktioniert. Dann haben wir eine klassische Win-win-win-Situation, denn wenn diese Möglichkeit besteht — das erleben wir bei anderen Partnerschaften —, gehen die Leute auch sorgsamer mit den Geräten um, es gibt also weniger IT-Support-Kosten und so weiter. Am Ende haben alle etwas Schönes davon.
Elmer Lenzen: Wir haben jetzt darüber gesprochen, dass die Rechner, wenn sie irgendwann aus dem Berufsleben ausscheiden, erst aufbereitet werden und dann als Privatrechner weiter genutzt werden können. Das heißt, unterwegs müssen erst einmal ein paar Prüfschritte erfolgen — darüber rede ich gleich gern ausführlich mit Herrn Büchle. Aber noch einmal an Sie, Herr Freudenberg: Ich stelle mir vor, morgen kommt ein Telekom-Abteilungsleiter und legt seinen Laptop mit E-Mails, Kontakten, vielleicht Strategiepapieren in so eine AfB-Box. Können Sie danach gut schlafen?
Alexander Freudenberg: Ja, unbedingt. Das ist der Kern solcher Partnerschaften: dass wir über Jahre hinweg zusammenarbeiten, Vertrauen aufgebaut und die Mechanismen vorher abgestimmt haben. Welche Zertifizierungen, welche Löschverfahren brauchen wir — das ist alles vereinbart, und wir dürfen das jährlich auditieren, also bei Herrn Büchle in die Firma kommen und uns das anschauen. Trotzdem passieren manchmal Dinge — das kann man bei Zehntausenden Geräten gar nicht verhindern. Entscheidend ist dann, wie man gemeinsam damit umgeht. Dass das funktioniert, erleben wir seit vielen Jahren durch die gute partnerschaftliche Zusammenarbeit. Es sind keine Geräte mit vertraulichen Informationen nach draußen gegangen. Deshalb schlafe ich wirklich wie ein Baby und habe überhaupt keine Sorge, dass wir irgendwelche Datenschutzvorfälle produzieren würden.
Elmer Lenzen: Herr Büchle, das müssen Sie uns jetzt erklären. Ich habe verstanden, es geht um mehr als nur ein paar Aufkleber abzuknibbeln — Sie bereiten die Geräte detaillierter vor. Nehmen Sie uns mit: Das Gerät liegt jetzt irgendwo bei der Telekom in so einer AfB-Sammelbox. Wie geht es weiter?
Daniel Büchle: Der Prozess beginnt eigentlich schon beim Abbau der Geräte. Ein Gerät wird ausgetauscht, weil es durch ein neueres ersetzt wird — egal ob nach drei oder nach acht Jahren, was bei Unternehmen und Behörden unterschiedlich gehandhabt wird. Dafür braucht man einen sauberen Prozess, und genau damit befassen wir uns seit der Gründung, seit mittlerweile gut 22 Jahren. Wir haben da viel Erfahrung gesammelt, vor allem auch über Partnerschaften mit der Telekom und anderen DAX-Konzernen bis hin zu Bundesbehörden. Das Gerät kommt in einen Wagen, in eine Box, sodass es schon im Gebäude sicher und abgeschlossen ist — das sind unsere Boxen, die dafür zur Verfügung stehen. Irgendwann ist eine gewisse Sammelfläche voll, zwei oder drei Wagen, je nach Standort. Dann werden wir mit der Abholung beauftragt — je nach Partner per Anruf, per E-Mail, über unser Online-Tool oder über eine API, die wir auch anbieten. Dann wird ein Termin koordiniert, unsere Lkw fahren raus. Das ist ein wichtiges Thema: eigenes Personal, eigener Fuhrpark, Leute, die genau wissen, was zu tun ist — auch wie gepackt und Ladung gesichert wird. Wir haben es mit Gefahrgut zu tun, also Lithium-Ionen-Batterien, was ebenfalls ein wichtiges Thema ist. Da gibt es viele rechtliche Fragen, für die beide Parteien haften, und deshalb ist es umso wichtiger, dass dort wirklich ein seriöser Anbieter am Werk ist. Die Geräte werden abgeschlossen und verplombt in Boxen übernommen und zur nächstgelegenen Niederlassung gebracht — wir haben insgesamt 20 Standorte in fünf Ländern in Europa. Dort gibt es einen Video-Security-Prozess, bei dem im Sperrbereich das Entladen des Fahrzeugs gefilmt wird, einschließlich des Öffnens der Boxen. Wenn die Telekom also ein paar Tage später sagt: Wir glauben, wir haben euch 101 Geräte gegeben statt der gemeldeten 100, können wir anhand des Videomaterials nachweisen, dass wir jedes einzeln ausgepackt haben und es tatsächlich nur 100 waren. So etwas schafft Vertrauen im Prozess und hilft, solche Fälle aufzuklären. Das ist der Wareneingangsprozess — denn nicht nur die Datenvernichtung ist wichtig, sondern auch die Prozesskette und die Logistik davor, wo theoretisch ebenfalls etwas passieren könnte.
Nach dem Wareneingang gehen alle Geräte mit Datenträger in die Datenlöschung — Notebooks, PCs, Server, Mobilgeräte. Dafür gibt es eine Software namens Blancco, die Weltmarktführer in der zertifizierten Datenlöschung ist. Die kaufen wir über eine Lizenzgebühr ein. Damit wird jedes Gerät, jeder Datenträger gelöscht, die einzelnen Bits und Bytes überschrieben — egal ob alte magnetische Festplatten oder neue NVMe-Datenträger. So findet eine zertifizierte Datenlöschung statt, ein sehr wichtiger Prozess, für den es auch automatisch ein Zertifikat gibt. Es gibt aber auch Geräte, bei denen eine solche Datenlöschung nach den strengen Anforderungen nicht erfolgreich ist, weil nicht jeder Sektor der Festplatte überschrieben werden konnte. Diese Datenträger beziehungsweise bei Mobilgeräten der Akku werden ausgebaut, gegebenenfalls auch Ersatzteile entnommen, und dann dokumentiert geschreddert — wirklich in Einzelteile zermahlen, von großen Maschinen, mit Zeitstempel und Nutzerkennung, damit alles protokolliert wird. Dabei entsteht feinstes Material, das im nächsten Schritt in Schmelzen wie bei Aurubis oder Umicore zu neuen Rohstoffen verarbeitet wird. Das ist der komplette Prozess bis zur vollständigen zertifizierten Datenvernichtung.
Weiter hinten folgt dann das eigentliche Refurbishment. Während der Löschung werden die Geräte bereits durch die Software getestet, später wird gegebenenfalls repariert oder aufgerüstet. Die PCs und Notebooks bekommen ein neues, aktuelles Windows-Betriebssystem. Die Geräte werden innen und außen umfassend gereinigt, bis sie dann über einen Onlineshop, ein Ladengeschäft oder einen Vor-Ort-Verkauf bei der Telekom in neue Hände gelangen.
Elmer Lenzen: Wir beschreiben das jetzt bei einem Großkonzern, wo wirklich viel zusammenkommt, ganze Container. Ist das Angebot eigentlich nur für große Unternehmen gedacht, oder auch für den Mittelstand bis hin zu Kleinunternehmen? Wo liegt für Sie die Grenze, wenn morgen jemand anruft und sagt: Wir haben vielleicht nur fünf Notebooks im Jahr?
Daniel Büchle: Das geht auch. Wir haben uns auch lange gefragt, ob wir das nur für Große oder auch für Kleine machen, aber letztlich hat ja auch ein kleiner Handwerksbetrieb vielleicht den Wunsch, etwas Nachhaltiges mit seiner nicht mehr benötigten IT zu machen. Von daher: ja, grundsätzlich kann jeder mit uns arbeiten. Der Unterschied ist vielleicht, dass ein Vor-Ort-Verkauf bei so einem Kleinbetrieb nicht stattfindet oder eine API-Schnittstelle nicht integriert wird, weil das bei dieser Menge keinen Sinn ergibt. Fünf Geräte heißt ja nicht fünf Geräte pro Jahr, sondern eher ein Gerät pro Jahr, wenn die Hardware im Schnitt alle fünf Jahre getauscht wird. Da ist die Kooperation dann etwas weniger intensiv, etwas weniger digitalisiert — genau die Themen, auf die die Telekom neben Sicherheit auch bei Effizienz im Ablauf und Datenaustausch Wert legt. Darin unterscheidet es sich, aber grundsätzlich kann auch ein ganz kleiner Betrieb mit uns arbeiten — davon haben wir viele unter unseren über 2.000 Partnerschaften in Europa.
Elmer Lenzen: Das glaube ich, und es ist auch wichtig, weil das Thema zweites Leben für Firmen-IT — oder grundsätzlich die Frage, wie wir mit der Technik umgehen — ja relevant bleibt. Die Hersteller, gerade bei Handys, sagen natürlich: hier, neues Gerät, was durch Verträge oft auch so geregelt ist, dass man es leicht bekommen kann. Einerseits gut, aber dann gibt es noch die anderen Geräte, und Wegwerfen ist keine Lösung — sondern sie in den Kreislauf zurückzubringen oder einen zweiten Markt zu eröffnen. Herr Freudenberg, dazu ganz konkret: Wie viele Geräte werden pro Jahr von der Telekom refurbished — wir hatten über AfB 20.000 genannt, vielleicht gibt es noch andere, ich denke etwa an den Handybereich, den wir jetzt ausgeklammert haben. Und wenn wir das in Nachhaltigkeit messen würden: Wie viel CO₂, Wasser, Energie wird dadurch eigentlich vermieden?
Alexander Freudenberg: Wir müssen da ein bisschen nach Produktkategorien vorgehen. Wir haben einmal das Thema Arbeitsplatzausstattung — Notebooks, Monitore, Docking-Stations, Ladegeräte und so weiter —, wo AfB unser größter, aber nicht unser einziger Partner ist. Warum sind sie der größte? Weil sie es am besten machen — das darf ich hier mal als Kompliment aussprechen, Herr Büchle. Wir versuchen, über die Hälfte unseres Gesamtbestandes über diesen Kanal abzugeben, weil einerseits die Prozesskette super funktioniert. Es gibt keinen Mittelsmann allein für den Transport, das ist rechtlich und haftungstechnisch ein großer Vorteil: Es gibt einen klaren Übergang, ab dem AfB in der Verantwortung ist, und das nehmen sie sehr gut wahr. Sie sind auch unser größter Partner in diesem Bereich — nicht weil sie ein Inklusionsbetrieb sind, das ist eher ein Bonus, sondern weil sie kommerziell am erfolgreichsten sind. Der ganze Aufwand in der Wiederaufbereitung zahlt sich auch kommerziell aus: Die Geräte erzielen im Schnitt die höchsten Wiedervermarktungspreise, und die Wiederaufbereitungsquote ist ebenfalls die höchste. Das heißt, sowohl mengen- als auch stückpreismäßig holt AfB das Maximum heraus, und das wissen wir sehr zu schätzen.
Die Zahlen schwanken von Jahr zu Jahr, weil zum Beispiel Flächenreduktionen dazu führen können, dass Arbeitsplatzausstattung früher abgelöst und von den Partnern abgeholt wird, oder weil Technikgenerationswechsel bei den Laptops die Werte verändern. Im Moment haben wir die Chipkrise, da versuchen wir, die Nutzungsdauer etwas zu strecken, und drücken beim Regeltausch manchmal kurz auf Pause, weil die Neugeräte, die wir an die Belegschaft ausgeben, aktuell deutlich teurer sind als erwartet. Das versuchen wir ein bisschen auszugleichen, aber in der Regel reden wir über mehr als 50.000 Geräte aus dieser Arbeitsplatzausstattung pro Jahr. Alles, was refurbished werden kann, wird refurbished, mit Quoten über 90 Prozent — weil das einerseits gut behandelte Laptops sind, jeder bekommt bei uns eine entsprechend gepolsterte Tasche oder einen Rucksack, und andererseits Monitore, die sehr robust sind, weil sie kaum Ortsveränderung erleben.
Elmer Lenzen: An der Stelle muss ich kurz fachsimpeln: Beim Einkauf zahlt das ja in jedem Fall auf Ihr Scope 3 ein, wenn wir auf die Klimabilanz schauen. Zahlt es dann, wenn Sie die Geräte refurbishen oder recyceln, andersherum auch wieder auf die Scope-3-Bilanz ein?
Alexander Freudenberg: Nein, leider nicht. Wir sparen uns im Scope 3 nur die Kategorie End-of-Life-Treatment, also das Verbrennen, das Schreddern. Aber weil wir das mit Partnern machen, ist das dann deren neuer, um rund 90 Prozent reduzierter Scope 3 für das Wieder-in-Umlauf-Bringen. Da kommen wir leider nicht heraus. Bei den Eigenverbrauchsgeräten, also Scope 1 und 2, geht das schon.
Elmer Lenzen: Herr Büchle, Sie haben bei AfB ein zusätzliches Konzept entwickelt, habe ich im Vorfeld erfahren — es nennt sich Total Impact of Ownership. Was steckt dahinter?
Daniel Büchle: Das ist im Grunde die Weiterentwicklung des Total Cost of Ownership, auf den die meisten eigentlich schauen, um die ökologische und soziale Komponente. Wir sagen: Klar, Hardware kostet Geld im Einkauf, bringt Erlöse beim Verkauf, und auch Betrieb und Support kosten etwas. Aber was sind die ökologischen und sozialen Benefits, die ich mit Hardware erzielen kann? Da spielt Remarketing eine große Rolle. Und selbst wenn die Dinge kaum Einfluss auf Scope 3 haben, sind es trotzdem enorme Ressourceneinsparungen — bei Energieverbrauch, Wasser, CO₂, Toxizität, Biodiversität, Konfliktmineralien. Das sind alles Themen, die mit der Herstellung von IT verbunden sind und die weder die Telekom noch AfB reduzieren können. Aber wir können Hardware so lange wie möglich nutzen, weit über die Erstnutzung hinaus, ob die nun drei oder sechs Jahre dauert. Wenn wir bei uns richtig gut sind, kann ein Notebook zehn oder fünfzehn Jahre leben. Wir haben einen großen Fokus auf Privatkundinnen und -kunden, aber auch auf Schulen und NGOs. Wenn wir die motivieren, mehr gebrauchte Geräte zu kaufen, erzielen wir diese gesamte Lebenszeitverlängerung — das bedeutet wiederum, dass weniger Neugeräte hergestellt werden müssen. Das ist die ökologische Komponente des Total Impact of Ownership, auf die wir achten und die wir einfließen lassen, auch in Nachhaltigkeitsberichte, etwa CSRD-Berichte, für die wir fertige Textbausteine zu den einzelnen ESRS-Themen liefern.
Dann gibt es noch die soziale Komponente, bei der es nicht nur um Datenschutz und Datensicherheit geht, sondern auch um das Inklusionsthema — einerseits die Schaffung von Arbeitsplätzen bei uns. Durch die Menge an Hardware von der Telekom haben wir im Schnitt 27 Arbeitsplätze am ersten Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung, die es sonst sehr schwer hätten, dort einen sozialversicherungspflichtigen Job zu finden. Darüber hinaus bringen wir mit unseren Vermarktungsstrategien — wenn wir Geräte verkaufen, in der Öffentlichkeit auftreten, so wie jetzt gemeinsam einen Podcast machen — diese Botschaft in die Gesellschaft: dass hier zwei Unternehmen sind, die sich für Inklusion starkmachen und zeigen, wie das mit einem klaren Business Case und professionellem Arbeiten in der Praxis funktionieren kann. Das ist dieser Dreiklang aus monetärem, gesellschaftlichem und sozialem Engagement. Das ist das, was wir meinen, wenn wir sagen, dass IT eine riesige Chance bietet, nicht nur eine, sondern drei Säulen zu bespielen — wenn man mit der Hardware richtig umgeht und genauer hinschaut, so wie es die Telekom macht.
Elmer Lenzen: Jetzt möchte ich einen Kritikpunkt einbringen, Herr Büchle, den ich gelesen habe, und Sie fragen, wie Sie ihn einschätzen. Manche sagen: Refurbished-Produkte sind erst einmal Produkte, die durch etwas Neues ersetzt wurden. Die Telekom kauft sich also einen neuen Laptop für die Mitarbeitenden und gibt den alten an Sie, damit er refurbished wird. Ein Stück weit könnte man sagen: Das, was Sie machen, macht den Konsum eher leichter als nachhaltiger. Was würden Sie darauf antworten?
Daniel Büchle: Wenn ich von der Privatperson ausgehe, die den Bedarf hat, ein Notebook oder einen PC zu haben, um etwa ins Internet zu gehen oder zu kommunizieren — ich glaube nicht, dass wir das abstellen können oder wollen, dass diese Menschen digital sind. Aber dann stellt sich die Frage: Muss es ein Neugerät sein, oder kann es ein Gebrauchtgerät sein? Die einfache Antwort ist: Ein Gebrauchtgerät reicht in den allermeisten Fällen für die Anwendungen aus, und es ist bereits produziert, muss also nicht neu hergestellt werden. Darin sehe ich einen ganz klaren Nutzen für die Nachhaltigkeit.
Elmer Lenzen: Herr Freudenberg, Sie geben die Geräte ab, die refurbished werden, würden sie als Telekom aber nicht selbst kaufen — verstehe ich das richtig?
Alexander Freudenberg: Tatsächlich nicht, weil Teile unserer Belegschaft schon mit komplexen Technologien arbeiten und ein bisschen auf dem Stand der Technik sein müssen. Das geht über die Anwendungsfälle eines Privatanwenders hinaus. Wir brauchen vor allem verstärkt die Möglichkeit, KI auch lokal einzusetzen. Deshalb orientieren wir uns am Stand der Technik und kaufen eher nicht im High-End-Bereich, sondern in einer aktuellen mittleren Preisklasse. Durch einen regelmäßigen, aber mittlerweile verlängerten Austausch versuchen wir immer eine Balance aus Aktualität und finanzieller Belastung zu finden.
Daniel Büchle: Ich glaube, man muss auch fair sein: Wenn wir uns einig sind, dass refurbishte Geräte nachhaltig sind, dann kommen die ja nur, wenn es neue Geräte gibt. Wenn alle Konzerne und Firmen nur refurbished kaufen würden — woher sollen die Geräte dann irgendwann kommen? Insofern macht es Sinn: Unternehmen haben andere Anforderungen bezüglich Sicherheit und Performance, um auf dem neuesten Stand zu sein, und da spielt KI definitiv eine Rolle. Dann kommt in der zweiten Nutzung der Personenkreis mit etwas geringeren Anforderungen. Und danach gibt es oft noch eine dritte Nutzung — wir haben auch Privatpersonen, die ein Notebook vom sechsten bis zum zehnten Lebensjahr nutzen und es dann wieder in unseren Stores vorbeibringen, weil sie fragen: Könnt ihr noch etwas damit machen? Selbst solche Geräte können wir zum Beispiel an gemeinnützige Organisationen irgendwo auf der Welt spenden — oft nicht mehr mit einem Windows, das keinen Support mehr bekommt, aber vielleicht mit einem Linux-Betriebssystem. Dort erreichen wir dann oft noch eine Nutzung bis zum elften bis fünfzehnten Lebensjahr. Deswegen macht dieses Stufenmodell absolut Sinn.
Elmer Lenzen: Ich habe persönlich den Eindruck, dass das Thema in den letzten Jahren im öffentlichen Diskurs immer mehr an Bedeutung und Akzeptanz gewonnen hat — beides finde ich sehr wichtig, weil es ja absurd ist, ein Gerät nach vier Jahren wegzuwerfen, obwohl es noch sehr gut funktioniert und, wie Sie sagten, Herr Büchle, noch viele weitere Jahre Dienst tun kann. Gibt es eigentlich eine Obergrenze? Wenn jetzt, vielleicht sogar aufgrund dieses Podcasts, morgen hundert oder tausend weitere Unternehmen bei Ihnen anrufen und sagen: Wir haben auch Geräte, bitte abholen — gibt es da eine Grenze, oder wie gehen Sie damit um?
Daniel Büchle: Wir werden dieses Jahr in der Gruppe etwa 800.000 IT- und Mobilgeräte bearbeiten. Wir expandieren weiter, ziehen auch in größere Standorte um und haben definitiv noch Kapazitäten. Das heißt, es könnte auch eine Million Geräte und mehr sein. Das Schöne ist: Wir wollen wachsen, wir wollen mehr Arbeitsplätze am ersten Arbeitsmarkt schaffen — mehr Mengen sind uns also willkommen. Davor haben wir definitiv keine Angst, da kann gerne noch mehr kommen.
Elmer Lenzen: Sie sind beide international unterwegs — ist das eigentlich ein deutsches Thema, oder sind wir da sogar ein bisschen Nachzügler? Wie sieht es im europäischen Umfeld mit dem Thema Refurbishment aus? Herr Freudenberg, vielleicht zuerst bei Ihnen — Sie können ja bis in die USA hineinschauen.
Alexander Freudenberg: Nur begrenzt, aufgrund der Beteiligungsstruktur, aber ja. Wir machen das global, aber dezentral organisiert — aus Deutschland heraus, und wir sind jenseits des Atlantiks zumindest die größte Gesellschaft. Es gibt einige Ausstrahleffekte, man tauscht sich aus, wer welche Partner hat, aber organisiert wird es immer lokal, weil es dort in der Bilanz steht und dort die Verträge geschlossen werden müssen. Bezogen auf die Telekom sind wir in Deutschland für unsere Gruppe in Europa schon immer ein bisschen Vorreiter, weil wir die Größe haben, uns früh damit auseinanderzusetzen, die Mengen abliefern können, um mit Partnern anzufangen, und das dann auch in kleineren Landesgesellschaften mitnehmen — etwa in Nordmazedonien, wo nur gut 1.000 Menschen arbeiten. Dort ist das Volumen natürlich ein anderes, aber das lässt sich gut dazunehmen, wenn man ohnehin europäisch aufgestellt ist. Wir denken das auf Gruppenebene und berichten es am Ende auch immer konsolidiert über alle unsere Einheiten.
Elmer Lenzen: Herr Büchle, wie ist das bei Ihnen — nimmt das Thema weiter Fahrt auf, gerade bei Firmen-IT?
Daniel Büchle: Auf jeden Fall, und nicht nur bei Firmen-IT, sondern auch bei anderen Gerätearten der IT. Refurbishment entwickelt und skaliert sich vor allem dann, wenn der Neupreis von Geräten steigt. Je teurer die Neugeräte sind, desto lukrativer wird es, Dinge zu refurbishen, und desto eher kaufen Menschen gebrauchte oder refurbishte Gegenstände. Das erleben wir gerade bei der Hardware durch die Chipkrise, wo etwa Arbeitsspeicher und andere Komponenten deutlich teurer geworden sind — das hat noch einmal einen Run auf refurbishte Hardware ausgelöst, in allen Ländern, in denen wir tätig sind: in Deutschland, in Frankreich, in Österreich, in der Slowakei und in der Schweiz. Wir bedienen auch angrenzende Länder, und in einem Land mehr, im anderen weniger, wird das Thema teilweise auch politisch gepusht — etwa durch einen Reparaturbonus in Österreich oder eine gesetzliche Quote zur Gebrauchtgerätebeschaffung in Frankreich. Das wird von den Ländern unterschiedlich gefördert, aber generell ist es ein großer Trend in diese Richtung. Wenn wir Krisen wie beim Ölpreis hinzunehmen, die Auswirkungen auf die Herstellung von Neugeräten haben und diese teurer werden lassen, dann werden auch weit über die IT hinaus Märkte für refurbishte Produkte entstehen — da bin ich mir ganz sicher.
Elmer Lenzen: Das ist noch einmal ein spannender Aspekt. Vorhin dachte ich mir: Moment, eigentlich blöd, wenn die ganzen Krisen dazu führen, dass Unternehmen weniger IT kaufen und weniger refurbished werden kann — dann geht Herrn Büchle tendenziell das Geschäft aus. Aber eigentlich ist das Gegenteil der Fall: Die Krisen und der hohe Preis der Neugeräte schaffen erst recht einen attraktiven Markt für den Refurbished-Markt.
Daniel Büchle: Genau, man muss sich das etwas genauer ansehen. Momentan werden ja überall auf der Welt hauptsächlich Rechenzentren gebaut. Das bedeutet, dass man etwas stärker in den Server- und Storage-Bereich einsteigen muss, aber auch überlegen muss, wohin man diese Geräte später verkauft, weil der typische Endkonsument, den wir etwa mit Notebooks oder Smartphones bedienen, sich vermutlich kein kleines Rechenzentrum in den Keller stellen möchte. Das sind andere Zielgruppen, aber definitiv ein riesiger Markt, der gerade entsteht und sich weiterentwickelt. Dann gibt es auch die Gaming-Branche, die schon riesig ist, wenn es um Konsolen oder Fernseher geht — das sind typische Sourcing-Quellen, nicht unbedingt bei einer Telekom, wo ich jetzt mal unterstelle, dass nicht jeder eine Konsole am Arbeitsplatz stehen hat. Das heißt, wir müssen überlegen, ob wir in den Privatbereich hineingehen und solche Konsolen oder ähnliches von Privatpersonen ankaufen. Das kann auch ein Thermomix oder irgendwann eine Skiausrüstung sein, wie auch immer. Ich glaube, wenn es gelingt, dass in der Herstellung immer mehr der wahre CO₂-Preis und die wahre Umweltbelastung eingepreist werden, dann werden Produkte automatisch teurer — und dann werden sich, jedenfalls bei der IT, noch viele weitere Spielwiesen für Refurbishment ergeben. Um die Zukunft machen wir uns also keine Sorgen.
Elmer Lenzen: Ein besseres Schlusswort kann es kaum geben. Daniel Büchle, CEO von AfB, und Alexander Freudenberg, Manager bei der Deutschen Telekom, zum Thema Refurbishment und refurbishte IT — ich danke Ihnen beiden ganz herzlich für dieses extrem spannende Gespräch.
Sustainability to go ist der Podcast von UmweltDialog zu ESG, Regulatorik und Strategie.
Moderiert von Dr. Elmer Lenzen · Seit 2021 · Über 45 Folgen
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