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Samstag, 23.September 2017

28.08.2012

Katastrophenvorsorge an Flughäfen: GARD-Training der Deutschen Post DHL ist weltweit gefragt

Die Deutsche Post DHL treibt die Ausweitung ihres Katastrophenvorsorge-Programms „Get Airports Ready for Desaster“ weiter voran: Seit dem Start in 2009 wurden die GARD-Trainings inzwischen an insgesamt elf Flughäfen in Indonesien, Nepal und Bangladesh durchgeführt. Durch das Programm sollen Flughäfen in gefährdeten Regionen darauf vorbereitet werden, im Falle einer Katastrophe die Verteilung der eintreffenden Hilfsgüter eigenständig und systematisch managen zu können. Durch die hohe Erdbebengefahr ist nun auch die Türkei an der Reihe: Das nächste GARD-Training wird am Flughafen Atatürk in Istanbul stattfinden.

GARD-Training am Flughafen von Chittagong in Bangladesh. Foto: Deutsche Post DHL
GARD-Training am Flughafen von Chittagong in Bangladesh. Foto: Deutsche Post DHL

Im September brechen die für das GARD-Training geschulten Aviation-Trainer in die Türkei auf. Dort zeigen sie den Teilnehmern des Trainings, zu denen Flughafenmitarbeiter, Vertreter von Behörden, Hilfsorganisationen, Militär und UN-Büros gehören, wie die Logistik von großen Mengen eintreffender Hilfsgütern an Flughäfen erfolgreich organisiert werden kann. „Es geht darum, dass internationale Spenden wie Trinkwasser, Lebensmittel, Medikamente und Materialien für Unterkünfte im Notfall bei den Bedürftigen ankommen. Und es geht darum, Hilfe zur Selbsthilfe zu vermitteln, damit die Verantwortlichen vor Ort im Falle einer neuen Katastrophe besser vorbereitet sind“, erklärt Nooruddin Chowdhury, Länderchef von DHL Global Forwarding, der selbst zu den Mitgliedern des GARD-Teams zählt.

Schnelligkeit ist entscheidend

Das Erdbeben in Christchurch, Neuseeland, im Februar vergangenen Jahres oder die Überschwemmungen in Pakistan im August 2010 stehen beispielhaft für Katastrophen, die plötzlich und vollkommen ungeahnt eintreten und die betroffenen Regionen ins Chaos stürzen können. Auch an den umliegenden Flughäfen herrschen dann Ausnahmezustände: Massen an Hilfsgütern treffen ein und müssen auf dem schnellsten Weg zu den Opfer und Betroffenen der Katastrophe gelangen. In vielen Regionen kommt dabei dem Luftweg besondere Bedeutung zu, wie zum Beispiel in Nepal: Die Bewohner haben hier häufig mit Erdbeben, Überflutungen und Erdrutschen zu kämpfen. Dazu ist das Land durch schwierige Berggebiete und eine relativ schwache Infrastruktur geprägt, so dass der Transport von Hilfsgütern am Boden sehr zeitintensiv und beschwerlich bis unmöglich ist. Um trotz schwieriger Umstände dafür sorgen zu können, dass die Verteilung der Hilfsgüter schnell und systematisch passiert, ist entsprechende Vorsorge nötig. Hier setzt die Arbeit der Trainer des GARD-Programms an.

Erfahrungen nutzen

Mit zum Team gehören immer DHL Kollegen, die bereits als Mitglied der „Disaster Response Teams“ (DRT) an Katastropheneinsätzen beteiligt waren und wichtige Erfahrungen beisteuern können. „GARD ist eine konsequente Weiterentwicklung unserer bisherigen Einsätze nach Naturkatastrophen. Neben der Abwicklung von eintreffenden Hilfsgütern an Flughäfen in Krisengebieten können wir mit GARD unabhängig von einer Katastrophe unser Logistikwissen an örtliche Behörden weitergeben“, sagt Frank Appel, Vorstandsvorsitzender von Deutsche Post DHL. Die gemeinsam mit den Vereinten Nationen entwickelten GARD-Trainings sind Teil des Engagements der Deutschen Post DHL im Rahmen des Katastrophenmanagement-Programms „GoHelp“, das sich auf drei Kernbereiche konzentriert: Die Katastrophenvorsorge durch GARD, die Hilfe nach Katastrophen durch die DRT sowie den Wiederaufbau mit dem „We Help Each Other“-Fonds (WHEO). Nach dem Tsunami, der 2004 die Küstengebiete am Indischen Ozean überschwemmte, setzte die Deutsche Post DHL zum ersten Mal ihre DRTs ein. „Wir haben festgestellt, dass unsere Einsätze auf Flughäfen in Krisenregionen einen entscheidenden Beitrag zur Bewältigung von Krisensituationen leisten und in der schwierigen Situation nach einer Naturkatastrophe eine wichtige Lücke schließen können“, berichtet Appel. Seitdem schickte das Unternehmen bereits zwanzig Mal seine Teams, um an den Flughäfen in von Katastrophen betroffenen Regionen wichtige Hilfe zu leisten. Die so gesammelten Erfahrungen zeigten, wie wichtig es ist, gefährdete Regionen und Flughäfen schon vor einer möglichen Naturkatastrophe auf die Situation danach vorzubereiten.

Wissen aus GARD-Training festigen und weitergeben

Damit die Flughäfen immer besser auf Katastrophensituationen eingestellt sein können, sollte das GARD-Training nach der ersten Durchführung zum festen Bestandteil der jährlichen Sicherheitsübungen auf Flughäfen werden, empfiehlt Joachim Keppler, GARD-Programm-Manager bei Deutsche Post DHL. „So wird das entsprechende Fachwissen an Führungskräfte und Mitarbeiter weitergegeben. Sind die Teilnehmer einmal ausgebildet, können sie ihre Notfallpläne regelmäßig aktualisieren und bei Krisen mit den Nichtregierungsorganisationen vor Ort, den staatlichen Stellen und dem Flughafenpersonal zusammenarbeiten.“

Nächste Schritt: Lateinamerika

Nach der Türkei, dem Mittleren Osten und Asien plant die Deutsche Post DHL das GARD Training auch in Lateinamerika durchzuführen. Dazu prüft der Konzern gemeinsam mit dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) und den jeweiligen Regierungen, wo die Trainings sinnvoll sein könnten und führt Gespräche mit den entsprechenden Ländern. „Das Renommee, das wir uns mittlerweile durch unsere Katastropheneinsätze erarbeitet haben, hilft uns, dieses Programm bekannt zu machen“, so Appel.

 
Quelle: UD

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