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Donnerstag, 19.Oktober 2017

12.08.2010

Perspektiven für schwer vermittelbare Jugendliche

Wolf Mende hat es geschafft: Nach langer Suche hat er endlich eine Lehrstelle beim Bauunternehmen Elgert Bau in Mecklenburg-Vorpommern sicher. Gelungen ist ihm das durch die Teilnahme an der Ausbildungsinitiative „Mit Energie dabei“, einem Projekt des Energiekonzerns E.ON. Ziel dabei ist es, Jugendliche mit geringem Qualifikationsprofil in die Arbeitswelt zu integrieren. Damit hat die Initiative Erfolg: Jedes Jahr schaffen weitere Jugendliche wie Wolf Mende auf diesem Weg den Start in das Berufsleben.

Auch im Ruhrgebiet war die Initiative erfolgreich: 148 Jugendliche aus dem Ruhrgebiet konnten durch ihre Teilnahme einen Ausbildungsvertrag unterschreiben. Foto: E.ON
Auch im Ruhrgebiet war die Initiative erfolgreich: 148 Jugendliche aus dem Ruhrgebiet konnten durch ihre Teilnahme einen Ausbildungsvertrag unterschreiben. Foto: E.ON

Die Ursachen für schlechte Noten, Schul- oder Lehrabbrüche liegen oft im persönlichen oder sozialen Bereich, sagt Jürgen Wiegert vom Peeneland Bildungswerk Demmin (PBW) in Mecklenburg-Vorpommern. Seine Einrichtung ist Partner der E.ON-Initiative „Mit Energie dabei“ und für die Realisierung des Projekts vor Ort zuständig. Es sei „das gemeinsame Ziel“, diese Jugendlichen in eine Ausbildung oder Arbeitsstelle zu vermitteln. Darauf werden die Teilnehmer der Initiative über zehn Monate intensiv vorbereitet: In der ersten Phase nehmen sie an einer dreimonatigen Orientierungsphase teil, die jeweils im Oktober beginnt und im Dezember endet. In dieser gilt es für die Jugendlichen, ihre eigenen Stärken und Schwächen sowie beruflichen Interessen herauszufinden. Im Anschluss daran absolvieren sie ein Praktikum in einem örtlichen Betrieb. So erhalten sie Einblick in ihren Wunschberuf und bekommen die Chance, die Verantwortlichen des Unternehmens ohne Zeugnisse und Schulnoten von sich zu überzeugen. Über den gesamten Zeitraum des Projekts steht den Teilnehmern eine persönliche sozialpädagogische Begleitung zur Seite.

E.ON ist dabei für die Koordination der Beteiligten zuständig und trägt alle Kosten während der Praktikumsphase sowie die sozialpädagogische Betreuung und die Vergütung der Praktikanten. Darüber hinaus stellt der Konzern ein umfassendes Firmennetzwerk für die Suche nach geeigneten Praktikumsbetrieben zur Verfügung. Arbeitsagenturen und -gemeinschaften leisten Unterstützung, in dem sie die Orientierungslehrgänge finanzieren und Teilnehmer dafür auswählen. Die konkrete Umsetzung vor Ort übernehmen regionale Bildungsträger wie das PBW.

Erfolgreiche Projektteilnehmer

Besonders erfolgreich endete der dritte Durchlauf von „Mit Energie dabei“ in Wilhelmshaven. Von 18 Teilnehmern konnten 16 in eine Ausbildung vermittelt werden, zwei von ihnen werden weiterführende Schulen besuchen. Etwas größere Dimensionen umfasst dagegen das Projekt im Ruhrgebiet: Mit einer 80-prozentigen Vermittlungsquote konnten hier 148 Jugendliche nach ihrer Praktikumsphase einen Ausbildungsvertrag in den Händen halten. Darunter Jacqueline Lucas, die nun eine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation bei der Firma „Tintenfass“ in Datteln  beginnen wird. „Während des Projekts und bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz wurde man ständig betreut“, freut sich Jacqueline Lucas über die Unterstützung, die sie während des Projekts erhielt.

Auch in Schkopau, Sachsen-Anhalt, beendeten elf Jugendliche ihr Praktikum mit der Unterzeichnung eines Ausbildungsvertrags. Bei der Durchführung der dreimonatigen Orientierungsphase zu Beginn des Projekts arbeitet E.ON hier mit dem Ausbildungsverbund Olefinpartner e.V. zusammen. „Damit haben wir einen verlässlichen Partner gefunden“, sagt Herwig Fischer, Leiter des E.ON-Regionalzentrums Ost. Das sei die grundlegende Basis für den Erfolg des anschließenden Praktikums der Jugendlichen, so Fischer weiter. Bereits zum fünften Mal wurde das Projekt in Schkopau durchgeführt. Insgesamt konnten so über 50 Jugendliche vermittelt werden.

Zufrieden mit seinem neuen Lehrling Wolf Mende ist auch Harald Jost-Westendorf von der Elgert Bau. „Wolf hat die Praktikumszeit sehr gut genutzt und sich mit Fleiß und Umsicht für einen Job bei uns angeboten, er soll wissen, dass es für ihn eine Perspektive bei uns gibt“, so Jost-Westendorf.

Initiative „Kraftpaket Ausbildung“ startet auch am Standort Wilhelmshaven. Foto: E.ON
Initiative „Kraftpaket Ausbildung“ startet auch am Standort Wilhelmshaven. Foto: E.ON

„Kraftpaket Ausbildung“

Seit 2008 ergänzt E.ON sein Engagement für Jugendliche zudem durch die Initiative „Kraftpaket Ausbildung“. Diese setzt bereits während der Schulzeit an und soll bei einem nahtlosen Übergang von Schule in das Berufsleben helfen. Zielgruppe sind vor allem Hauptschüler in den letzten beiden Schuljahren vor dem Abschluss. Sie lernen in regelmäßigen Projekttreffen und Workshops Bewerbungen zu schreiben, werden für Vorstellungsgespräche geschult, absolvieren Praktika und erhalten persönliche Betreuung. In diesem Jahr startet die Initiative nun auch in Wilhelmshaven. 15 Schüler erhalten hier individuelle Förderung und intensives Training.

 
Quelle: UD

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