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Mittwoch, 20.September 2017
Kinder-Projekt in Guatemala erhält prominente Unterstützung zoom
Ulrike von der Groeben hat das Kinder-Projekt in Guatemala gut gefallen.

17.12.2014

Kinder-Projekt in Guatemala erhält prominente Unterstützung

Bis zum 25. Januar 2015 haben Tchibo Kunden noch die Möglichkeit, das Kinder-Projekt in Guatemala zu unterstützen. Von jedem verkauften Pfund Privat Kaffee fließen zehn Cent in die Initiative, die Tchibo und Save the Children 2013 für die Betreuung und Bildung von Kindern in der Kaffeeanbauregion Chiquimula gegründet haben. Zusätzliche Unterstützung bietet die „Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e.V.“, die seit April 2014 Partner des Projektes ist. Ein Teil der Spenden des diesjährigen RTL-Spendenmarathons kommt diesem direkt zugute. Aufgrund des großen Engagements und der positiven Rückmeldung vor Ort kann das Projekt bereits auf eine weitere Region erweitert werden.

Einen symbolischen Scheck von rund 470.000 Euro hat Tchibo Ende November beim RTL-Spendenmarathon für das Kinder-Projekt in Guatemala überreicht. Dieses Geld stammt von Kunden, die in den letzten Monaten Privat Kaffee gekauft haben. Auf diese Weise sind seit Beginn der Initiative 2013 weit mehr als 1,5 Millionen Euro zusammengekommen: „Wenn wir mit einer so erfahrenen Hilfsorganisation wie Save the Children zusammenarbeiten und Tchibo das mit wahnsinnig viel Geld unterstützt, dann kann man sicher sein, dass das Projekt nachhaltig und langfristig ist“, sagt RTL-Sportmoderatorin Ulrike von der Groeben, die als prominente Patin für die Initiative gewonnen wurde.

Anlässlich des RTL-Spendenmarathons war von der Groeben nach Chiquimula gereist, um sich selbst ein Bild von den Kindertagestätten zu machen: „Das ganze Projekt hat mir sehr gut gefallen, vor allem die fantastische Organisation. Besonders toll ist, dass die Mütter in die Arbeit der Kitas einbezogen werden und dadurch ganz viel lernen, wodurch sie auch selbständiger und selbstbewusster werden.“

Der Dank für die Spendensumme gebührt den Tchibo-Kunden. zoom
Der Dank für die Spendensumme gebührt den Tchibo-Kunden.

Säulen der Initiative

Das Kinder-Projekt in Guatemala verfolgt zwei Richtungen: Betreuungsangebote für die Kinder der Wanderarbeiter schaffen sowie insgesamt die Lebensbedingungen der Kinder in der Region verbessern.

Da Betreuungsangebote für Kinder arbeitender Eltern in Guatemala rar sind, werden die Kinder in der Erntezeit von November bis Februar mit auf die Felder der Kaffee-Anbaugebiete genommen: „Auch ganz kleine Kinder müssen schon jeden Tag den beschwerlichen Weg von der Hütte auf die Plantage auf sich nehmen, pro Weg etwa anderthalb Stunden durch unwegsames Gelände in den Bergen“, beschreibt von der Groeben die Situation. „Und dann haben sie den ganzen Tag nichts zu tun, sie lümmeln zwischen Spinnen und Schlangen herum. Es ist heiß, gefährlich und anstrengend.“ Die älteren Kinder passen entweder auf die Kleinen auf oder helfen den Eltern beim Pflücken. Dabei wird häufig die Grenze zur verbotenen Kinderarbeit überschritten.

Auch Mithelfen stand auf dem Programm der Reise nach Guatemala. zoom
Auch Mithelfen stand auf dem Programm der Reise nach Guatemala.

Als Alternative zur bisherigen Kinderbetreuung haben Tchibo und Save the Children sechs Kindertagesstätten für die zwei bis 13-jährigen Kinder eingerichtet. In lokale Schulen integriert, gibt es zwei aufeinander aufbauende Lernstufen (2-6 Jahre und 7-13 Jahre), in denen die ausgebildeten Erzieher die Kinder ihrem Alter gemäß den ganzen Tag über pädagogisch und schulisch betreuen: „Darüber hinaus lernen sie viel über Hygiene, gesunde Nahrungsmittel und werden ärztlich versorgt – aber sie dürfen auch ganz viel spielen!“, sagt von der Groeben. Da die Kinder zu Hause nicht immer ausreichend essen können, bekommen sie in den Kitas drei verschiedene Mahlzeiten am Tag.

Das Projekt hat zum Ziel insgesamt die Lebensbedingungen der Kinder in der Region nachhaltig zu verbessern: „Nur durch Bildung können sich neue Perspektiven für die Kinder und Jugendlichen abseits von Kinderarbeit und Armut ergeben“, erklärt Sprecherin Karina Schneider von Tchibo. Deswegen werden das ganze Jahr über verschiedene Bildungsangebote an 18 lokalen Schulen angeboten. Dazu gehören beispielsweise Lerngruppen, in denen Mathematik und Lesen gefördert werden. Um das Lernniveau in den Schulen zu steigern, hat Save the Children für die Kurse neue Lehrmaterialien entwickelt.

Positive Bilanz

Ziel ist es, das Kinder-Projekt auf eigene Beine zu stellen und so nicht mehr nur auf Spenden angewiesen zu sein. Dass das realistisch ist, zeigt die positive Bilanz des bisherigen Verlaufs: „Insgesamt 650 Kinder haben am Kita-Angebot in der vergangenen Erntesaison teilgenommen. Das ist großartig! Eigentlich hatten wir mit 500 gerechnet“, resümiert Karina Schneider. „Für die aktuelle Saison hatten wir im Vorfeld sogar über 700 Anmeldungen!“ Darüber hinaus wurden 25 Gesundheits- und Hygienekampagnen durchgeführt: „Um auch die rund 450 Eltern einzubeziehen, wurden Themenabende über Kinderrechte und Ernährung organisiert.“ Während des Schuljahres vor Beginn der ersten Kita-Saison 2013 bekamen über 450 Kinder zusätzlichen Mathe- und Leseunterricht. 2014 stieg diese Zahl auf rund 600 Kinder an.

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Des Weiteren haben die Projekt-Mitarbeiter über 100 Lehrer pädagogisch und fachlich fortgebildet: „Die positive Rückmeldung, die wir aus den Kitas in Chiquimula erhalten haben, und die Akzeptanz unseres Projektes bei den Kaffeefarmern ist ein großer Ansporn für uns. Deswegen werden wir unser Engagement weiter ausweiten“, informiert Schneider, „und zusätzliche Betreuungsmöglichkeiten für die Kinder von Erntehelfern in dem Gebiet um Jacaltenango an der Grenze zu Mexico aufbauen.

 
Quelle: UmweltDialog

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