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16.11.2009

Leuchtturmprojekte der Bayer AG

Mit dem Namen „Sprösslinge“ eröffnet Bayer sein erstes Null-Emissionsgebäude in Deutschland - einen Betriebskindergarten in Monheim. Das EcoCommercial Building Programme ist eines der Leuchtturmprojekte des Konzerns. Mit ihnen will die Bayer AG ihr Nachhaltigkeitsprogramm verstärken. Dabei bilden neben dem Klimaschutz die Bereiche Ernährung und Gesundheit zusätzliche Schwerpunkte.

Null Emissionen: Betriebskindergarten in Monheim, Foto: Judith Bomholt
Null Emissionen: Betriebskindergarten in Monheim, Foto: Judith Bomholt
Noch hängt der Geruch von Farbe, Baustoffen und neuen Möbeln in der Luft - die Räume der Kindertagesstätte „Sprösslinge“ wirken freundlich, aber unbewohnt. In wenigen Tagen wird sich das jedoch ändern: 60 Jungen und Mädchen im Alter von sechs Monaten bis zum Schuleintritt werden künftig das Gebäude mit Leben füllen. Dass es sich dabei um die erste klimaneutrale Einrichtung der Bayer AG in Deutschland handelt, interessiert die Sprösslinge dann wahrscheinlich weniger. Dass sie beim Herumtollen auf Socken keine kalten Füße kriegen, oder dass die großen Fenster ganz viel Sonnenlicht in die Räume lassen, wird ihnen vielleicht doch positiv auffallen - wenn auch unbewusst. Doch in jedem dieser Details zeigt sich das Konzept des EcoCommercial Buildings von Bayer: Polyurethan-Platten von Bayer MaterialScience wurden hier zur optimalen Dämmung von Boden, Wand und Dach eingesetzt. Geo- und Solarthermie dienen der Wärmegewinnung und somit dem Heizbedarf, während Photovoltaikelemente die Kindertagesstätte mit Energie versorgen. Produzieren diese Elemente zum Beispiel an besonders sonnigen Tagen mehr Energie als nötig, wird diese direkt in das Stromnetz eingespeist. So wird der Strom, der zur Nutzung technischer Geräte gebraucht und extern bezogen wird, im Jahresschnitt mehr als kompensiert. Damit der Lichtschalter jedoch gar nicht erst so häufig gedrückt werden muss, ist das Gebäude mit zahlreichen Glasflächen ausgestattet. Die Tageslichtnutzung, kombiniert mit effizienter Beleuchtungstechnik, sorgt so von vornherein für einen verminderten Stromverbrauch.

Theorie und Praxis: Das Bayer-Nachhaltigkeits-Konzept

Weltweit ist die Kindertagesstätte neben Gebäuden in Indien und Belgien das dritte Bauwerk, das im Rahmen des EcoCommercial Building Programs fertig gestellt wurde. Bayer will so Zulieferern, Baufirmen, Architekten und Bauherren ein Partnerschaftsnetzwerk für nachhaltiges Bauen bieten - ein Element des Konzern-Engagements in Sachen Klimaschutz. „Als gesellschaftlich verantwortungsbewusstes Unternehmen sahen und sehen wir uns verpflichtet, Beiträge zum Klimaschutz und zur Bewältigung des Klimawandels zu leisten“, erklärt Werner Wenning, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG.

Bayer Nachhaltigkeits-Perspektive 2009, Foto: Bayer
Bayer Nachhaltigkeits-Perspektive 2009, Foto: Bayer
Im Rahmen der „Bayer Nachhaltigkeits-Perspektive 2009“, auf dem Werksgelände in Leverkusen, präsentierte er jetzt das konzerneigene Nachhaltigkeits-Konzept. Die Produkte des Konzerns bilden dabei die Basis: „Hier wollen wir innovativ sein, zum Nutzen der Menschen“, so Wenning. Um den Nachhaltigkeitsbeitrag seiner Produkte und Prozesse weiter zu steigern, überprüft Bayer seine Produkte regelmäßig unter Berücksichtigung von ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen. Die zweite Ebene des Bayer-Nachhaltigkeits-Konzepts bilden die Geschäftsaktivitäten. Im Fokus steht hier zum Beispiel ein Compliance Programm, das wichtige Fragen im Umgang mit Geschäftspartnern regelt. Ebenso bedeutend sind Aspekte wie die Sicherheit der Anlagen, eine verantwortungsbewusste Personalpolitik und die Bewertung der Zulieferer nach Kriterien der Nachhaltigkeit. Unter dem Titel Corporate Social Responsibility fasst der Konzern in der dritten Ebene sein Engagement für Bildung, Wissenschaft und soziale Belange zusammen. 45 Millionen Euro investiert Bayer jährlich in sein Engagement für die Gesellschaft und verwirklicht unter anderem Projekte für eine bessere Gesundheitsversorgung. Beispielsweise widmet sich Bayer in Afrika den hierzulande weitgehend unbekannten oder auch vernachlässigten Krankheiten wie Chagas, Tuberkulose oder der afrikanischen Schlafkrankheit.

Afrika: Bekämpfung vernachlässigter Krankheiten

Fieber, Ödeme, Lymphknotenschwellung und Hautausschlag im ersten Stadium, Verwirrtheit, Schlafstörungen und Krampfanfälle im Zweiten sowie ein andauernder Dämmerzustand im Endstadium sind die Symptome der afrikanischen Schlafkrankheit. Zu ihrer Behandlung stehen verschiedene Medikamente bereit, im tropischen Afrika mangelt es jedoch häufig daran: In 700.000 Fällen pro Jahr nimmt dort die durch die Tsetsefliege übertragene Krankheit ein tödliches Ende. Bayer stellt der WHO bereits seit 2001 Medikamente zur Behandlung der Krankheit im frühen Stadium zur Verfügung. Erst vor wenigen Wochen hat der Konzern dieses Engagement weiter ausgebaut: In den nächsten fünf Jahren wird Bayer jährlich 400.000 Tabletten kostenlos zur Verfügung stellen. Auf diesem Weg soll eine Kombinationstherapie erprobt werden, mit der der Konzern auf neue Chancen bei der Behandlung der afrikanischen Schlafkrankheit, auch im späteren Stadium, hofft.

Mit Hilfe der internationalen Leuchtturmprojekte, in denen Bayer ebenso Themen wie Bevölkerungswachstum und Nahrungsmittelversorgung behandelt, stärkt der Konzern auch sein eigenes Geschäft. So unterstützt beispielsweise Bayer CropScience Reisbauern in Indonesien, deren Ernten unter den Auswirkungen des Klimawandels leiden, durch innovative Pflanzenschutzlösungen und neue Pflanzensorten: Für die Bauern bedeutet das Ertragssteigerungen und eine Verbesserung des Einkommens. Für Bayer dagegen stecken in diesen Entwicklungen Chancen für neue Produkte und Märkte. Gleichzeitig leistet der Konzern damit aber auch seinen Beitrag zur Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen: So gelingt Bayer einer Verbesserung der Gesundheitsversorgung sowie des ökonomischen und sozialen Umfeld für weltweit mehr als 15 Millionen Menschen. In Sachen Klimaschutz verzeichnet das Unternehmen Einsparungen von rund 350.000 Tonnen Treibhausgas-Emissionen und zeigt ein weltweites Engagement, entsprechende klimafreundliche Innovationen voranzutreiben.
 
Quelle: UD

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