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07.10.2014

MAN gewährt auf der IAA Blick in die Zukunft der Nutzfahrzeuge

Die IAA Nutzfahrzeuge in Hannover ist die Weltleitmesse für Mobilität, Transport und Logistik. In diesem Jahr stand sie unter dem Motto „Zukunft bewegen". Dabei waren vor allem die Vernetzung der Fahrzeuge und effiziente, alternative Antriebe die wichtigsten Themen für Aussteller und Besucher. Wie solche Fahrzeuge in der Praxis aussehen, zeigt das Beispiel MAN: Der Münchner Fahrzeugbauer stellte auf der IAA ein breites Spektrum modernster Busse und Lkw vor.

MAN stellt auf der IAA 2014 den TGX Hybrid als Konzeptfahrzeug vor.
MAN stellt auf der IAA 2014 den TGX Hybrid als Konzeptfahrzeug vor.

Nutzfahrzeuge werden immer effizienter und intelligenter. Hersteller wie Zulieferer haben dazu ihre Fahrzeuge stets weiter optimiert. Eines der zentralen Themen der Nutzfahrzeugindustrie ist dabei die Vernetzung. Insbesondere Telematiklösungen erhalten verstärkt Einzug in die Fahrzeuge. Für diese Idee steht auch der neue MAN TGX EfficientLine 2: Der vorausschauende Tempomat EfficientCruise im Verbund mit anderen eingebauten Telematiklösungen sorgt für erhebliche Einspareffekte bei Kraftstoff und damit auch CO2-Emissionen. So berechnet der GPS-basierte Tempomat beispielsweise vorausliegende Steigungen und Gefälle anhand gespeicherter 3D-Kartendaten und der genauen Position des Fahrzeugs. Mithilfe dieser Daten regelt der Tempomat dann selbstständig und vorausschauend die Geschwindigkeit, sodass der Schwung des Fahrzeugs zum Kraftstoff sparen genutzt wird. Ein voll beladener 40-Tonnen-Lkw spart mit diesem System bis zu sechs Prozent Kraftstoff, ohne auf der Strecke Zeit zu verlieren.

Intelligente Systeme an Bord sorgen aber nicht nur für mehr Effizienz, sondern auch für ein Mehr an Sicherheit. Bei MAN hat man auf der Basis langjähriger Unfallforschung heute in Serie verfügbare Assistenzsysteme entwickelt, die den Fahrer genau in solchen Fahrsituationen unterstützen, die sich als häufigste Unfallursachen herausgestellt haben: Der Abstandsregeltempomat ACC, der Notbremsassistent EBA und die Fahrspurüberwachung LGS.

Hybrid und Erdgas – Alternative Antriebe für die Lkw von morgen

MAN nutzte die IAA auch, um den Besuchern einen Blick in die Zukunft der Nutzfahrzeuge zu gewähren. Mit dem Concept MAN TGX Hybrid zeigten sie dazu erstmals einen Hybridantrieb für den Fernverkehr. Heinz-Jürgen Löw, Vorstand Sales & Marketing bei MAN Truck & Bus, erläuterte: „MAN stellt auf der IAA den TGX Hybrid als Konzept vor, um die Vorteile des Hybridantriebs im Fernverkehr für die Betreiber und die Umwelt zu zeigen. Wir freuen uns auf die Gespräche mit unseren internationalen Fernverkehrskunden, damit wir unser Produkt optimal auf die Kundenbedürfnisse für einen Fernverkehrs-Hybrid ausgelegen können.“

Im Vordergrund der Hybrid-Idee steht dabei die Kraftstoffeinsparung durch weniger Schaltvorgänge und die Rückgewinnung der Bewegungsenergie beim Bremsen und Bergabfahren. Tests ergaben hier ein Kraftstoff-Einsparpotenzial und damit auch CO2-Reduktion von rund acht Prozent.

Für den innerstädtischen Anlieferungsverkehr sind hingegen alternative Antriebe wie etwa Erdgas die richtige Lösung. MAN erweitert deshalb sein Portfolio an CNG-Fahrzeugen: Zum etablierten Angebot an Erdgas-Stadtbussen kommen 2016 auch Lastwagen mit CNG-Antrieb hinzu.

Der TGM mit CNG-Antrieb ist etwa 3 dB leiser bei Innengeräusch und beschleunigter Vorbeifahrt.
Der TGM mit CNG-Antrieb ist etwa 3 dB leiser bei Innengeräusch und beschleunigter Vorbeifahrt.

Der Tank des IAA-Exponats fasst 140 Kilogramm Erdgas. Das entspricht einer Reichweite von 400 Kilometern im Stadtverkehr, auf Landstraßen sogar rund 700 Kilometer. Der wirtschaftliche Vorteil von CNG-Fahrzeugen: Die Kraftstoffkosten liegen je nach Anwendung rund 20 bis 35 Prozent unter einem Dieselfahrzeug.

Doch der eigentliche Vorteil liegt nicht alleine bei Kosteneinsparungen, sondern vor allem darin, dass Lkw mit Erdgasantrieb deutlich leiser sind. Der vorgestellte MAN-Truck ist beispielsweise um bis zu 3 Dezibel leiser bei Innengeräusch und beschleunigter Vorbeifahrt. Dieser Wert bedeutet eine Halbierung der Schallintensität. Damit eigen sich solche Fahrzeuge besonders für City-Einsätze früh morgens oder spät abends, bei denen es besondere Geräuschbestimmungen gibt. Das ist für alle Geschäftsbesitzer in Citylage, vom Einzelhandel bis zum Lebensmitteldiscounter, eine wichtige Entwicklung.

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EU Kommission stellt Klimastrategie für Nutzfahrzeuge vor

Die Frage nach der Senkung von Lärm- und vor allem auch CO2-Emissionen rückt immer stärker in den Fokus der Nutzfahrzeug-Branche. Die Diskussion wird dabei durch die kürzlich von der Europäischen Kommission veröffentlichten Strategie zur weiteren Reduzierung von CO2-Emissionen bei schweren Nutzfahrzeugen gefördert. Ende Mai 2014 hatte Brüssel Details dazu vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen dabei Überwachungs- und Reportingmaßnahmen wie etwa die Erhebung, Zertifizierung und Berichterstattung der Emissionen. Zudem setzt man auf den Einsatz moderner Technologien, wie sie die IAA in den Blickpunkt stellte. Eine Studie im Auftrag der EU errechnete, dass der Einsatz moderner Technik in neuen schweren Nutzfahrzeugen CO2-Einsparungen von bis zu 30 Prozent ermöglicht.

Die Messung des CO2-Ausstoßes und die Förderung moderner Flotten sind deshalb so wichtig, weil Nutzfahrzeuge für etwa ein Viertel aller Emissionen im Straßenverkehr EU-weit verantwortlich sind. Zwischen 1990 und 2010 stieg der Ausstoß an Treibhausgasen um etwa 36 Prozent. Will die EU ihre ambitionierten Klimaziele erreichen, muss sie hier Maßnahmen ergreifen. Bisher scheiterten gesetzliche Regelungen daran, dass die Fahrzeuge aufgrund der Vielfalt der Modelle und Größen nur schwer vergleichbar waren.

Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der Automobilindustrie VDA, dazu: „Schwere Nutzfahrzeuge sind mit Pkw und Transportern, für die es CO2-Grenzwerte gibt, nicht vergleichbar. Die Variantenvielfalt der Fahrzeuge reicht vom Baustellenkipper über Lieferfahrzeuge bis zum Fernverkehrs-Lkw. Auch Stadt- und Reisebusse zählen dazu. Viele Fahrzeuge werden maßgeschneidert für die Kunden gefertigt. Der Verbrauch wird von unzähligen Faktoren beeinflusst: Größe, Gewicht, Einsatzbereich, Fahrleistung, aber auch Anwendungsbedingungen und vor allem die Ladung von Lkw sind verschieden.“

Als Lösung für das Problem hat die Kommission ein computergestütztes Simulationsprogramm (Vecto) entwickeln lassen. Mit Hilfe dieser Software will die Kommission im kommenden Jahr Gesetzesvorschläge machen, welche die Zertifizierung, Mitteilung und Überwachung der CO2-Emissionen neuer, schwerer Nutzfahrzeuge vorschreiben.

 
Quelle: UmweltDialog

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