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Volkswagen und NABU: Partner für den Moorschutz zoom

14.10.2014

Volkswagen und NABU: Partner für den Moorschutz

Die Zusammenarbeit von Volkswagen und dem Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) soll über das Jahr 2015 hinaus fortdauern. Zu diesem Ergebnis kamen jetzt der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen Aktiengesellschaft Prof. Martin Winterkorn und NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Eine erneute Bestätigung erfuhr die Partnerschaft im September 2014 durch die Auszeichnung des Umwelt-Programms „Moorschutz ist Klimaschutz“ als „Offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“.

Seit nunmehr 14 Jahren engagieren sich Europas größter Automobilhersteller und Deutschlands mitgliederstärkster Umweltverband „im Sinne nachhaltiger Lösungsansätze“, heißt es auf der eigens für die Kooperation entwickelten Homepage www.mobil-fuer-mensch-und-natur.de. Bereits 2002 würdigten die deutsche Bundesregierung und die Europäische Kommission die Zusammenarbeit als Vorbild („Best Practice“) im Nachhaltigkeitsmanagement, 2011 wurde sie als beispielhaftes „Public Sponsoring“ ausgezeichnet. Volkswagen verfolgt das Ziel, spätestens 2018 der ökologischste Automobilhersteller weltweit zu sein. Bei dieser Bestrebung setzt das Unternehmen auf einen sparsameren Umgang mit Energie und Ressourcen sowie ein verstärktes Engagement für den Moorschutz. Der NABU unterstützt dieses Vorhaben: „Als NABU sind wir stolz, an dieser Zielsetzung entscheidend mitgearbeitet zu haben“, sagte Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Engagement für den Moorschutz

Das gemeinsame Umwelt-Programm „Moorschutz ist Klimaschutz“ trägt jetzt für zwei Jahre den Titel „Offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“. Hinter dem Projekt stehen zwei Ideen: Eine umweltfreundlichere Mobilität und der Schutz der Moore. Im Zuge des Projekts werden Fuhrparkmanager beim Zusammenstellen klimafreundlicherer Fahrzeugflotten unterstützt. Inzwischen werden in dem Flottenprogramm über 280.000 Fahrzeuge mit CO2-Emissionen von unter 115 Gramm pro Kilometer geführt. Kunden, die an dem Programm teilnehmen, können für ihre Mitarbeiter unter anderem Spritfahrtrainings organisieren. Zum anderen unterstützt Volkswagen seinen Kooperationspartner bei dem Schutz und der Wiederherstellung der Moore. Über den Moorschutzfonds stellt Volkswagen dem NABU finanzielle Mittel zur Renaturierung zerstörter Moorlandschaften zur Verfügung. Der 2011 mit einer Einlage von 1,6 Millionen Euro von der Volkswagen Leasing und dem NABU gegründete Moorschutzfonds ermöglicht eine dauerhafte Finanzierung von Moorschutzprojekten in Deutschland.

Das gemeinsame Projekt „Moorschutz ist Klimaschutz" wurde als „Offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt" ausgezeichnet.
Das gemeinsame Projekt „Moorschutz ist Klimaschutz" wurde als „Offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt" ausgezeichnet.

Moore bedecken nur drei Prozent der Erdoberfläche. Sie speichern jedoch ein Drittel des gesamten auf dem Festland gebildeten Kohlenstoffs und bieten einen Rückzugsort für viele Tier- und Pflanzenarten. Fast alle Moore in Deutschland gelten jedoch als gestört. Ursachen dafür sind Entwässerung, Torfabbau, Bebauung oder land- und forstwirtschaftliche Nutzung. Durch die Entwässerung entweichen große Mengen Kohlenstoff, die an der Luft das Treibhausgas CO2 bilden. Der Schutz der Moorregionen ist daher nicht nur der Schutz eines einzigartigen Lebensraums bedrohter Tiere und Pflanzen, sondern auch ein Beitrag zum Klimaschutz.

Eine Erfolgsgeschichte ist die Revitalisierung großer Moorflächen am Theikenmeer im Emsland. Zwar stand das Gebiet seit 1936 unter Naturschutz. Dennoch galt es bis in die 1980er Jahre als durch Entwässerung und Torfabbau zerstört. Die Wiedervernässungsmaßnahmen konnten das Schutzgebiet vor dem Austrocknen retten. Seitdem sind das Theikenmeer und die angrenzenden Moorflächen wieder Rückzugsort für Zugvögel und hochmoortypische Tier- und Pflanzenarten. Das Umweltprogramm kommt auch dem stark geschädigten Großen Moor bei Wolfsburg zugute. Dort gelten rund 150 Tier- und 40 Pflanzenarten als gefährdet und zum Teil sogar akut vom Aussterben bedroht. Insgesamt zwölf Wiedervernässungsprojekte wurden bislang aus den Mitteln des Moorschutzfonds finanziert. Künftig will Volkswagen sein Engagement für den Moorschutz auf internationale Standorte ausweiten.

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Vielfältige Kooperationsformen

Der Autokonzern und der Umweltverband arbeiten auf vielfältige Weise zusammen: Das Unternehmen profitiert von der Partnerschaft, indem es unter anderem durch Produkttests und Beratung durch den NABU unterstützt wird. Volkswagen leistet seinerseits einen finanziellen Beitrag zu ausgewählten Projekten für den Natur- und Artenschutz des Verbands. Zudem helfen Volkswagen-Mitarbeiter regelmäßig ehrenamtlich bei der Umsetzung von Projekten mit. Zweimal im Jahr veranstalten die Partner gemeinsam das öffentliche Forum „Mobil im Dialog“, bei dem Politiker und Experten über Umwelt- und Mobilitätsthemen diskutieren. Durch diese vielfältigen Kooperationsformen habe die Zusammenarbeit in den vergangen Jahren „eine einzigartige Breite und Tiefe gewonnen“, unterstreicht Dr. Thomas Steg von Volkswagen.

 
Quelle: UmweltDialog

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