Energiewende

Im Blickpunkt: Strom aus der Wüste

Die Wüstenregionen bergen enorme Potenziale für die Solarenergie. Experten glauben, dass die komplette Energieversorgung Europas durch entsprechende Kraftwerke in Nordafrika erfolgen könnte. Ein Industrie-Konsortium unter deutscher Federführung will das Projekt DESERTEC nun Wirklichkeit werden lassen. Doch es gibt auch Kritik von Umweltschützern. Mehr dazu in diesem UmweltDialog-Dossier.

30.06.2009

Foto: Marion Book
Foto: Marion Book

Die Erde verfügt über eine Energiequelle, die den Energiebedarf der Menschheit problemlos decken könnte - die Sonne. „DESERTEC“ heißt das 400-Milliarden-Euro schwere Konzept, das nun zum Projekt werden soll. Die Idee: erneuerbare Energiequellen dort zu erschließen, wo sie den höchsten Wirkungsgrad haben - zum Beispiel in den Wüsten Afrikas. 20 Konzerne sind kurz davor, das bisher größte Ökostrom-Projekt überhaupt, ins Leben zu rufen. Das langfristige Ziel: europäische Haushalte mit Energie aus afrikanischen Solarstrom-Kraftwerken zu versorgen, bereits 2050 sollen 20 Prozent des europäischen Strombedarfs mit dem Wüstenstrom gedeckt werden. Im Juli wollen rund 20 Unternehmen zusammenkommen, um sich zu einem Konsortium zusammenzuschließen. Die Gründungsinitiative geht vom Versicherer Münchener Rück aus, deren erklärtes Ziel es ist, in „zwei bis drei Jahren konkrete Umsetzungspläne“ vor zu legen.

Die Meinungen über die Umsetzbarkeit und den Nutzen des Projektes gehen allerdings weit auseinander: Während Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Umweltschutzorganisation Greenpeace und die beiden Energiekonzerne EON und RWE die Idee befürworten, spricht sich Lars Josefsson, Chef von Vattenfall klar gegen diese Form der Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien aus. Doch was genau steckt hinter dem Konzept DESERTEC? Wer könnte sich an dem Projekt beteiligen und wie wird die Idee in der Öffentlichkeit diskutiert?

Quelle: UD
 
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