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Mobilität & Logistik

Save the Date: DNV GL Automobil-Forum Informationssicherheit

Viele Automodelle wandeln sich mehr und mehr zu rollenden Computern. Digitale Technologien machen die Autos zwar sicherer, aber auch verwundbar. Wie die Autoindustrie sich gegen etwaige Angreifer wappnen kann und welche digitalen Herausforderungen sie noch lösen muss, ist am 14. Mai Thema beim Automobil-Forum 2020 des Branchenkenners DNV GL.

12.03.2020

DNV GL VIsual Mobility

Die Unternehmensgruppe mit norwegischen Wurzeln gehört zu den Großen im internationalen Geschäft um Qualitätssicherung und Risikomanagement und ist seit langen Jahren Partner der Automobilbranche. Mit dem Fachforum am 14. Mai im nordrhein-westfälischen Aldenhoven bietet die Gruppe jetzt Fachleuten von Autoherstellern und Zulieferern eine Plattform zum Austausch.

Update:

Das ursprünglich geplante Automobil-Forum in Aldenhoven muss auf Grund der aktuellen Lage leider abgesagt werden. Damit Sie sich dennoch informieren und auf dem neuesten Stand der Themen halten können, bietet DNV GL Ihnen eine Serie kompakter Webseminare an.

Teil 1: Webseminar „Automobilbranche und Ihre Herausforderungen im Zeitalter von Industrie 4.0“

Datum: 14.05.2020

Uhrzeit: 10 bis 11 Uhr

Zum Auftakt der Webseminar-Serie wird Ihnen Thomas Ring, Produkt Manager und Group Leader Automotive bei DNV GL - Business Assurance, eine Einführung in das Thema geben. Was sind aktuelle Entwicklungen und wie kann man diesen begegnen?

Kostenanteil elektronischer Komponenten steil steigend 

Nötig ist dieser Austausch allemal. Die Branche ächzt unter Veränderungsdruck. Elektrifizierung und Digitalisierung rütteln deren Geschäfte kräftig durcheinander. Nicht mehr Hubraum und PS bestimmen über den Erfolg, sondern immer öfter Elektronik und Software. Eine jüngst von der Unternehmensberatung Roland Berger veröffentlichte Studie prophezeit, dass der Kostenanteil elektronischer Komponenten eines Pkw voraussichtlich von heute rund 16 Prozent auf rund 35 Prozent bis 2025 wachsen wird. Rund ein Viertel der Kosten lassen sich auf die Digitalisierung zurückführen, der deutlich größere Teil auf die Elektrifizierung.

Wer heute Autos bauen und verkaufen will, braucht deshalb andere Fertigkeiten als noch vor wenigen Jahren. In den Vorstandsetagen der großen Autobauer und ihrer Zulieferer sorgt das für Haare raufen. Weil die Digitalisierung komplett neue Produktionsprozesse im Fahrzeugbau nötig macht. Und weil ganz neue und teils deutliche schärfere Anforderungen für die Sicherheit eines Autos gelten. Völlig zu Recht: Denn wo Software unterschiedlicher Hersteller problemlos unter einer Karosserie miteinander kommunizieren soll, müssen Regeln und Systeme her, die das stets gewährleisten. Sonst drohen schlimmstenfalls Personenschäden.

Nächste Ausfahrt: Straßengraben 

Thomas Ring, bei DNV GL als Produktmanager und Group Leader Automotive eng mit der Digitalisierung von Fahrzeugen befasst, sagt, dass die Sicherheit neuer Funktionen zum Schutze von Fahrer und Umwelt in der Branche deshalb höchste Priorität genieße. Durch immer mehr Schnittstellen bei Software und Hardware spiele inzwischen indes auch „der Schutz der Systeme vor Cyber-Angriffen eine zentrale Rolle“. Erste „Auto-Hacks“ sind längst dokumentiert. Der ADAC etwa weiß von einem Fall zu berichten, in dem ein Jeep von Dritten via Laptop in einen Straßengraben gelenkt wurde.

Den Gesetzgeber haben solche Meldungen längst auf den Plan gerufen. DNV GL-Experte Ring sagt, „Regulierungen, um die Akzeptanz automatisierter Fahrzeuge zu verbessern und den Übergang zum autonomen Fahren zu erleichtern, werden derzeit auf nationaler und internationaler Ebene entwickelt“. Hierzu gehört u.a. die ISO26262 „Funktionale Sicherheit“. Um die von der Automobilindustrie geforderten, strengen regulatorischen Sicherheitsstandards zu erfüllen, muss jedes einzelne Element der Lieferkette im Anwendungs- und Bedarfsfall diese Funktionale-Sicherheits-Norm ISO 26262 erfüllen. Zusätzlich wurde für Zulieferer der vom Verband der deutschen Automobilindustrie mitentwickelte Standard für Informationssicherheit TISAX als „ein wichtiger Maßstab“ gesetzt. Das Kürzel steht für „Trusted Information Security Assessment Exchange“ und beschreibt einen Standard für die Informationssicherheit in der automobilen Welt, zu dessen Einhaltung zahlreiche Zulieferer von ihren Auftraggebern bereits verpflichtet wurden. Hierzu gehören auch die Entwicklungsbereiche und der Umgang mit Daten und Softwareentwicklungen.

Neue Pflichten für Autobranche 

Standards zum digitalen Qualitätsmanagement sind daneben in der sogenannten IATF 16949 festgehalten. Das auf der Norm ISO 9001 für Qualitätsmanagement aufbauende Regelwerk wurde von etlichen großen Autobauern entwickelt. Eine Zertifizierung nach der Norm gilt bei vielen von ihnen als Voraussetzung für eine Zusammenarbeit mit Lieferanten. Zulieferer, sagt DNV GL-Experte Ring, müssten heute zahlreiche Risikobereiche abdecken, um überhaupt gelistet zu werden, auch beim Datenschutz oder der Sicherheit von Logistiksystemen. Insofern stellt die gesamte Lieferantenkette ein Sicherheitsrisiko dar, wenn es kein durchgängiges System zum Schutz vor Cyber-Angriffen und Software-Manipulationen gibt.

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Dass die Komplexität geltender Normen und (künftiger) Regulierungen sinkt, ist kaum zu erwarten. Im Gegenteil. Die Bundesregierung überarbeitet derzeit das IT-Sicherheitsgesetz, das wahrscheinlich in neuen Pflichten für die Autobranche münden wird. In welchen genau, wird ein Thema beim DNV GL-Automobil-Forum sein. Als Referent dazu ist Dr. Ralf Cordes angekündigt, Produktmanager und Business Development Manager Informationssicherheit bei DNV GL – Business Assurance. Cordes‘ Kollege Thomas Ring wird daneben berichten, vor welchen Herausforderungen regulatorischer und technischer Art er die Branche in den kommenden Jahren stehen sieht.

Automobil-Forum 2020: spannendes Programm 

Zu der Veranstaltungsreihe, die DNV GL 2019 nach einigen Jahren Pause wieder aufgenommen hat, sind als Referenten zudem Kai Dippel, Security-Fachmann bei der auf Videosoftware spezialisierten Geutebrück GmbH sowie Michael Groß vom US-amerikanischen IT-Beratungsunternehmen DXC Technology eingeladen. Sie werden über Sicherheitsstandards in der Software-Entwicklung und den weiteren Weg zum autonomen Fahren (M. Groß) referieren. Sven Edgren, der bei DNV GL – Business Assurance das Innovationsmanagement verantwortet, wird daneben über neue digitale Services für die Automobilbranche berichten, darunter digitale Assekuranzen. Weitere Fachleute aus Wissenschaft und Fachwelt sind angefragt.

Für das Automobil-Forum 2020 hat sich DNV GL übrigens einen besonderen Standort ausgesucht: Das „Testzentrum für Mobilität und Konnektivität“ im nordrhein-westfälischen Aldenhoven, auf dessen 40 Hektar großen Gelände sich mehrere Teststrecken finden. Während des Automobil-Forums dürfte zumindest eine belegt sein. DNV GL weist in der Einladung zu der Veranstaltung darauf hin, dass sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer „auf ein ganz spezielles Fahrerlebnis im Selbsttest“ freuen dürfen. Wer das am 14. Mai genießen will, sollte sich sputen. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Um Anmeldung wird gebeten.

Quelle: UmweltDialog
 

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