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Business Case

BUDDI: Ein Spielzeug für die Hosentasche

Wie kann man spielerisch die Kreativität von Kindern fördern? Das fragten sich auch die Studenten Tobias Leonhardt und Mathis Reck und entwickelten schließlich das multifunktionale Spielzeug BUDDI. Dafür gab es sogar Platz Eins beim nationalen James Dyson Award. Im Interview mit UmweltDialog erklären die Erfinder, was BUDDI so besonders macht.

10.01.2020

BUDDI: Ein Spielzeug für die Hosentasche
BUDDI ist ein multifunktionales Spielzeug

UmweltDialog: Mit eurem innovativen Spielzeug BUDDI habt ihr den nationalen James Dyson Award gewonnen. Erklärt doch zunächst einmal: Was macht BUDDI anders als andere Spielzeuge? 

Tobias Leonhardt: Der BUDDI ist ein Multi-Toy für kleine und große Abenteurer. Mit ihm wollen wir die Kreativität der Kinder fördern und sie dazu animieren, die Welt neu zu entdecken und mit ihren eigenen Spielkreationen zu erobern. Aufgebaut ist er aus jeweils drei aus einer Auswahl von momentan 24 verschiedenen Elementen. Jedes Element bringt eine andere Funktion mit sich, das Kind entscheidet selbst, was jeweils Sache ist. So kann das Yo-Yo-Element natürlich wie ein Yo-Yo bespielt werden, oder es wird genutzt, um den BUDDI am Seil abzulassen, um verbunden mit der Leuchte einen tiefen Brunnen zu erforschen. Das Glücksrad-Element mit integriertem Kugellager kann zum Beispiel für die Team-Auslosung beim nächsten Spiel verwendet werden, um den BUDDI wie wild drehen zu lassen oder es wird zum klassischen Fidget-Spinner, wenn die lange Autofahrt vergnüglicher sein soll.

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Mathis Reck: Verbunden werden diese Elemente mit einer Kombination aus Form- und Magnetverschluss, damit ist auch das Austauschen spielerisch und kinderleicht.
Die Größe des BUDDIs ist perfekt für Kinderhände und lässt sich auch super in der Hosentasche verstauen. 

Leonhardt: Oder mit dem Schlaufen-Element einsatzbereit am Handgelenk oder am Rucksack!

Man hat mit BUDDI also ganz viele Spielmöglichkeiten.

Reck: Genau. In Gesprächen beschreiben wir den BUDDI auch gerne als Schweizer Multifunktions-Spielzeug. Das ist es auch, was den BUDDI von anderen Spielzeugen unterscheidet – wir geben nicht vor, wie der BUDDI eigesetzt werden soll, sondern lassen dies bewusst offen. Kinder haben so viel Kreativität in sich, dieser wollen wir mehr Freiraum geben. 

Leonhardt: Und durch unsere aufsteckbaren Sleeves aus verschiedenen Themenwelten wie der „Space Police” oder den „Pulk”, einem tierischen Volk, geben wir noch zusätzliche Personalisierungsmöglichkeiten mit, damit jedes Kind seinen eigenen BUDDI erschaffen kann.

Klingt spannend. Wie kamt ihr auf die Idee?

Reck: Wir finden, dass sich der heutige Spielzeugmarkt zu sehr auf digitale Geräte fokussiert. Wenn wir an unsere Kindheit denken, waren es doch Spiele wie Fangen mit Freunden oder das Zählen von roten Autos auf der langen Fahrt in den Urlaub, die uns wirklich geprägt haben und in Erinnerung geblieben sind. 

Leonhardt: Ich habe mit meinem Cousin immer Matchbox-Autos aus unserem Baumhaus geschleudert, um zu sehen, was sie aushalten. Und Mathis erzählte mir, dass er mit seinen Freunden immer riesige Löcher gebuddelt hat, um darin Unterschlupf suchen zu können, im Falle eines nuklearen Desasters. Jeder hat da seine eigenen, verrückten Geschichten – und mit dem BUDDI wollen wir den Grundstein für solche Erinnerungen legen.

Tobias Leonhardt und Mathis Reck sind die Erfinder von BUDDIzoom
Tobias Leonhardt und Mathis Reck sind die Erfinder von BUDDI

Reck: Wir gehören zu einer der Generationen, die in ihrer Kindheit noch draußen gespielt hat, aber gleichzeitig bereits mit virtuellen Spielwelten in Berührung gekommen ist. Wir hatten das Glück, beide Welten genießen und schätzen zu dürfen. Die Zeit, die Kinder und Erwachsene heutzutage pro Tag vor dem Bildschirm verbringen, hat den empfohlenen Wert schon längst überschritten. Dieses Ungleichgewicht droht immer größer zu werden – und genau dieses wollen wir ein wenig ausgleichen.

Erfahrungen zeigen aber häufig, dass Kinder ein Spielzeug nur ein paar Mal in die Hand nehmen und dann steht es einsam in der Ecke. Wie trägt BUDDI zur Langzeitmotivation bei?

Leonhardt: Diese Frage stand für uns über die komplette Entwicklung hin im Vordergrund. Wir haben viel recherchiert, den Spielzeugmarkt analysiert und psychologische Aspekte mit einbezogen, um zu sehen, was wirklich dazu beiträgt, dass ein Spielzeug für die Kinder nicht nach kurzer Zeit langweilig wird. Hierfür haben wir für unsere Entwicklung ein eigenes Konzept entworfen, welches wir die „gerahmte Spieloffenheit“ nennen. Steckt man den Rahmen für ein Spiel zu sehr ab, fühlen sich Kinder beengt, haben nicht genug Freiheiten. Aber natürlich sollte Kindern auch aufgezeigt werden, was möglich ist.

Ein gutes Beispiel hierfür ist der Traum unserer Kindheit – LEGO. Was es für uns so erfolgreich macht? Man sieht die Verpackung mit einem riesigen Raumschiff darauf und bekommt damit eine Anregung für den Zusammenbau. Aber man muss es nicht bauen. Genauso gut kann man die Verpackung aufreißen und die Bausteine direkt zu den anderen in eine große Kiste leeren, um anschließend eine Burg zu bauen, das Kind entscheidet selbst. Mit dem BUDDI bieten wir dem Kind diese Freiheiten. Die ersten Sets werden Forscherdrang, Spielleiter und Geheimagent sein – so wird den Kindern schon eine Richtung aufgezeigt, in der sich die Elemente besonders gut einsetzen lassen. Hinzu kommt noch, dass der BUDDI wirklich überall eingesetzt werden kann. Ob auf dem Spielplatz, in der Schule oder Zuhause unter der Bettdecke. Wer weiß, welche Einsatzgebiete die Kinder noch finden werden.

Vielen Dank für das Gespräch!

Lesen Sie demnächst mehr zu BUDDI und dem langen Entwicklungsweg im zweiten Teil des Interviews.

Quelle: UmweltDialog
 

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