23.09.2019
Diese Webseite verwendet Session-Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung dieser zu. Über den Button können Sie diesen Hinweis schließen.
Erklärung zum Datenschutz

22.08.2019

Studium & Beruf

Studierende wohnen auf „Fünf-Sterne-Niveau“

Gut ausgebildete Fachkräfte sind für Betriebe Gold wert. Das Technologieunternehmen Dyson betreibt mit dem „Dyson Institute of Engineering and Technology“ am Unternehmenssitz in Malmesbury sogar eine eigene Hochschule. Jetzt eröffnete dort das „Undergraduate Village“, eine komfortable Anlage mit 63 Wohneinheiten für die Studierenden.

Studierende wohnen auf „Fünf-Sterne-Niveau“

Dyson beschäftigt weltweit über 12.000 Mitarbeiter. Nahezu die Hälfte davon sind Ingenieure und Wissenschaftler. Sie arbeiten beständig an Produktinnovationen nach dem Motto von Unternehmensgründer James Dyson: „Bei uns dreht sich alles um das Erfinden und Verbessern von Produkten.“

Zur Sicherung der Innovationskraft betreibt Dyson wie andere Unternehmen auch eigene Weiterbildungsaktivitäten. 2017 wurde in Kooperation mit der University of Warwick sogar mit dem „Dyson Institute of Engineering and Technology“ eine öffentliche Hochschule gegründet. Die „Undergraduate School“ am Konzernsitz in Malemesbury führt die Studierenden in einem vierjährigen Ingenieursstudium zum Bachelor-Abschluss. 

Damit soll auch dem immer gravierender werdenden Fachkräftemangel entgegengewirkt werden. Der Ingenieursverband Engineering UK beziffert die Zahl der allein bis zum Jahr 2025 im Vereinigten Königreich fehlenden Ingenieure auf 1,8 Millionen.

Anzeige

Gebührenfreie akademische und praktische Ausbildung

Anders als in Großbritannien üblich ist das Studium gebührenfrei. Mehr noch: Die angehenden Ingenieure beziehen sogar ein Gehalt von anfangs 16.000 Pfund (17.966 Euro). Vergleichbar mit einem dualen Studium in Deutschland werden die Studierenden parallel zur akademischen Ausbildung auch praktisch geschult. An drei Tagen pro Woche arbeiten sie in Dysons Global Engineering Team an realen Projekten. „Die Einbindung unserer Bachelor-Studierenden kommt nicht nur ihrem akademischen Wissen zugute, sondern auch den Teams, in denen sie mitarbeiten“, freut sich Institutsdirektor Duncan Piper.

Der Andrang auf die Dyson-Hochschule ist groß. Für den zweiten Jahrgang, der Ende 2018 startete, bewarben sich 950 Schulabgänger auf die letztendlich 43 vergebenen Studienplätze. Der Frauenanteil unter den Ausgewählten ist mit 40 Prozent überdurchschnittlich, genauso wie die Quote von Studierenden aus nicht-akademischen Familien, die im dritten Jahrgang bei 30 Prozent liegt, wie die Unternehmenshochschule hervorhebt.

Übereinandergestapelte Appartments sind der „Hingucker“

Ein echter „Hingucker“ ist das „Undergraduate Village“ auf dem Malmesbury Campus geworden. Der von James Dyson selbst mit dem Architekturbüro WilkinsonEyre entwickelte Komplex ist viel mehr als „nur“ ein Studierendenwohnheim. Nicht weniger als „eine Unterkunft auf Fünf-Sterne-Niveau“ samt umfangreicher Freizeitmöglichkeiten kündigt Dyson an. 

„Das Dyson Institute bietet einen ganz anderen Zugang zur Hochschulbildung, und ich wollte, dass die Räume, in denen die Studenten leben, auf ähnliche Weise unkonventionell sind“, sagt James Dyson und fügt hinzu: „Ich wollte auf keinen Fall einfach nur ein konventionelles Studentenwohnheim bauen, sondern ein gut durchdachtes Gebäude, bei dem wir auch gleich neuartige Materialien und innovative Technologien ausprobieren können.“

In Form eines Dorfes gruppieren sich nun um das „Roundhouse“ mit Café, Bar, Vorführraum und Lernräumen herum 63 Wohneinheiten. Die Anlage sieht spektakulär aus, weil jeweils maximal drei Wohnblöcke frei tragend übereinandergestapelt wurden. Inspiriert wurde diese Bauform vom „Habitat 67“ im kanadischen Montreal, einem futuristischen Projekt des Architekten Moshe Safdie für die Weltausstellung 1967.

Gut durchdachte Gebäude mit innovativen Technologien

Alle Wohneinheiten bestehen aus einem Grundgerüst aus Brettsperrholzpaneelen. Weil diese aus kreuzweise aufeinandergelegten Massivholzlagen bestehen, sind sie hochwertig, stabil, energieeffizient und schnell verbaubar. Im Innern der Wohnungen ist das Holz auch in den Küchen und Bädern freigelegt. Außen wurde es mit Aluminium-Regenschutzplatten verkleidet. Die Dächer der oberen Wohnblöcke wurden begrünt.

Die Bewohner leben in Apartments mit maßgeschneiderten Möbeln, ausreichend Stauraum, komplett eingerichteten Badezimmern, separater Haustür und einer guten Aussicht über das Campusgelände. Die unteren Blöcke öffnen sich direkt zum Garten. In die oberen Wohnungen führen geschwungene Erdrampen.

Für die kostenfreien Freizeitaktivitäten aller Studierenden und Dyson-Beschäftigten wurde neben dem Village der „Hangar“ errichtet. Darin finden ein voll ausgestattetes Fitnessstudio, Sportplätze und Kursräume Platz. Interessierte können von Boxen bis Yoga vieles lernen. Auch Restaurants und Cafés gibt es auf dem Gelände. Die Restaurants werden von Joe Croan geleitet, dem ehemaligen Chefkoch des Sternelokals „L'Escargot“ in Soho.

Mit der Eröffnung des Wohnkomplexes ist die Entwicklung des Malmesbury-Campus‘ noch nicht beendet. Insgesamt hat Dyson ein Investitionsbudget von 31,5 Millionen britischen Pfund (35,37 Millionen Euro) für die ersten fünf Jahre bereitgestellt. Noch im September 2019 soll ein 3.000 Quadratmeter großes Unterrichtszentrum eröffnet werden.

Quelle: UmweltDialog
 

Related Posts

0 Kommentare

Ihr Beitrag

Antwort auf:  Direkt auf das Thema antworten

Netiquette

Unsere Verantwortung/Mitgliedschaften

Logo
Serverlabel
The Global Compact
Englisch
Gold Community
Deutsches Netzwerk Wirtschaftsethik
Caring for Climate

© macondo publishing GmbH
Alle Rechte vorbehalten.

 
Lasche