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24.04.2019

Reporting

Porsche überzeugt mit guten (Öko-)Zahlen

Porsche macht ernst mit der E-Mobilität: Bis 2022 will der Sportwagenhersteller sechs Milliarden Euro investieren, doppelt so viel, wie ursprünglich geplant. Die Zuffenhausener können sich‘s leisten: Das Geschäft brummt, die Fahrzeuge werden ihnen aus den Händen gerissen, die Rendite weilt in schwindelerregenden Höhen. Auch wichtige Nachhaltigkeitskennzahlen überzeugen.

Porsche überzeugt mit guten (Öko-)Zahlen

Neue Spitzenwerte: Die konnte Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG, Mitte März bei Vorlage der Zahlen des Geschäftsjahres 2018 präsentieren. Auslieferungen und Umsatz sind im Vergleich zum Vorjahr nochmals gestiegen, ebenso die Mitarbeiterzahlen. Die Umsatzrendite – also der Wert, der anzeigt, wieviel das Unternehmen je Euro Umsatz verdient – lag bei sagenhaften 16,6 Prozent. Zum Vergleich: Bei der Konzernmutter Volkswagen lag sie im selben Zeitraum bei (immer noch sehr respektablen) 7,3 Prozent.

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Erster rein elektrischer Porsche-Sportwagen in Startlöchern

Blume und sein Finanzvorstand Lutz Meschke streben auch in den kommenden Jahren eine Umsatzrendite von 15 Prozent an. Trotz hoher Investitionen in die Elektrifizierung und die digitale Transformation, die auch bei Porsche lange noch nicht abgeschlossen ist. Eine Milliarde Euro fließt allein nach Zuffenhausen, damit dort ab Herbst 2019 der Taycan vom Band laufen kann, der erste rein elektrische Porsche-Sportwagen. Blume ist „sehr optimistisch“, dass der „ein Erfolg wird“. Bereits jetzt habe man mehr als 20.000 ernsthafte Kaufinteressenten.

Hergestellt wird der erste rein elektrische Porsche-Sportwagen in Zuffenhausen. Für Produktion und Montage des E-Flitzers stellt Porsche 1.500 Beschäftigte ein; das Modell selbst soll komplett CO2-neutral gefertigt werden. Über zugekauften Naturstrom mit Herkunftsnachweis einerseits und ein neues Biogas-Kraftwerk am Standort andererseits. Die städtische Anlage erzeugt Strom aus Bioabfällen und hilft so, die Produktion klimafreundlicher zu gestalten. 

An der Fassade der neuen Taycan-Fabrik will Porsche außerdem erstmals eine Stickstoffdioxid-schluckende Oberflächentechnologie einsetzen. In einem ersten Pilotprojekt wird die High-Tech-Fassade derzeit auf einer Fläche getestet, die circa zehn Parkplätzen entspricht. An der Fassade wirken mit Titandioxid beschichtete Aluminium-Elemente als Katalysator, der Schadstoff-Partikel in unschädliche Bestandteile spaltet. Laut Porsche leistet die 126-Quadratmeter-Testfläche damit soviel zur Luftreinhaltung wie zehn Bäume.

CO2-Ausstoß von Produktion entkoppelt 

Gute Zahlen kann der Sportwagenhersteller auch beim Klimaschutz vorweisen: In Produktion und Logistik hat Porsche den CO2-Ausstoß pro Fahrzeug seit 2014 um satte 75 Prozent gesenkt, vor allem durch Strom aus regenerativen Quellen. Zugleich ging der Energieverbrauch im selben Zeitraum deutlich zurück, nach Angaben des Unternehmens um rund 31 Prozent. Und das obwohl die Zahl der in Zuffenhausen und Leipzig produzierten Fahrzeuge um satte 82 Prozent gestiegen ist: von 101.449 auf 184.791 Einheiten im Jahr 2018. 

Die Porsche E-Performance Model Range.

Um auf Nachhaltigkeitskurs zu bleiben, erhebt der Konzern unter anderem die Kennzahl „Umweltentlastung Produktion“, die sich aus mehreren Parametern speist: Neben CO2-Emissionen und Energieverbrauch zählen dazu die genutzte Gesamtfrischwassermenge oder die verwendete Menge flüchtiger, organischer Verbindungen. Porsche kann auch hier Fortschritte vorweisen: Im Vergleich zu 2014 kommen in der Produktion 34 Prozent weniger Lösungsmittel zum Einsatz. Der Wasserverbrauch pro Fahrzeug ging nach Konzernangaben um 20 Prozent zurück.

Alle wollen bei Porsche schaffen

Auf Zuwachs standen die Zeichen zuletzt bei den Beschäftigten. Im Berichtsjahr arbeitete erstmals mehr als 30.000 Menschen für die Marke, zum 31. Dezember 2018 genau 32.325 Beschäftigte, neun Prozent mehr als Ende des Vorjahres. Ein wesentlicher Jobmotor war laut aktuellem Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht der für den Herbst angekündigte Taycan. Anders als andere Hersteller scheint Porsche-Vorstand Blume auch nicht zu fürchten, dass die E-Mobilität mit herben Jobverlusten einhergehen wird. Im Gegenteil: Sie sei ein Job-Motor, so der Top-Manager Mitte März bei Vorstellung des Berichts.

Als Arbeitgeber bleibt Porsche überaus beliebt. Die Bewerberzahlen stiegen auch im vergangenen Berichtsjahr: Der Konzern erhielt 2018 eigenen Angaben zufolge mehr als 160.000 Bewerbungen – in Zeiten, in denen andere Unternehmen händeringend Personal suchen. Ein Grund für die große Beliebtheit dürfte in den freiwilligen Sonderzahlungen liegen, mit denen Porsche das Engagement seiner Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen immer wieder honoriert. Fürs Geschäftsjahr 2018 summierte sich diese Sonderzahlung auf bis zu 9.700 Euro brutto.

Stiftung für Bildungs- und Sozialprojekte gegründet 

Auch in Sachen gesellschaftliches Engagement lässt sich der Konzern nicht lumpen. Porsche investierte zuletzt bis zu fünf Millionen Euro jährlich für gesellschaftliche, kulturelle und soziale Zwecke. „Wirtschaftlicher Erfolg und soziale Verantwortung gehören für uns untrennbar zusammen“, sagt Oliver Blume. Anlässlich des 2018 gefeierten Jubiläums zum 70-jährigen Bestehen der Marke hat der Konzern im vergangenen Mai zudem die Ferry-Porsche-Stiftung ins Leben gerufen. Sie soll das Porsche Engagement verstetigen. 

Die Stiftung wird vor allem Bildungs- und Sozialprojekte unterstützen und sich in die Kinder- und Jugendförderung einbringen. „Mit der Ferry-Porsche-Stiftung stärken wir unsere bisherigen sozialen und gesellschaftlichen Aktivitäten nachhaltig und unabhängig von unserem unternehmerischen Tagesgeschäft“, so Blume. Bis dato wurde die Stiftung mit 22 Millionen Euro Vermögen ausgestattet, weiteres Kapital soll jedes Jahr aus dem Unternehmensgewinn von Porsche zufließen. Bei anhaltend hoher Umsatzrendite dürfte das ein Batzen sein. 

Über den Bericht 

Die Porsche AG hat Mitte März ihren Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht für das Jahr 2018 vorgelegt. Er besteht aus zwei Bänden: Im ersten – „Perspective“ – legen Autoren, Fotografen, Illustratoren ihre Sicht auf Zukunftsthemen dar. Der zweite Band – „Performance“ – dokumentiert Zahlen, Daten und Fakten des vergangenen Geschäftsjahres. Der Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht liegt auf Deutsch, Englisch, Chinesisch vor und ist online im Porsche Newsroom als Microsite oder PDF in allen Sprachversionen verfügbar.

Quelle: UmweltDialog
 

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