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Compliance

Nachhaltigkeit vs. Compliance: Und das Rennen macht …

Ist Nachhaltigkeit wichtiger? Oder Compliance, also die Regeltreue des eigenen Unternehmens? Viele internationale Fachleute und Top-Manager sehen die Compliance knapp vor der Nachhaltigkeit. Insgesamt messen sie beiden aber viel Bedeutung bei.

25.03.2020

Nachhaltigkeit vs. Compliance: Und das Rennen macht …

Herausgefunden hat das das auf Produkt-Compliance und Nachhaltigkeit spezialisierte Reutlinger Software- und Beratungsunternehmen iPoint-systems, das 754 Compliance-Fachleute, Nachhaltigkeitsexperten und Führungskräfte aus der ganzen Welt dazu befragt hat, mit Schwerpunkten auf Europa und Nordamerika. 

Sie gaben Auskunft darüber, wie wichtig Nachhaltigkeit und Compliance in ihrem Unternehmen sind, wie sich Ausgaben dafür entwickeln und welche Hoffnung sie in diesem Spannungsfeld auf die Digitalisierung setzen. Außerdem wurden sie nach ihrer größten Herausforderung in Sachen Nachhaltigkeit und Compliance im abgelaufenen Jahr befragt.

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Investitionen stabil oder mit Plus 

Dass sie im Großen und Ganzen beiden Bereichen eine ähnlich hohe Bedeutung zuschreiben, korreliert mit steigenden Ausgaben für Compliance und Nachhaltigkeit. Von den befragten Expertinnen und Experten aus 52 Ländern geben lediglich fünf Prozent an, entsprechende Investitionen zuletzt zurückgefahren zu haben. Der Trend geht in die andere Richtung: Die Hälfte der Befragten sieht ein gegenüber dem Vorjahr stabiles Investitionsniveau, der Rest sogar eine Steigerung. 

Und welchen Stellenwert räumen die Top-Manager der Nachhaltigkeit nun ein, im direkten Vergleich mit der Compliance? Die kurze Antwort: einen eher nachrangigen, aber keinesfalls unbedeutenden. Nachhaltigkeit ist den Befragten wichtig. Satte 55 Prozent sprachen ihr die höchste in der Umfrage mögliche Bewertung zu. Nur: Bei der Compliance war dieser Wert mit 70 Prozent noch etwas höher. Heißt aber auch: Wirklich unwichtig waren beide Größen nur der Minderheit.

Angst vor Überregulierung 

Die Ergebnisse decken sich zum Teil mit einer weltweiten Umfrage unter Top-Managern, deren Ergebnisse die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC im Januar vorgelegt hatte. Die Umfrage unter 1.581 Führungskräften aus 83 Ländern offenbarte, dass die bürokratische Überregulierung und der Klimawandel zu den größten Ängsten der Befragten zählen, mithin also klassische Compliance- und Nachhaltigkeitsthemen. Auch hier war die Furcht vor etwaigen Missständen bei der unternehmerischen Regeltreue größer als die vor dem stramm steigenden Meeresspiegel. 

Bemerkenswert an der PwC-Befragung: Nie zuvor in den 22 vorangegangenen Umfragen stellten die Interviewer einen größeren Pessimismus unter den Top-Managern fest – und das, obwohl noch zwei Jahre zuvor nie dagewesene Jubel-Stimmung herrschte. Der Grund laut PwC: um sich greifende Unsicherheit aufgrund der Überregulierung und des Klimawandels. Und die findet sich (mit Abstrichen) auch in der iPoint-Studie: Gefragt, was in 2019 die größte Herausforderung für ihr Unternehmen in Bezug auf Compliance und Nachhaltigkeit war, wiesen etliche Befragte auf die Schwierigkeiten hin, sich stets ändernde regulatorische Vorgaben zu erfüllen. Es werde zunehmend schwieriger, das dafür nötige Wissen zu akkumulieren und regelkonform anzuwenden, so ihre Aussage. 

Überraschendes aus Europa 

Die iPoint-Studie liefert einen weiteren interessanten Befund: Es sind nämlich ausgerechnet die Länder der DACH-Region – Deutschland, Österreich und die Schweiz –, die die Gesamtwertung für die Bedeutung der Nachhaltigkeit etwas nach unten drücken. Befragte aus dieser Region finden sie zwar nicht unwichtig, messen ihr aber eine signifikant geringere Bedeutung zu als ihre Gegenüber in den BENELUX-Ländern sowie in Ost-, Nord- oder Südeuropa. 

Weitere Unterschiede bei der Bewertung von Compliance und Nachhaltigkeit offenbaren Interviewte in asiatischen Ländern, die Nachhaltigkeit insgesamt höher bewerten. Den niedrigsten genießt sie in afrikanischen Ländern – und europäischen. Das überrascht um so mehr, als Europa oft als Vorreiter „grünerer“ Lebens- und Wirtschaftsweisen gilt.

Vor einem Wolkenkratzer schaut eine Frau in die Ferne.

Im Osten geht die Sonne auf

Auf dem „alten“ Kontinent residieren die größten Fans unternehmerischer Nachhaltigkeit der iPoint-Erhebung zufolge in osteuropäischen Ländern. Noch weiter ostwärts geht dann auch tatsächlich nicht nur metaphorisch die Sonne auf: Unternehmen aus Indien und asiatischen Ländern sind es laut Erhebung, die in Zukunft die größten Zuwächse in ihren Nachhaltigkeitsinvestitionen planen – und beim Kostendrücken am stärksten auf die Segnungen der Digitalisierung vertrauen.
Apropos Digitalisierung: Ein Großteil der von iPoint Befragten geht in der Tat davon aus, dass Bits und Bytes helfen können, die Kosten für Compliance und Nachhaltigkeit zu drücken. Mehr als die Hälfte glaubt sogar, dass sie nicht nur Kosten spart, sondern auch hohe Einsparungen ermöglicht. 16 Prozent meinen allerdings, dass die eingesparten Summen vernachlässigbar sind. Ausgerechnet im digital-affinen Nordamerika glauben die wenigsten Befragten, dass die Technik in diesen Feldern in niedrigeren Kosten mündet.

Druckfrisches iPoint-Whitepaper zum Thema

Wer tiefer in die Zusammenhänge zwischen Nachhaltigkeit und Complicance eintauchen und mehr über aktuelle Trends in diesem Feld lernen möchte, kann dies mit einem druckfrischen Whitepaper von iPoint. Es trägt den Titel "Sustainablility & Compliance Trend Survey 2019" und steht auf der iPoint-Website zum kostenlosen Herunterladen bereit.

Quelle: UmweltDialog
 

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