Wirtschaft & Strategie

SCHOTT Pharma macht Dekarbonisierung messbar

SCHOTT Pharma hat ein Tool zur Berechnung des CO₂-Fußabdrucks pharmazeutischer Primärverpackungen entwickelt, das nun erfolgreich extern validiert wurde. Das Tool macht CO₂-Produktfußabdrücke messbar und stellt damit eine faktenbasierte Vergleichbarkeit verschiedener Verpackungslösungen her. So können Kunden fundierte Entscheidungen zur Dekarbonisierung ihrer Produkte treffen und gezielt Scope-3-Emissionen in der Lieferkette reduzieren.

13.10.2026

SCHOTT Pharma macht Dekarbonisierung messbar

SCHOTT Pharma, ein Pionier für pharmazeutische Aufbewahrungslösungen und Verabreichungssysteme, hat sein Tool zur Berechnung des CO₂-Produktfußabdrucks (engl. Product Carbon Footprint, kurz PCF) von pharmazeutischen Primärverpackungen gemäß der PCF-Richtlinie von Together for Sustainability (TfS) validieren lassen. Da sich Pharmaunternehmen zunehmend auf die Reduzierung von Scope-3-Emissionen in ihren Wertschöpfungsketten konzentrieren, wächst der Bedarf an vergleichbaren und extern validierten Daten zum CO₂-Fußabdruck ihrer Produkte. SCHOTT Pharma setzt sich für die Entwicklung von Lösungen zur Dekarbonisierung der Lieferkette ein, etwa durch den geplanten Einsatz von pharmazeutischem Glas mit einem um bis zu 50 Prozent reduzierten CO₂e-Produktfußabdruck sowie durch neue Ansätze im Bereich Kreislaufwirtschaft. Um solche Lösungen jedoch in messbare Vorteile zu übersetzen, müssen ihre Auswirkungen auf die Umwelt konsistent und transparent quantifiziert werden. Das neue PCF-Berechnungstool ermöglicht es Pharmaunternehmen nun, auf Emissionsdaten für Fläschchen oder vorfüllbare Glas- und Polymerspritzen zuzugreifen, die sowohl den Container selbst als auch die vorgelagerte Wertschöpfungskette abdecken.

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„Die Dekarbonisierung erfordert die Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Unser validiertes Berechnungstool bietet die Datengrundlage, die Kunden und Lieferanten hilft, gemeinsam wirksame Maßnahmen zur Emissionsreduzierung zu identifizieren, zu priorisieren und zu skalieren“, sagte Reinhard Mayer, CFO von SCHOTT Pharma.

Entscheidungsgrundlage zur Reduktion von Scope-3-Emissionen

Viele Pharmaunternehmen haben sich ehrgeizige Dekarbonisierungsziele gesetzt. Die Emissionen in der Lieferkette machen dabei mitunter den größten Anteil ihres CO₂-Fußabdrucks aus. Um wirksame Maßnahmen zur Reduktion von Scope-3-Emissionen zu identifizieren und zu priorisieren, benötigen sie daher zunehmend objektive Emissionsdaten ihrer Lieferanten auf Produktebene. Unterschiedliche Berechnungsmethoden ohne externe Validierung erschweren jedoch den Vergleich des CO₂-Fußabdrucks zwischen verschiedenen Anbietern und Produkten. SCHOTT Pharma begegnet dieser Herausforderung mit der Ausrichtung des Berechnungsansatzes für den CO₂-Produktfußabdruck an der TfS-PCF-Richtlinie, die die Anforderungen der meisten Kundenanfragen abdeckt. Um die Zuverlässigkeit und konsistente Anwendung zu gewährleisten, wurden Methodik und Berechnungstool unabhängig von GUTcert validiert.

Die unabhängige Validierung durch GUTcert erfolgte gemäß ISO 14067:2019 (einschließlich Anhang C), dem GHG Protocol Product Standard und dem TfS-3.0-Rahmenwerk. Dabei wurden die zugrunde liegende Methodik sowie die PCF-Richtlinie 2.0 des SCHOTT-Konzerns, die Berechnungslogik und Datenflüsse, die Systemgrenzen, die Datenqualität und Annahmen sowie der Berichtsansatz bewertet.

Um die praktische Anwendbarkeit zu demonstrieren, verifizierte GUTcert zusätzlich drei repräsentative PCFs aus dem Portfolio von SCHOTT Pharma, darunter eine sterile 1 ml long syriQ® Glasspritze, eine sterile 1 ml long SCHOTT TOPPAC® Polymerspritze und ein 2 ml Standardfläschchen in TopLine-Qualität. Die Emissionen wurden in Gramm CO2e pro produziertem Stück berechnet, wobei ein Cradle-to-Gate-Ansatz verwendet wurde, der die Rohstoffgewinnung, die Vorproduktion, den vorgelagerten Transport, die Produktion und die Lagerung umfasst.

Die Kombination aus validierter Methodik und verifizierten PCFs bestätigt, dass SCHOTT Pharma die Standards der TfS-PCF-Richtlinie zuverlässig auf pharmazeutische Verpackungslösungen anwenden kann.

„Die Reduzierung der Scope-3-Emissionen beginnt mit fundierten Entscheidungen. Vergleichbare CO₂-Emissionsdaten helfen uns und unseren Kunden zu erkennen, wo Produktinnovationen die größten Auswirkungen auf die Umwelt haben können. Mit unserem validierten Berechnungstool sind wir nun in der Lage, diese Daten zuverlässig für unser Portfolio bereitzustellen“, sagt Dr. Arne Kloke, Head of Sustainability & Service bei SCHOTT Pharma.

Durch die Schaffung eines standardisierten und extern verifizierten Ansatzes zur Erfassung des CO₂-Produktfußabdrucks trägt SCHOTT Pharma dazu bei, die Datengrundlage zu schaffen, die für die Dekarbonisierung in der gesamten pharmazeutischen Wertschöpfungskette erforderlich ist.

Lesen Sie mehr über das Engagement von SCHOTT

Quelle: UD/cp

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