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Niederländische Forscher wandeln CO2 in Sprit um

11.10.2017

Niederländische Forscher wandeln CO2 in Sprit um

Forscher der Technischen Universität Delft haben einen Weg gefunden, aus Luft Alkohol, der auch als Treibstoff genutzt werden kann, und andere Kohlenwasserstoffe herzustellen. Elektrochemische Reduktion nennt sich der Prozess. Kohlendioxid (CO2) in der Luft könnte dabei als Rohstoff dienen.

Abgase von Kohlekraftwerken

In der Praxis setzen die niederländischen Wissenschaftler allerdings konzentriertes CO2 ein, das aus den Abgasen von Kohlekraftwerken abgeschieden worden ist. Das ist ein Verfahren, um den CO2-Anstieg in der Atmosphäre zu reduzieren. Das Klimagas als Rohstoff zu nutzen, erscheint sinnvoller als es unter Tage einzulagern - ein Verfahren, das zudem umstritten ist.

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Das CO2 wird gemeinsam mit Wasserdampf durch eine Kammer gepustet, in der eine hohe Spannung herrscht. Die dazu nötige elektrische Energie stammt aus Sonne und Wind. Zudem befindet sich darin ein Katalysator. Ein wichtiges Produkt, das dabei entsteht, ist Kohlenmonoxid, einer von zwei Bestandteilen des Synthesegases. Dieses kann in nahezu beliebige Treibstoffe umgewandelt werden. Außerdem entstehen Erdgas, Ethylen, Essigsäure sowie die Alkohole Methanol und Ethanol.

Kat bestimmt Produktpalette

Welche Produkte bei diesem Verfahren überwiegen, hängt vom Katalysator ab. Beim Einsatz von Nanodrähten aus Kupfer entstehen vor allem Kohlenwasserstoffe. Bei nanoporösem Silber ist die Ausbeute an Kohlenmonoxid besonders groß. Eine Platin-Gold-Legierung erzeugt vor allem Essigsäure. Ming Ma, Materialforscher am Smith Lab for Solar Energy Conversion and Storage an der TU Delft, hat noch einen weiteren Faktor gefunden, mit dem sich die Produktpalette gezielt steuern lässt: Die Länge der Nanodrähte.

Der nächste Schritt ist, das Verfahren zur Serienreife zu führen, um es industriell zur günstigen Herstellung von Sprit und chemischen Rohstoffen zu nutzen. Damit lässt sich der Verbrauch von Erdöl und Erdgas reduzieren. Am Max-Planck-Institut für Eisenforschung in Mülheim an der Ruhr arbeiten Forscher ebenfalls an der elektrochemischen Reduktion von Kohlendioxid.

 
Quelle: UD/pte

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