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NABU: Verschärfte Kriterien für naturverträgliche Energiewende

09.02.2016

NABU: Verschärfte Kriterien für naturverträgliche Energiewende

Im Januar 2016 sind bei dem vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) getragenen Ökostromsiegel Grüner Strom neue Kriterien für den naturverträglichen Ausbau erneuerbarer Energien in Kraft getreten. Die Labelkriterien stellen den Konsens aller sieben Träger - neben dem NABU unter anderem BUND, Deutscher Naturschutzring, EUROSOLAR und die VERBRAUCHER INITIATIVE - zur Vereinbarkeit von Naturschutz und Energiewende dar. Die neuen Umweltanforderungen gelten ab sofort für alle 80 Energieanbieter, die Ökostrom mit dem Label vertreiben.

"Wir brauchen die Energiewende und noch mehr erneuerbare Energien", sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. "Aber auch Erneuerbare-Energien-Anlagen bedeuten einen Eingriff in Natur und Umwelt mit teils gravierenden Nebenwirkungen. Deshalb ist es wichtig, dass Naturschutz-Kriterien schon bei der Förderung beachtet werden. Das Grüner Strom-Label ist ein gutes Beispiel für die Verknüpfung von Förderung und aktuellen naturschutzfachlichen Standards."

Durch die Grüner Strom-Zertifizierung sind die Energieanbieter dazu verpflichtet, neue Anlagen und innovative Energieprojekte zu fördern. In welche regenerativen Kraftwerke die Fördergelder fließen, regeln Umweltanforderungen, die oft über das gesetzliche Maß hinausgehen. Sie wurden im neuen Kriterienkatalog, der im letzten Jahr veröffentlicht wurde und Anfang 2016 verbindlich in Kraft trat, weiter präzisiert und ausgebaut.

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Kein Flächenfraß für Solarkraft

Neue Solar-Freiflächenanlagen zum Beispiel sind nur auf versiegelten oder vorbelasteten Flächen, zumindest aber auf Flächen mit geringer naturschutzfachlicher Bedeutung förderfähig. Ihre Einwirkungen auf den Naturhaushalt sollen möglichst gering sein. Auch für neue Biomasse- und Wasserkraftanlagen gelten strenge Kriterien. Bei vielen Technologien können nun auch freiwillige Naturschutzmaßnahmen finanziert werden, zum Beispiel bei Onshore-Windenergie.

"Für unsere Trägerverbände - darunter führende Naturschutzverbände - ist entscheidend, dass erneuerbare Energien zügig und zugleich umweltverträglich ausgebaut werden. In der momentanen politischen und energiewirtschaftlichen Lage keine Selbstverständlichkeit", erläutert Rosa Hemmers, Vorsitzende des Grüner Strom Label e.V. und Vorstandsmitglied von EUROSOLAR Deutschland. "Bei den meisten Ökostromprodukten am Markt gibt es leider keine direkte Förderung neuer Anlagen, geschweige denn zusätzliche Umweltanforderungen. Bei den von uns zertifizierten Produkten legen wir den Fokus deshalb noch stärker als bisher auf garantierte Investitionen in ökologisch besonders hochwertige Anlagen."

 
Quelle: UD/na

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