20.05.2018

15.02.2018

Textilien

Mehr als nur Slow Fashion – Was Nachhaltigkeit in der Mode ausmacht

Nachhaltigkeit hält Einzug in alle Bereichen des täglichen Lebens. Dabei geht es nicht nur um ein ökologisches, sondern auch ein soziales Gewissen, das Endverbraucher und Unternehmen gleichermaßen zum Umdenken bewegt. Dazu gehören fairere Arbeitsbedingungen, ressourcenschonendes Arbeiten, transparente Handelswege und Recycling. Schließlich sind die natürlichen Rohstoffe der Erde begrenzt und nicht nur in unserem eigenen Interesse, sondern auch im Interesse zukünftiger Generationen stehen wir in einer gewissen Bringschuld. Auch in der Modebranche wird Nachhaltigkeit immer wichtiger und es zeigt sich, dass die sonst so schnelllebige Fashionbranche bereit ist zum Umdenken.

Mehr als nur Slow Fashion – Was Nachhaltigkeit in der Mode ausmacht

Was macht Mode nachhaltig? Wenn von Nachhaltigkeit in der Modebranche gesprochen wird, so gilt es Grundsätzliches zu unterscheiden. Auf der einen Seite geht es um Nachhaltigkeit beim Design und beim Verbraucher. Das lässt sich etwa durch den Trend zur Slow Fashion gut beschreiben. Slow Fashion umfasst all jene Kleidungsstücke, die vom Kunden nicht nach wenigen Wochen wieder entsorgt werden müssen, weil sie von niederer Qualität sind oder einfach nur einem schnellen Modetrend entsprechen. Slow Fashion ist haltbar und damit nachhaltig, sie erfüllt ihren Zweck über Jahre und kann gegebenenfalls auch noch einen zweiten Modefrühling als Second-Hand-Mode erleben. Die Ressourcen zur Fertigung und der Arbeitsaufwand müssen nur einmal getätigt werden, gleichzeitig rechtfertigt die Langlebigkeit einen höheren Kaufpreis für den Kunden, was fairere Arbeitsbedingungen auf Fertigungsseite ermöglicht.

Aber Nachhaltigkeit in der Mode kennt noch ein anderes Gesicht und das bezieht sich eher auf die ökologische Bilanz, sprich den Einsatz natürlicher, nachwachsender Rohstoffe oder von Recyclingmaterialien. Bereits heute setzen viele Unternehmen auf natürliche Rohstoffe, so auch die Modemarke JACK & JONES. Das Unternehmen vertreibt neben Jeans und Schuhen auch Hoodies aus nachhaltigen und ökologischen Rohstoffen. Bei rund 19 Prozent der eingesetzten Fasern handelt es sich um Bio-Baumwolle, außerdem ist das Modehaus im Heimatland des Unternehmens auch einer der Vorreiter, was ethische Arbeitsbedingungen angeht. Als Mitglied der Danish Ethical Trading Initiative arbeiten sie außerdem daran, dass ökologisches Denken nicht mit ökonomischer Ausbeutung einhergeht.

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Weiterdenken für Mensch und Umwelt

Nachhaltiges Handeln wird in Zukunft eine immer entscheidendere Rolle für Unternehmen spielen. Doch auch der Verbraucher kann mit einfachen Mitteln seinen Alltag nachhaltig gestalten. Dies fängt beim Mitbringen des eigenen Jutebeutels oder der Tasse für den Coffe to go an und trägt sich fort bis in die Fertigung und den Vertrieb. Dabei geht es beim Thema Nachhaltigkeit nicht nur um den Ersterwerb, sondern auch um Upcycling, Second Hand, Fairtrade, kurze Handelswege und eine niedrige Schadstoffbilanz. Auch von Kundenseite aus werden die Themen Kleidertausch, Upcycling und Nachhaltigkeit immer wichtiger, wie unter anderem Spiegel online berichtet. Grundsätzlich haben Kunden es in der Hand, zu entscheiden, wie nachhaltig die Hersteller arbeiten. Denn jedes gekaufte Oberteil, jeder erworbene Schuh ist ein Stimmzettel. Wenn Nachhaltigkeit und Fairness zu echten Auszeichnungen werden, dann sind auch mehr und mehr Hersteller bereit, umzudenken und umzuschwenken. Dann wird nachhaltige Mode nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel sein – und was könnte kleidsamer sein als ein gutes Gewissen?

Quelle: UD/cp
 

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