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Dietmar Horn, Ministerialdirektor im Bundesumweltministerium, Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamtes, Olaf Tschimpke, Präsident des NABU Deutschland, und IPR-Sprecher Ulrich Feuersinger (v.l.n.r.) bei der Vorstellung des Recyclingpapier-Reports in Berlin.

03.04.2015

Recyclingpapier: Vom Exoten zum Trendsetter

In der Wahrnehmung von Recyclingpapier hat sich in den vergangenen Jahren ein Bewusstseins- und Imagewandel vollzogen, der eine steigende Nutzung des Papiers mit dem bekanntesten deutschen Umweltzeichen, dem Blauen Engel, bewirkt hat. Recyclingpapier hat sich damit aus der einstigen Nische herausbewegt und ist für eine stetig wachsende Zahl von Unternehmen und Behörden zu einem sichtbaren Symbol für ressourceneffizientes und klimaschonendes Handeln geworden.

Diese Zwischenbilanz zogen die Initiative Pro Recyclingpapier (IPR), das Bundesumweltministerium (BMUB), das Umweltbundesamt (UBA) und Deutschlands mitgliederstärkster Umweltverband NABU anlässlich der Vorstellung des ersten Recyclingpapier-Reports und des 15-jährigen Bestehens der IPR. „Die ökologischen Vorteile werden klar erkannt und die Akzeptanz konnte spürbar verbessert werden. Recyclingpapier ist heute ein positiver Imageträger für alle Organisationen, die sich am Leitbild der Nachhaltigkeit orientieren“, so Ulrich Feuersinger, Sprecher der IPR.

Recyclingpapier liegt im Trend

Bei Gründung der IPR im Jahr 2000 war die Nutzung von Recyclingpapier noch rückläufig und in der Wirtschaft besonders schwach ausgeprägt. Mittlerweile bestätigt sich auch hier ein neuer Trend, wie 70 CEOs bekannter Unternehmen im Rahmen der IPR-Kampagne „CEOs pro Recyclingpapier“ zeigen, die sich persönlich mit konkreten Zielen für Recyclingpapier engagieren und an die Spitze einer deutschlandweiten Bewegung stellen.

„Recyclingpapier ist ein Paradebeispiel für höchste Ressourcen- und Energieproduktivität und weist als bewährtes Kreislaufprodukt einen einfachen sowie zügig umsetzbaren Weg in eine ressourceneffiziente Wirtschaft und Verwaltung. Das Maßnahmenprogramm Nachhaltigkeit der Bundesregierung fordert daher die Bundesbehörden dazu auf, mindestens 90 Prozent Recyclingpapier einzusetzen“, unterstreicht Dietmar Horn, Ministerialdirektor im BMUB. Rund 40 Prozent der Bundesbehörden haben dieses Ziel bereits erreicht und machen dies öffentlich transparent.

Engagierte Kommunen

Vorbildhaft sind bereits Deutschlands Kommunen. Dies zeigt das hohe Engagement der Städte beim jährlich herausgegebenen „Papieratlas“. So verwenden allein neun von zehn deutsche Großstädte durchschnittlich bereits über 80 Prozent Recyclingpapier mit seit Jahren kontinuierlich steigenden Quoten.

Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamtes, sagte: „Moderne Recyclingpapiere sind nicht nur gut für die Umwelt, sie haben auch eine exzellente grafische Qualität für alle Belange. Die Vorurteile gehören schon seit langem der Vergangenheit an. Dies betrifft auch das Thema Archivierbarkeit: Papiere mit dem Blauen Engel haben eine Lebensdauer, die höchsten Ansprüchen gerecht wird und deutlich über die gesetzlichen Aufbewahrungsfristen hinausgeht“.

Nicht nur reden, sondern auch handeln

Olaf Tschimpke, Präsident des NABU Deutschland, fordert daher, dass „nicht nur über Nachhaltigkeit geredet werden darf, sondern auch am Schreibtisch umgesetzt wird. Es gibt keinen Grund, Recyclingpapier nicht zu verwenden, man muss es einfach nur tun“. In diesem Zusammenhang appellieren BMUB, UBA, NABU und IPR an Unternehmen und Behörden, ökologische Einsparpotenziale mit Blauer-Engel-Papieren zukünftig noch viel konsequenter zu nutzen. Es komme jetzt darauf an, dass gestiegene Wissen um die Vorteile von Recyclingpapier in entsprechendes Handeln zu transferieren.

Der Report sthet hier zum Download bereit.

 
Quelle: UD/pm

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