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06.02.2015

Ab wann lohnt eine neue Heizanlage?

Gas ist ein „Dauerbrenner“: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wählen mehr als die Hälfte der Deutschen Gas als Brennstoff. Liegt bereits ein entsprechender Anschluss vor, ist ein Gas-Brennwert-Heizkessel eine gute Investition, da die Energieausbeute des Gases optimal ist und der Nutzer so Energie spart. In ihrer Serie „Heiße Technik – Die richtige Heizung fürs Haus“ informiert die Klimaschutzkampagne „Haus sanieren – profitieren“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) über Möglichkeiten, seinen eigenen vier Wänden wirkungsvoll und energiesparend einzuheizen.

Denn moderne Heizungsanlagen „arbeiten“ häufig zwar weiter mit Öl und Gas, sind aber effektiver und stoßen weniger Umweltschadstoffe aus als ältere Anlagen. Die DBU-Kampagne empfiehlt, das Haus als Einheit zu verstehen und eine neue Heizungsanlage nicht unabhängig von wärmedämmenden Fenstern und Fassaden einzusetzen.

„Ein Gaskessel mit Brennwerttechnik ist eine kostengünstige Variante der Gasheizungen. Bei diesem System werden auch, und das ist das Besondere, die heiße Abluft und der bei der Verbrennung entstandene Wasserdampf genutzt“, erklärt Andreas Skrypietz, Leiter der DBU-Kampagne, den Nutzwert der Anlagen. Aber auch der Brennwert von Heizöl könne bei Öl-Brennwertkesseln genutzt werden. „Die Kosten mit Öl sind etwas höher, da hier die Gerätetechnik noch aufwändiger und jünger am Markt ist.“ Außerdem müsse Platz für die Öltankanlage sein. 

Wasserdampf bindet Wärme

Ob Gas oder Öl - aus beiden Brennstoffen entstehe Wasserdampf, der die Wärme des Abgases binde. Bei der konventionellen Heiztechnik verschwinde diese Wärme ungenutzt mit dem Abgas. Skrypietz: „Brennwertheizungen nutzen die im Wasserdampf enthaltene Wärme, indem der Dampf über Wärmetauscher am kühleren Wasser aus dem Heizungsrücklauf vorbeigeleitet wird und kondensiert. Die Wärme wird dabei an das Wasser im Heizkreislauf weitergegeben. So entsteht der Brennwerteffekt.“

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Heizkessel, die älter als 20 Jahre sind, entsprächen in der Regel nicht mehr dem Stand der Technik. Skrypietz: „Lassen Sie deshalb von einem Sanitär- und Heizungsfachmann der örtlichen Handwerkskammer prüfen, ob Sie auf eine umweltfreundlichere Heiztechnik, wie etwa die Brennwerttechnik, umsteigen können.“ 

Umstieg auf erneuerbare Energien

Ein Vollkostenvergleich aus Kapital-, Verbrauchs- und Betriebskosten könne eine Übersicht darüber geben, welcher Brennstoff für die eigenen Bedürfnisse der richtige sei. Im Sinne des Klima- und Umweltschutzes sei es jedoch auch sinnvoll zu überlegen, auf Öl und Gas als endliche Energiequellen zu verzichten und sich langfristig mit erneuerbaren Energiequellen von steigenden Nebenkosten unabhängig zu machen.

Experten zum Thema Heizung finden Interessierte in der „Energie-Checker“-Suche auf der Kampagnenhomepage sanieren-profitieren.de. Zu deren Firmenservice zählt auch der kostenfreie DBU-Energie-Check, der die Schwachstellen unsanierter Ein- und Zweifamilienhäuser aufdeckt.

 
Quelle: UD/pm

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