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Elektromüll in Unternehmen minimieren und fachgerecht entsorgen

15.02.2018

Elektromüll in Unternehmen minimieren und fachgerecht entsorgen

Mülltrennung, Recycling und Flaschenpfand - die Deutschen werden oft als Vorbild genannt, wenn es um Umweltschutzmaßnahmen geht. Dabei führt Deutschland die traurige Hitliste im Plastikverschleiß an: 11,7 Millionen Tonnen Kunststoff verbraucht die Bundesrepublik pro Jahr - so viel wie kein anderes Land in Europa. Recycelt werden davon nur 42 Prozent, während es die Dänen schaffen, ganze 90 Prozent ihres Plastikmülls wiederzuverwerten. Ein weiteres Problem stellt Elektroschrott dar, der neben Plastik den größten Anteil am europäischen Müllberg ausmacht. Jährlich landen elektronische Geräte mit einem Gesamtgewicht von 9,5 Millionen Tonnen im Müll. Kein Wunder, denn wir sind umgeben von Technik, die in immer kürzeren Abständen entsorgt werden muss.

Elektrogeräte wie Computer, Drucker und Smartphones weisen immer kürzere Produktlebenszyklen auf, nicht zuletzt, weil sich die Technik immer schneller weiterentwickelt. Dadurch fällt jährlich immer mehr Elektromüll an. Laut EU-Richtlinie muss Elektromüll fachgerecht entsorgt oder wiederverwendet werden, doch die Realität sieht meist anders aus: Nur wenig wird recycelt; die meisten Geräte werden nach Afrika, China oder Indien verschifft und landen dort auf illegalen Müllkippen. Von dort gelangen giftige Stoffe wie Quecksilber, Arsen oder Blei aus den Geräten ins Grundwasser, was für Mensch und Umwelt extrem schädlich ist. Dabei kann jeder Einzelne dafür sorgen, dass sein Elektromüll fachgerecht entsorgt wird.

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Elektromüll in Unternehmen

In Büros werden täglich zahllose Computer, Telefone, Drucker, Kopierer und andere Elektrogeräte genutzt. Die hohe Abnutzungsrate führt dazu, dass dort besonders viel Elektroschrott entsteht. Unternehmen können daran zwar kaum etwas ändern, da die Geräte zum Arbeitsalltag gehören, doch sie können einen Teil dazu beitragen, dass nicht mehr genutzte oder defekte Geräte recycelt oder korrekt entsorgt werden. Dazu stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.

Recyclinghöfe: Kommunen müssen Sammelstellen wie beispielsweise Recyclinghöfe bereitstellen, wo Verbraucher ihre Elektro-Altgeräte kostenlos abgeben können. Wer den Elektromüll abholen lässt, muss meist eine Gebühr zahlen.

Zurück an den Händler: Ob Druckerpatronen, Drucker oder Computer - manche Händler und Hersteller bieten ihren Kunden an, alte oder kaputte Ware wieder zurückzuschicken und sich um das Recycling der Produkte oder die fachgerechte Entsorgung zu kümmern. Einige Händler sind seit dem 24. Juli 2016 sogar dazu verpflichtet.

Recycling-Unternehmen beauftragen: Des Weiteren besteht die Möglichkeit, ausrangierte Elektrogeräte an Firmen zu geben, die zum Beispiel Computer, Monitore und Smartphones wieder aufarbeiten. Nach der Reinigung werden die brauchbaren Geräte gegebenenfalls mit neuen Tastaturen, stärkeren Speichern und neuen Akkus ausgestattet und günstig weiter verkauft.

Spenden: Unternehmen müssen oft mit der aktuellsten Hardware ausgestattet sein und sind daher in manchen Fällen gezwungen, noch funktionierende Geräte aussortieren. Diese können statt entsorgt auch einfach gespendet werden. Alte Handys etwa kann man dem Verein "Pro Wildlife e.V." zukommen lassen. Für jedes gesammelte Handy wird an das Pro-Wildlife-Affenschutzprogramm gespendet.

Wichtig: Bevor man Altgeräte entsorgt, sollte man immer sicherstellen, dass alle Daten komplett überschrieben sind, damit sie nicht an Dritte geraten können.

Hardware sparen: Rechenzentrum in die Cloud verlegen

Immer mehr Unternehmen setzen auf Cloud Computing; schließlich bringt der Service viele Vorteile mit sich. Dazu gehört auch, dass die Technologie aufgrund modernster Techniken umweltfreundlicher ist als klassischen lokalen Rechenzentren im Unternehmen. Spezialisierte Dienstleister stellen stets aktuelle Data Center für die Cloud bereit. Dienstleistungen wie "Infrastructure as a Service" (IaaS) von ProfitBricks erlauben zudem eine bedarfsgerechte Skalierung, da nur die tatsächlich benötigten Ressourcen zur Verfügung gestellt werden.

Cloud-Dienst-Anbieter verfügen zudem über stromsparende und effiziente Hardware, dank derer sie bessere Emissionswerte als viele klassische Rechenzentren aufweisen. Diese zusätzliche Hardware, die die meiste Zeit im Büro gar nicht verwendet wird, müssen Unternehmen, die auf Cloud Computing ausweichen, nicht erst kaufen. Damit sparen sich Unternehmen nicht nur das Geld für teure Anschaffungen, sondern reduzieren auch die Menge an anfallendem Elektroschrott.

 
Quelle: UD/cp

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