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19.03.2012

VW Braunschweig lobt Preis für Respekt und Toleranz aus

Der auf Initiative des Betriebsrats ins Leben gerufene „Sally-Perel-Preis“ wird 2012 nach den Sommerferien zum ersten Mal ausgeschrieben. Er soll Jugendliche in Schulen, Vereinen und Betrieben dazu anregen, sich für Respekt und Toleranz zu engagieren. Vergeben wird der Preis erstmals 2013 und dann jedes Jahr neu ausgeschrieben.

Foto: pixelio.de/S.Hofschlaeger
Foto: pixelio.de/S.Hofschlaeger

Für das Volkswagen Werk Braunschweig ist der respektvolle Umgang mit seinen Partnern im In- und Ausland Teil der Unternehmenskultur und Erfolgsfaktor zugleich. Auch am Standort selbst ist die Zusammenarbeit zwischen Menschen aus über 20 Nationen von Toleranz und gegenseitigem Respekt geprägt. Diese Haltung des Werkmanagements, des Betriebsrat und der Belegschaft ist außerhalb des Werkes bereits bei vielfältigen Aktionen in Braunschweig deutlich geworden. Das Ziel, offensiv für Respekt und Toleranz einzutreten, verfolgt auch der Sally-Perel-Preis.

Sally Perel hat als Jude den Nationalsozialismus überlebt, weil er die Identität eines Hitlerjungen angenommen hatte. Als Josef Perjell kam er 1943 als 18-Jähriger nach Braunschweig in das damalige Vorwerk. Selbstverleugnung und Angst bestimmten seinen Tagesablauf, der aus technischer Ausbildung, vormilitärischem Drill und Erziehung zum Nationalsozialismus bestand. Die Zeit seiner Doppelidentität endete am 22. April 1945. Sally Perel hat erfahren, wie rassistisches Gedankengut zu Verfolgung, Not und Gewalt führte. Der 86-Jährige hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, seine Erfahrungen an junge Menschen weiterzugeben und auf die Gefahren eines erneut aufkeimenden Rassismus aufmerksam zu machen.

„Sally Perel ist eine außergewöhnliche Persönlichkeit, die sich selbst im hohen Alter mit großem Engagement für Respekt und Toleranz einsetzt. Das ist der Grund, warum dieser Preis seinen Namen trägt“, erklärt Sebastian Patta, Personalleiter im Werk Braunschweig. Sally Perel selbst sagt: „Tief bewegt habe ich die Namensnennung zur Kenntnis genommen, stimme ihr zu und bedanke mich für die mir erwiesene Ehre. Ich sehe es als Krönung meiner  jahrelangen Aufklärungstätigkeit.“

„Mit dem Sally-Perel-Preis setzt sich das Engagement des Werkes fort. Unsere Aktivitäten gegen Aufmärsche Rechtsradikaler in Braunschweig haben im letzten Jahr in starkem Maße Jugendliche unterstützt. Diesen Weg wollen wir gemeinsam mit dem Werkmanagement fortsetzen und noch mehr Jugendliche motivieren, für Respekt und Toleranz aktiv zu werden“, so der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende des Werks Braunschweig Mathias Möreke.

 
Quelle: UD / cp

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