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Mittwoch, 22.November 2017

04.01.2011

Nachwuchs für die Wirtschaft - Miele übernimmt Schulpartnerschaft

Mit lokalen Kooperationsprojekten will Miele dem erwarteten Fachkräftemangel vorbeugen. Die Zusammenarbeit der Werke Oelde, Gütersloh und Warendorf mit Schulen aus der Region soll das Interesse der Schüler an technischen und handwerklichen Berufen wecken und Talente in diesen Bereichen praxisbezogen fördern. Auch für die Schüler ergeben sich Chancen, können sie doch frühzeitig Kontakt mit Arbeitgeben herstellen und Produktionsmethoden und -vorgänge hautnah erleben.

Bild: Miele
Bild: Miele

Bald jeder zweite Landkreis wird in den kommenden Jahren Arbeitsplätze aufgrund des Fachkräftemangels verlieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Beratungsunternehmens PwC und des Hamburger Weltwirtschaftsinstitutes. Schätzungen der Bundesregierung aus dem Jahr 2007 beziffern den sich daraus ergebenen Verlust für die Wirtschaft auf einen zweistelligen Milliardenbetrag. Auch wenn in den letzten Monaten eine Diskussion über die tatsächliche Haltbarkeit solcher Zukunftsszenarien entbrannt ist, klagen bereits heute 40 Prozent der Unternehmen über das Fehlen von gut ausgebildetem Nachwuchs, berichtet das Münchener Ifo-Insitut.

Vorsorge stärkt die zukünftige Handlungsfähigkeit

Mit ihren Kooperationsinitiativen will das Gütersloher Familienunternehmen Miele diesem Problem offensiv begegnen. In Zusammenarbeit mit Realschulen in Oelde und Warendorf sowie einer Gesamtschule in Gütersloh wurde ein Programm entwickelt, dass Jugendliche für eine mögliche Ausbildung zum Facharbeiter in der Industrie sensibilisiert. Durch den frühen Kontakt mit dem Ausbildungspartner Miele soll dabei nicht nur das Interesse der Schüler geweckt werden, sondern vorhandene Talente auch schon frühzeitig entdeckt und gefördert werden. „Wir möchten natürlich, dass sich qualifizierte Jugendliche um einen Ausbildungsplatz bewerben. Praktika erlauben einen Blick hinter die Kulissen und vermitteln einen Eindruck, welche beruflichen Möglichkeiten ein international tätiger Hausgerätehersteller wie Miele bietet,“ sagt Hans-Josef Surmann, Personalleiter des Werkes Oelde.

Die Zusammenarbeit geht dabei aber über die Vergabe von Praktikaplätzen hinaus. So umfasst die Initiative auch Besuche von Auszubildenden im Schulunterricht sowie Exkursionen der Schüler zu den einzelnen Werken. Dieses auf Gegenseitigkeit ausgelegte Programm will Interessierten dabei helfen, den Berufsalltag der Beschäftigten besser einschätzen zu können und das Verständnis über Struktur und Anforderungen einer Ausbildung bei Miele zu steigern. Damit das gelingen kann, sollen auch die Lehrer aktiv in die Zusammenarbeit mit einbezogen werden. In Oelde werden die Pädagogen daher in dreitägigen Werkspraktika auf mögliche Nachfragen gezielt vorbereitet und erhalten ihrerseits einen Einblick in betriebliche Strukturen.

Während die Kooperation in Gütersloh schon seit einigen Jahren erfolgreich praktiziert wird, startet die Initiative in Oelde und Warendorf im Februar 2011. Über den genauen Ablauf des Programms entscheiden die einzelnen Werke dabei in Absprache mit den Schulen eigenständig, und auch bei der Finanzierung können sie ihr Potenzial bedarfsorientiert einbringen. Miele stellt in diesem Fall vor allem Know-how und Zeit zur Verfügung, „was sich aber rechnet, wenn das Unternehmen dadurch qualifizierte und motivierte Auszubildende gewinnt“, so Ursula Wilms von der Abteilung Presse und Öffentlichkeitsarbeit bei Miele.

Ein Angebot für die Zukunft

Auch für die Schulen bringt diese Kooperation mit einem der größten Hersteller von Elektro- und Haushaltsgeräten zahlreiche Vorteile. Neben einer Ausweitung des eigenen Bildungsangebotes kann die Initiative dabei helfen, Schülern den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern. Für den Leiter der städtischen Realschule Oelde, Gerd Stövesand, ist das Projekt daher auch ein weiterer Baustein in der Berufsförderung seiner Schüler: „Unsere Schüler bekommen konkrete Einblicke in einen Betrieb mit technischer Ausrichtung. Wir möchten die Erwartungshaltungen von Schülern und Eltern mit denen der Berufswelt abgleichen“. Im Gespräch mit UmweltDialog betonte er abschließend die konsequente Einbettung dieses Bildungsansatzes in bestehende Schulstrukturen: „Das Projekt findet im Rahmen unserer Berufsförderung statt. Wir versprechen uns davon eine größere Nähe der Schülerinnen und Schüler zu den Betrieben vor Ort.“

 
Quelle: UD

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