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11.01.2008

RWE-Companius: Mitarbeiterengagement in Eigenregie

In Zeiten knapper öffentlicher Kassen sind viele Bereiche des Gemeinwesens ohne das Ehrenamt kaum noch zu finanzieren. Rund 23 Millionen Menschen in Deutschland setzen sich derzeit ehrenamtlich für den guten Zweck ein. Auch bei deutschen Unternehmen gewinnt das sogenannte „Corporate Volunteering“ zunehmend an Bedeutung. So fördert etwa RWE Energy mit der neu gegründeten Organisation „RWE Companius“ das bürgerschaftliche Engagement seiner Mitarbeiter.

Foto: RWE
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Als das „soziale, menschliche Gesicht unserer Gesellschaft“ bezeichnet Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen das bürgerschaftliche Engagement. Ob im Sozialenwesen, Sport, Kultur, Gesundheit, Bildung bis hin zum Umweltschutz - der freiwillige und unentgeltliche Einsatz ist unerlässlich. In den USA oder Großbritannien gehört es seit längerem zum guten Ton, dass auch Unternehmen ihre Mitarbeiter hierbei aktiv unterstützen. Deutschland steckt dagegen in Sachen „Corporate Volunteering“ noch in den Anfängen. Doch auch hierzulande greifen jetzt immer mehr Unternehmen die angelsächsische Tradition auf und integrieren ehrenamtliches Mitarbeiterengagement in ihre Nachhaltigkeitspolitik.
 
Auch die RWE Energy AG etwa hat unlängst einen wichtigen Schritt zur Verankerung von Corporate Volunteering in ihrer CSR-Strategie vollzogen. Im September gründete das Energieversorgungsunternehmen die Organisation „RWE Companius“. Mit bereits etablierten Initiativen wie „Aktiv vor Ort“ oder „Mit dem Herzen dabei“ konnte der Essener Konzern schon positive Erfahrungen mit der Förderung von Mitarbeiterengagement sammeln. „Viele unserer Mitarbeiter engagieren sich bereits seit Jahren mit großer Leidenschaft in ihrer Freizeit für die gute Sache,“ erklärt Dr. Andreas Radmacher, Vertriebsvorstand bei RWE Energy. Mit Companius will RWE nun das vielfältige ehrenamtliche Engagement seiner Mitarbeiter unter einem gemeinsamen Dach bündeln und gezielt fördern.
 
Engagement in Eigenregie
 
Das Wort Companius setzt sich auch dem französischen „Compagnon“ (Partner) sowie dem englischen Begriff „Companion“ (Begleiter, Freund) zusammen. Der Organisationsname symbolisiert somit neben der Idee einer partner- und freundschaftlichen Unterstützung Werte wie Verantwortung, Flexibilität und Glaubwürdigkeit. Mit Hilfe der Organisation soll der ehrenamtliche Einsatz der RWE-Mitarbeiter gestärkt und weiteres Potenzial für soziales Engagement aufgezeigt werden. RWE Companius richtet sich dabei speziell an kleine lokale und regionale Projekte, die unmittelbar bei den Problemen vor Ort ansetzen. So sollen verschiedene kleine Initiativen von der Förderung profitieren.
 
Der Förderschwerpunkt liegt dabei auf den Bereichen Jugend, Bildung und Zukunft. Bei der Projektplanung lässt RWE seinen Mitarbeitern freie Hand. „RWE Companius steht allen Mitarbeitern der RWE Energy-Gruppe offen, die in ihrer Freizeit die Ärmel für einen guten Zweck hochkrempeln wollen. Sie sind nah dran an den Problemen ihres sozialen Umfelds und wissen am besten, wo ihre Hilfe gebraucht wird“, betont Ralf Zimmermann, Personalvorstand von RWE Energy. Die Umsetzung und Planung der Projekte erfolgt dabei in Eigenregie der Mitarbeiter, während RWE die finanzielle Förderung übernimmt. In der Regel stehen bis zu 500 Euro pro Projekt bereit, bei besonderen Initiativen bis zu 5.000 Euro.
 
Beim Aufbau von Companius hat RWE zudem die Ergebnisse einer eigens in Auftrag gegebenen Studie mit einbezogen. Nach deren Befunden engagieren sich bereits 10,4 Mio. Arbeitnehmer in Deutschland ehrenamtlich. Die Bereitschaft wäre jedoch noch größer, wenn sie die richtige Aufgabe fänden und größere Unterstützung vom Arbeitgeber erhielten. Unternehmen können insofern eine wichtige Rolle spielen, indem sie konkrete Projektideen vorstellen oder den Kontakt zu den Einrichtungen und Initiativen herstellen, die ehrenamtliche Helfer suchen.
 
Von der Suchtprävention bis zur Energiegewinnung
 
Die Resonanz auf Companius fiel bislang sehr positiv aus. Seit der Gründung der Volunteering-Organisation konnten bereits rund 400 Mitglieder gewonnen werden, mehr als 300 Projektanträge sind bislang eingegangen. Sven Dicke ist einer von den vielen ehrenamtlich tätigen RWE-Mitarbeitern, die bei Companius mitmachen. In seiner Freizeit engagiert sich Dicke jedoch schon seit vielen Jahren für soziale Belange. „Seit ich 20 bin, habe ich wohl das Helfersyndrom“, erklärt der Vierzigjährige lachend, der bei RWE im Bereich Segmentsteuerung arbeitet. Im Rahmen von Companius hat er sich bereits für zwei Projekte eingesetzt. Neben der Unterstützung einer schulischen Suchtpräventionsaktion betreute er unlängst ein Energiesparprojekt an einer Grundschule in seinem Wohnort Wermelskirchen. Hier konnte der RWE-Mitarbeiter mit Hilfe seines Fachwissens den Schülern den Umgang mit Energie anschaulich vermitteln. Neben praktischen Stromspartipps entwickelten die Schulgruppen Konzepte für die Energiegewinnung von morgen. „Ich war zum Teil wirklich überrascht, auf welche Ideen die Schüler mit ihrer kindlichen Fantasie kamen. Originell fand ich etwa den Vorschlag, Blitze einzufangen“, erinnert sich Dicke.
 
Von seiner langjährigen Erfahrung als sozial engagierter Bürger können auch andere Arbeitskollegen profitieren, denn RWE Companius verfolgt das Ziel, den Erfahrungsaustausch unter Gleichgesinnten anzuregen. Eine Internetplattform ergänzt hierbei den persönlichen Kontakt unter den Interessenten und bietet Informationen und Anregungen an.
 
Bildungseinrichtungen, Vereine und Träger sozialer Initiativen, die freiwillige Helfer suchen, können sich an das RWE Companius Projektbüro wenden: E-Mail: companiusinfo@rwe.com, Tel.: 0231 - 438 3901.
 
Quelle: UD

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