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22.06.2005

So geht’s ins Land der Ideen

Innovation schafft Wohlstand. So lautet die Botschaft des Deutschen Zukunftspreises, der jährlich durch den Bundespräsidenten verliehen wird. Erstmals diskutierten jetzt alle Preisträger in Potsdam, wie aus vagen Ideen erfolgreiche Projekte werden. Dass Innovation Zukunft sichert, meint auch ThyssenKrupp-Vorstand Ekkehard Schultz und mahnt, Deutschland brauche einen „emotionalen Turnaround“.

Foto: Fraunhofer Institut
Foto: Fraunhofer Institut
MP3, Aibo und LCD - diese Kürzel stehen für die besondere Leistungsfähigkeit von Wissenschaft und Forschung in Deutschland. Aber auch ein Labor auf dem Chip, sanfte Chemie mit Enzymen, oder magnetischen Sandwiches sind herausragende Belege für Deutschlands Potenzial als "Land der Ideen", das Bundespräsident Horst Köhler immer wieder zum Thema macht. Die Erfinder dieser Projekte wurden auch für ihr Können ausgezeichnet: Sie sind Träger des renommierten Deutschen Zukunftspreises. Erstmalig diskutierten jetzt alle bisherigen Preisträger anlässlich des Wissenschaftssommers in Potsdam, wie aus innovativen Ideen erfolgreiche Projekte und Produkte werden.
 
Angesichts der schwächelnden Konjunktur in Deutschland setzen auch Politik und  Wirtschaft auf die Kraft der Innovationen. Erst unlängst beschwor daher Bundeskanzler Gerhard Schröder:  „Wenn wir diesen Kulturwandel als gemeinsame Aufgabe begreifen und mit Leidenschaft für Veränderung eintreten, dann können wir die Erfolgsgeschichte der deutschen Wirtschaft bald um ein weiteres Kapitel ergänzen."

Mangelnder Reformwille

Doch der Reformprozess ist hierzulande bekanntlich ein steiniger Pfad. In einer aktuellen Studie unter dem Titel „Deutschland - ein Perspektivenwechsel“ kommt die Boston Consulting Group zu dem Schluss, dass Deutschland zwar seine Probleme gut erkenne, aber daraus kaum Konsequenzen und Veränderungen ableite. Einer großen Gruppe von reformbereiten Menschen stehe, so die Autoren der Studie, eine Schar von Reformblockierern gegenüber, die Strukturveränderungen zu verhindern suchten.
 
Prof. Dr. Ekkehard Schulz, Vorsitzender des Vorstands der ThyssenKrupp AG forderte daher in einem Beitrag der Börsen-Zeitung  einen „emotionalen Turnaround“, der die Menschen mobilisiere. Schulz: „Deutschland kann in den nächsten Dekaden zu den Gewinnern der Globalisierung zählen, wenn technische Innovation wieder als Zukunftssicherung vermittelt, verstanden und realisiert wird.“
Prof. Dr. Ekkehard D. Schulz, Foto: ThyssenKrupp
Prof. Dr. Ekkehard D. Schulz, Foto: ThyssenKrupp
Vom Leitbild zum Vorbild
 
Bei ThyssenKrupp lässt man daher diesen Appellen auch Taten folgen: Unlängst rief Vorstand Ekkehard Schulz den Impulskreis „Werkstoffinnovation“ ins Leben. Damit engagieren sich die Düsseldorfer in der Initiative „Partner für Innovation“, welche dazu betragen will, dass Deutschland seinen Spitzenplatz unter den führenden Technologiestandorten sichert. Mit seinen Kompetenzen in den Bereichen Stahl, Industriegüter und Dienstleistungen ergänzt ThyssenKrupp diesen Arbeitskreis aus Spitzenvertretern aus Wirtschaft, Politik und Forschung.

Schwungvoll skizzierte Schulz schon beim ersten Partnertreffen im April den neuen Impulskreis: „Die Erforschung und Entwicklung neuer Werkstoffe sei ein wesentlicher Motor für die deutsche  Wirtschaft“, erklärte Schulz. „Mit Blick auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit und den Erhalt von Arbeitsplätzen möchte der Impulskreis die Bedeutung von  Werkstoffinnovationen unterstreichen und stärken.“

Ob Gebäude oder Automobile, Haushaltswaren oder Lebensmittelverpackungen, Büro-Utensilien oder Freizeitgeräte - Werkstoffe sind allgegenwärtig. Innovationen verändern und verbessern die Eigenschaften von Metall, Glas, Kunststoff, Keramik, Gummi oder Kompositstoffen. Sie eröffnen vielfältige Perspektiven für Branchen wie etwa den Automobil- und Flugzeugbau und die Medizintechnik. Aber auch die Chemie oder Energieversorgung, die Informations- und Kommunikationstechnologie oder die Gebäude- und Energietechnik profitieren von den modernen Stoffen.
 
Der Impulskreis will künftig materialübergreifende Werkstoffkompetenzen bündeln und den nationalen sowie internationalen Wissenstransfer zwischen Forschung und Industrie fördern. Dabei geht es auch um die Qualifizierung von Nachwuchskräften. Außerdem sollen kleine und mittlere Unternehmen in die Entwicklungsprozesse einbezogen werden. Es ist gleichfalls geplant, branchen- und werkstoffspezifische Veranstaltungen auszurichten, auf denen sich Entwickler, Lieferanten und Kunden umfassend informieren können.

Seit Jahrzehnten investiert ThyssenKrupp erfolgreich in  Produktinnovationen. „New Steel Body“ (NSB) - so heißt ein jüngst vom Konzern entwickeltes Konzept für Fahrzeugkarosserien aus Stahl. Der NSB bringt ein Viertel weniger Gewicht auf die Waage als herkömmliche Modelle, ohne jedoch an Sicherheit im Straßenverkehr einzubüßen. Eine weitere Innovation ist der TWIN-Aufzug: Zwei voneinander unabhängige Aufzugskabinen innerhalb eines Schachtes sparen nicht nur Energie, sondern bringen den Fahrgast sogar schneller ans Ziel.
 
Quelle: UD

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