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22.07.2003

Goldabbau in Rumänien: „Rosia-Montana wird die reinste Hölle“

Bukarest bekam kürzlich Besuch von einer internationalen Greenpeace-Gruppe. Der Grund: Eine Demonstration gegen die Ausbeutung des Goldvorkommens im Gebiet „Rosia Montana“.

Nach Auflösung der Versammlung durch die rumänische Polizei, zogen die Aktivisten mit den Aussagen: „Wir kommen wieder!“ und: „Rosia Montana bringt den Tod“ wieder ab, so ZNet. Was aber genau passiert in dem Gebiet?Der Name „Rosia Montana“ taucht in den letzten beiden Jahren zunehmend in Nachrichtenmeldungen westlicher Zeitungsagenturen auf. „Rosia Montana“ ist ein Gebiet in der rumänischen Provinz Transylvanien, im Westgebirge; und man nimmt schon lange an, dass dort große Goldvorkommen existieren. Schon die alten Römer siedelten nach ihrem Sieg über Dakia Gemeinden dalmatinischer Bergleute in der Region an, die nach Gold graben sollten. Gold hat von jeher ein hohes Verlockungspotential.

Die Situation in "Rosia Montana" ist, so ZNet, folgende: Die kanadische Firma „Rosia Montana Gold Corporation“ stach ihre Konkurrenz aus und zahlte eine extrem hohe Gebühr für die Lizenz zur Ausbeutung des Goldvorkommens im rumänischen Westgebirge. Die globalen Konkurrenten des Unternehmens nahmen das eher zähneknirschend zur Kenntnis. Hinter den Kulissen geht seither ein massiver Medien- und Psychokrieg vor sich, der deutlich macht, wie verwoben oder auch gegensätzlich die Interessen der verschiedenen Firmen, Banken, Geschäftsleute und Politiker sind. Der rumänische Minister für Industrie und Ressourcen, Ioan Popescu, verkündet indes, das Projekt sei "die größte technische Investition zur Ausbeute von Gold in ganz Europa".

Die erste Start-up-Investition soll laut ZNet schätzungsweise bei über
$250 000 000 liegen. 60 Prozent dieser Summe sollen allein auf die Umsiedlung von 900 Familien und auf den Ankauf von deren Land entfallen. Selbst Friedhöfe und Kirchen werden umgesiedelt. Auf dem entsiedelten Terrain sollen neue Gebäude und Siedlungen entstehen. Die Agenten der multinationalen Konzerne nennen das den in sozialer Hinsicht schmerzlichsten Teil des Projekts.
 
Quelle: UD

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