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02.12.2013

BSH: Patentrezepte für ressourcenschonende Qualitätsgeräte

Mehr als 40 Millionen Hausgeräte hat die BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH 2012 weltweit verkauft. Die Geräte der Münchner zeichnen sich nicht nur durch Qualität, Langlebigkeit und einfache Bedienbarkeit aus, sondern auch durch Ressourceneffizienz. So verbraucht beispielsweise eine moderne Waschmaschine nur noch halb so viel Strom wie ein vergleichbares Gerät vor 15 Jahren. Deren Wasserverbrauch konnte um 35 Prozent reduziert werden. Um die Geräte kontinuierlich zu verbessern und technische Innovationen umzusetzen, arbeiten die Ingenieure auch eng mit der BSH-Patentabteilung zusammen.

Für die BSH ist es wichtig, die Entwicklung der Produkte klar auf die Kundenbedürfnisse und -wünsche auszurichten. Foto: BSH
Für die BSH ist es wichtig, die Entwicklung der Produkte klar auf die Kundenbedürfnisse und -wünsche auszurichten. Foto: BSH

Kochen nach Rezept? Nicht mit Graciela Cucchiara. Die gebürtige Argentinierin betreibt zusammen mit ihrer Schwester die „Kochgarage“ in München. Hier finden Firmenveranstaltungen, Geburtstage oder Workshops statt, bei denen die Gäste und das Team der Kochgarage gemeinsam Gerichte zubereiten. Dabei setzen die Schwestern auf Improvisation: „Das ist es auch, was wir unseren Gästen nahe bringen wollen. Wenn ihr etwas nicht zu Hause habt, improvisiert einfach. Denn fast jedes Lebensmittel oder Küchengerät ist ersetzbar“, erklärt Cucchiara auf ihrer Homepage. Jedes Küchengerät vielleicht schon, aber nicht die Hausgeräte von BSH, auf die Cucchiara täglich angewiesen ist. „Ein robuster Kühlschrank und ein zuverlässiges Induktionskochfeld sind da ganz wichtig“, zitiert der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht des Hausgeräteherstellers die Köchin. Darüber hinaus müssen die Geräte leicht bedienbar sein, damit das gemeinsame Kochen richtig Spaß macht.

Das Beispiel von Graciela Cucchiara zeigt, wie wichtig es für BSH als einem der führenden Hausgerätehersteller in Europa ist, die Entwicklung der Produkte klar auf die Kundenbedürfnisse und -wünsche auszurichten. Um das konsequent umzusetzen, benutzen die Münchner verschiedene Instrumente: „So beobachten wir die Haushaltsgewohnheiten in den Ländern, um Bedürfnisse sowie kulturspezifische Unterschiede beispielsweise beim Waschen von Kleidung oder der Aufbewahrung von Lebensmitteln aufzudecken.“ In enger Zusammenarbeit diskutieren unter anderem die Mitarbeiter der Entwicklungsabteilung und der Patentorganisation, welche Ideen dem Kunden wirklichen Mehrwert bieten und welche Innovationen schützenswert sind. Entscheidend dabei ist neben Qualität und Nutzerfreundlichkeit auch die Ressourceneffizienz der Geräte: „Und selbstverständlich schauen wir auch, ob wir dem Wettbewerb mit der Idee einen Schritt voraus sind und auf dem Markt etwas anbieten können, das einmalig ist“, sagt Thomas Ulrich, Leiter der BSH-Patentabteilung.

Ressourceneffiziente Technologien in BSH-Haushaltsgeräten, Bild: BSH
Ressourceneffiziente Technologien in BSH-Haushaltsgeräten, Bild: BSH

Innovationen, die Ressourcen schonen

Projektleiter Ingo Schulze und sein Team haben eine innovative und gleichzeitig ressourceneffiziente Technologie zur Serienreife gebracht. Die Selbstdosierungsautomatik i-DOS lässt Waschmaschinen „mitdenken“. Während nur etwa alle 20 Waschgänge Flüssigwaschmittel nachgefüllt werden muss, steuert die Waschmaschine über spezielle Sensoren selbstständig und millimetergenau die richtige Dosierung für den Waschgang - unter Berücksichtigung der Textilart, Beladungsmenge und Verschmutzungsgrad der Wäsche. „Das spart nicht nur Waschmittel sondern auch die wertvolle Ressource Wasser - bis zu 6.700 Liter jährlich“, erklärt Schulze. Im Mittelpunkt der Erfindung steht für Schulze die entnehmbare Schublade der i-DOS-Waschmaschine: „Hier haben wir alle Komponenten integriert. Der große Vorteil ist, dass dadurch das gesamte System wartungsfrei ist.“

Eine BSH-Innovation in Sachen Energiesparen ist beispielsweise die Zeolith-Trocknungstechnologie, die in Geschirrspülern angewendet wird. Ein spezieller Behälter im Geräteboden ist mit dem Mineral Zeolith gefüllt. Dieses Mineral speichert Feuchtigkeit und Energie und trocknet das Geschirr nach der Reinigung, in dem es dem Innenraum Feuchtigkeit entzieht. Bei der nächsten Reinigungsphase wird das Zeolith anfangs erhitzt, gibt dann die Feuchtigkeit wieder frei und ist bereit für den nächsten Trocknungsvorgang. Resultat aus der Anwendung des Zeolith-Minerals ist eine deutliche Verkürzung der Trocknungszeit und somit der Programmlaufzeit: „Diese Umwelttechnologie führt dazu, dass die BSH Geschirrspüler im Energieprogramm nur noch 0,73 kWh Strom verbrauchen und einige Modelle um zehn Prozent unter den Grenzwerten der Spitzen-Energieeffizienzklasse A+++ liegen“, erklärt das Unternehmen.

Supereffiziente Hausgeräte leisten einen wesentlichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Während der langen Nutzungsphase in den Haushalten entstehen die meisten Umweltbelastungen im gesamten Lebenszyklus eines Gerätes. Deshalb ist es entscheidend, möglichst sparsame Geräte zu verwenden - für die Umwelt und für den Geldbeutel der Verbraucher. So hat BSH im Bereich der Energieeffizienz bereits zum vierten Mal ihre sparsamsten Produkte zu einem Supereffizienz-Portfolio zusammengefasst: „Dafür wird die beste am Markt erhältliche Energieeffizienzklasse je Produktkategorie betrachtet und gegebenenfalls zusätzlich die nachfolgende mit einbezogen. Der Marktstrukturanteil der besten Energieeffizienzklassen darf dabei 15 Prozent nicht überschreiten.“ Mit über 30 Prozent konnte sich der Anteil des Supereffizienz-Portfolios am Gesamtabsatz des Unternehmens gegenüber 2009 verdoppeln.

 
Quelle: UD

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