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17.12.2012

Volkswagen und Evonik beim Altran Innovation Award vorne

Im Rahmen des "Altran Innovation Award" macht sich die Altran Stiftung jedes Jahr auf die Suche nach bahnbrechenden Ideen und Technologien, die wirtschaftlichen Erfolg mit Quantensprüngen in der Ökoeffizienz verbinden. Nach intensiver Beratungszeit über die zahlreichen und vielversprechenden Bewerbungen hat die Jury des diesjährigen deutschlandweiten Altran Innovation Awards ihre Entscheidung getroffen: Gewinner der sechsmonatigen Unterstützung des Innovationsvorhabens durch Altrans Technologieberater ist die Volkswagen AG aus Wolfsburg, gefolgt von der Evonik Industries AG in Essen, die drei Monate lang in diesen Genuss kommt.

Screenshot von altran-foundation.org
Screenshot von altran-foundation.org

Wie die WirtschaftsWoche in Ihrer heutigen Ausgabe berichtet, entschied sich die Jury aus unabhängigen externen Professoren und Journalisten für Volkswagens neue "Think Blue. Factory."-Strategie, da "diese in beispielloser Weise Nachhaltigkeit mit ökologischer und ökonomischer Effizienz bei gleichzeitig höchstem Innovationsgrad verbindet", sagte der Vorsitzende der Jury, Prof. Dr. Dr. Franz-Josef Radermacher, bei der Urteilsbegründung. "Kein anderes Vorhaben verkörpert die Idee der Sustainovation, der nachhaltig wirkenden Innovation, so konsequent und flächendeckend wie Volkswagens Think Blue. Factory.-Strategie."

Einer der Kerngedanken der Strategie sieht vor, dass bis zum Jahr 2018 alle weltweiten Produktionsstandorte des Volkswagen-Konzerns den Verbrauch von Energie, Wasser, Abfall, sowie die Emissionen von CO2 und Lösemitteln in der Produktion um 25 Prozent je Fahrzeug und Komponententeil senken werden. Zu diesem Zweck unterschrieben die jeweils vor Ort verantwortlichen Manager in jedem Werk sowohl die "Absprungbasis" als auch die verbindlichen Ziele für 2018 in Form konkreter Zahlen. Mit der Erreichung dieses Ziels würden die Standorte insgesamt so viel Strom einsparen, wie die Stadt Köln im Jahr verbraucht. Mit der Blue Factory-Strategie sollen die Standorte auf dem Weg zu Volkswagens neuem modularem Produktionssystem nicht nur wesentlich effizienter, sondern vor allem bedeutend ökologischer werden.

Altran wird das Gewinnerprojekt nun sechs Monate lang dabei unterstützen, Innovationsprozesse im Rahmen der "Think Blue. Factory."-Strategie in den VW-Standorten zu entwickeln und zu implementieren. Gefragte Lösungen sind dabei beispielsweise, wie sich die besonders energieintensiven Lackiermethoden an 90 Standorten nicht nur vereinheitlichen, sondern vor allem ökologie-effizient gestalten lassen.

Den zweiten Preis gewinnt die Evonik Industries AG aus Essen für die Entwicklung eines Membranfilters, mit dessen Hilfe Biogas auf mechanischem Weg für die Direkteinspeisung in das Gasnetz aufbereitet werden kann. Das bereits auf den Markt gebrachte Separationsmodul für Gase "Sepuran" erlaubt die Trennung von Methan, das die Hauptkomponente in Biogas ist, von anderen, nicht nutzbaren Gasen. Aufgrund des "beispielhaften Vorgehens, bei dem ein komplexer chemischer Prozess durch eine einfache mechanische Lösung ersetzt wird", so das Urteil der Jury, entschied sich Altrans Deutschland-Chef Rüdiger Fox spontan, auch dieses Produkt mit dreimonatiger Unterstützung durch Altran-Berater zu unterstützen. "Wirkliche Innovation", so Fox, "entsteht dort, wo ein Unternehmen auf der Suche nach einer innovativen Lösung bereit ist, sein klassisches Geschäftsmodell zu verlassen und ausschließlich den Fokus auf die optimale Technologie für das Problems legt. Hierzu gehört Mut und den hat Evonik bei dieser Entwicklung bewiesen."

Nun soll die gegenüber herkömmlichen Methoden deutlich effiziente Separationsmethode, bei der sehr dünne Hohlfasermembranen für die Gastrennung ausschlaggebend sind, auf andere Gastrennungsprozesse ausgeweitet werden. Untersucht werden soll dabei auch, welche bisherigen und ressourcenverbrauchenden Methoden mit der umweltfreundlichen Membran-Trennung ersetzt werden können und für welche weiteren Märkte diese Technik interessant sein könnte.

Der Innovation Award der Altran-Stiftung stand in Deutschland in diesem Jahr unter dem Thema "Sustainovation - der Schlüssel zu einer immer besseren Eco-Effizienz". Im Rahmen des jährlich stattfindenden Awards stehen Effizienzfortschritte bei Technologien im Vordergrund, die einen größeren Nutzen mit weniger Ressourceninput erzeugen, als die bisher verwendeten Technologien. Zugleich geht es um Innovationen, die auch auf andere Branchen abstrahlen oder die Effizienz anderer Prozesse steigern. "Die beiden Gewinnerprojekte erfüllen diese Bedingungen in außergewöhnlicher Stärke", sagte auch Sebastian Matthes, Leiter des Ressorts Technik und Wissen bei der WirtschaftsWoche.

Insgesamt fiel der Jury die Auswahl sehr schwer, denn viele der eingereichten Projektideen sind kreativ und innovativ. "Bei mindestens einem weiteren Dutzend an Einreichungen war für die Jury auch noch das Potential für eine kurz- oder mittelfristige Anwendung sichtbar, die durch ihre Umsetzung der Weltbevölkerung einen echten Mehrwert liefern könnten", so Rüdiger Fox.

Dafür mussten die Bewerber die technische und finanzielle Machbarkeit des Projekts nachweisen und im Rahmen Ihrer Präsentation aufzeigen, wie sie die technologische Unterstützung nutzen wollen. Zu den weiteren Kriterien gehören die voraussichtliche Ökoeffizienz und die Vermeidung von Rebound-Effekten. Wichtig war ebenfalls, die Frage, wie gut sich die Idee als Geschäftsszenario abbilden lässt.

In diesem Jahr fiel die Entscheidung auf das Thema "Sustainovation", um damit den Fortschritt bei ökologisch und ökonomisch effizienten Technologien zu beschleunigen. Schließlich erzeugen die wachsende Weltbevölkerung und die zugleich breiter werdende globale Mittelschicht exponentiell wachsende globale Märkte. Doch zugleich werden die Ressourcen knapper und die Abfallberge größer. Diesem Problem lässt sich nur mit technologischen Innovationssprüngen mit Fokus auf Ressourcenschonung begegnen.

 
Quelle: UD / pte

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