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Donnerstag, 19.Oktober 2017

06.12.2012

Nestlé treibt Creating Shared Value für Südasien voran

Wie kann Mangelernährung von Kindern bekämpft werden? Wie kann die Verschwendung von Süßwasser reduziert und die ländliche Entwicklung beschleunigt werden? Antworten darauf hat das Creating Shared Value Forum 2012 unter dem Thema „Die Rolle der Wirtschaft für die Entwicklungspolitik“ von Nestlé gegeben. In Neu Delhi diskutierten Akteure aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft sowie Regierungsvertreter aus Südasien wie sie zusammenarbeiten können, um eine nachhaltige Entwicklung in Indien voranzutreiben. Nestlé Chairman Peter Brabeck-Letmathe hob dabei die Bedeutung der gemeinsamen Wertschöpfung für alle Beteiligten und für Unternehmen hervor. Letztere seien künftig nur erfolgreich, wenn sie den Ansatz des Creating Shared Values übernähmen.

Peter Brabeck-Letmathe, Nestlé Chairman. Foto: Nestlé/flickr.com
Peter Brabeck-Letmathe, Nestlé Chairman. Foto: Nestlé/flickr.com

Ohne Milch keine Eiscreme: Als Nahrungsmittelhersteller ist Nestlé auf den Nachschub von Rohmaterialien wie eben Milch angewiesen. In ländlichen, unterentwickelten Regionen kann es aufgrund mangelnder Infrastruktur oder mangelnder praktischer Erfahrungen der Kleinbauern zu Engpässen bei der Produktion und der Zulieferung kommen. Genau an diesem Punkt setzt das Prinzip der gemeinsamen Wertschöpfung (Creating Shared Value) von Nestlé an. Dieses gilt als wesentlicher Bestandteil der Geschäftsstrategie: „Um einen Mehrwert für unsere Aktionäre und unser Unternehmen zu schaffen, müssen wir in den Ländern, in denen Nestlé aktiv ist, einen Mehrwert für die Menschen schaffen,“ informiert die Homepage. So hat das Unternehmen beispielsweise die Landwirte am indischen Produktionsstandort Moga unterstützt. Tierärzte und Agrarwissenschaftler berieten die Landwirte in puncto Viehfutter und verbesserten die Lagermöglichkeiten für die produzierte Milch. Darüber hinaus subventionierte Nestlé den Kauf von Melkmaschinen und half den Bauern dabei, Kredite zu bekommen.

Ländliche Entwicklung

Anfang November wurde das Engagement von Nestlé am Standort Moga auf dem diesjährigen Forum für Creating Shared Value in Neu Delhi aufgegriffen. In der Gesprächsrunde zum Thema „Ländliche Entwicklung: Zuviel verlangt?“ erläuterte Prof. Asit Biswas, Präsident Third World Centre for Water Management, seine diesbezüglichen Studienergebnisse: „Die Schlüsselerkenntnis, die uns alle überrascht hat, war der Umstand, wie Unternehmen zur ländlichen Entwicklung und Verminderung von Armut beitragen“, sagte er. Demnach habe Nestlé als Beschleuniger für die ländliche Entwicklung in dieser Region funktioniert. So hätte sich beispielsweise die Zahl von anfänglich gerade mal 180 Milchbauern auf 69.000 vergrößert.

Fehlernährung indischer Kinder bekämpfen

Eine Analyse der Wertschöpfungskette von Nestlé ergab, dass das Unternehmen nicht nur Einfluss auf dem Feld der ländlichen Entwicklung nehmen, sondern auch Programme in dem Bereich Ernährung initiieren kann: „Nahrungsmittel und Ernährung sind die Grundlage guter Gesundheit und unseres Geschäfts, das heißt der Existenzgrund unseres Unternehmens“, informiert die Homepage weiter. Dementsprechend thematisierte eine weitere Gesprächsrunde des Forums die Mangelernährung indischer Kinder. „Für die Entwicklung eines Kindes sind die ersten 1.000 Tage nach Empfängnis bis zur Vollendung des zweiten Lebensjahres entscheidend“, sagte Ann M. Veneman, Mitglied des Nestlé Board of Directors. Bekämen die Kinder in dieser Phase nicht genügend Nahrung, könnten sie sich geistig und körperlich nicht voll entwickeln. Aus diesem Grund seien die Betroffenen für ihr Alter zu klein oder würden an Krankheiten wie Anämie leiden. Darüber hinaus seien die indischen Kinder in späteren Jahren oft fettleibig, weil ihre Muskelmasse im Verhältnis zum Körperfettanteil zu gering ausfiele. Um diese Auswirkungen zu beseitigen, reiche es nicht aus, die Kinder mit mehr Kalorien am Tag zu versorgen: „Wir müssen auch auf die Nährstoffe achten“, erklärte Veneman. Aus diesem Grund sei die Anreicherung der Lebensmittel mit Mineralien oder Vitaminen von Nöten.

Kein nachhaltiger Umgang mit Süßwasser in Indien

Wasser ist der dritte Bereich, in welchem sich Nestlé gemäß des Creating Shared Value-Ansatzes engagiert. Lebensnotwenig für die lokalen Gemeinschaften, wird es außerdem für alle Produktionsprozesse des Unternehmens benötigt. Gerade ausreichendes Süßwasser gehört in Indien zu einem der dringlichsten Entwicklungsprobleme. Einen Grund dafür sahen Experten wie Asit Biswas in der Verschwendung von Ressourcen: „In Indien ist das Pumpen von Wasser für die Landwirte kostenlos. Als Resultat pumpen sie 24 Stunden am Tag Wasser, ob sie es brauchen oder nicht“, sagte er in der Diskussion über die Beziehung von Wasser, Energie und Lebensmittelsicherheit. Für einen nachhaltigen Umgang mit Süßwasser müssten darüber hinaus Preistarife eingeführt werden. Selbst arme Inder sollten einen kleinen, öffentlich bezuschussten, Betrag für Süßwasser bezahlen. Auch kritisierten die Diskussionsteilnehmer das mangelhafte öffentliche Wassermanagement in den Städten. Diese müssten künftig das Wasser vor Ort beziehen und nicht aus weit entfernten Regionen. Um die Versorgung für die steigende Bevölkerung zu sichern, müssten die Städte des Weiteren in die Aufbereitung und Wiederverwendung von Abwasser investieren.

Preis für „Fundación Paraguaya Cooperación y Desarrollo“

Alle zwei Jahre verleiht Nestlé den „Prize in Creating Shared Value“. Der Preis ist mit 530.000 US-Dollar dotiert und geht an Personen, NGO´s oder kleine Unternehmen, die Projekte zur ländlichen Entwicklung, zum effizienten Wassermanagement oder zur Bekämpfung von Mangelernährung durchführen. Auf dem diesjährigen Forum wurde die Organisation „Fundación Paraguaya Cooperación y Desarrollo“ aus Paraguay für ihr „agricultural self-sufficient school“ Projekt als Gewinner bekannt gegeben. Dieses setzt sich für die Bildung und das Unternehmertum junger Menschen ein.

 
Quelle: UD

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