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Mittwoch, 20.September 2017

19.07.2012

Glencore greift nach Getreide-Riesen Viterra

Der Schweizer Rohstoffgigant Glencore steht vor dem Kauf des kanadischen Getreidehändlers Viterra. Glencore mit rund 150 Mrd. Dollar Umsatz eines der größten Unternehmen der Welt bekäme durch die Übernahme Zugang zu zahlreichen wichtigen Getreidespeichern. Der Konzern gerät allerdings ob seines immensen Einflusses und seiner mangelnden Transparenz in die Kritik. „Das Geschäftsgebaren des Unternehmens stellt für die Schweiz ein Reputationsrisiko dar", meint Rohstoff-Experte Lorenz Kummer von Swissaid.

Bild: Marion Book
Bild: Marion Book
Viterra verfügt über große Vorräte an Sommerweizen, Hafer, Raps und Hartweizen sowie immense Lagerkapazitäten in südaustralischen Hafenstädten. Diese sind der Hauptgrund für den geplanten Kauf. Zusammen mit den ebenfalls kanadischen Agrium und Richardson International will Glencore für den Kauf insgesamt 4,9 Mrd. Euro hinblättern. Das kanadische Industrieministerium hat sein dafür nötiges Einverständnis bereits gegeben. Nun fehlt noch die Zustimmung der chinesischen Regierung, da Viterra auch in China aktiv ist.

Unregelmäßigkeiten in Afrika

In den vergangenen Monaten ist der Konzern jedoch mit durchaus negativen Schlagzeilen konfrontiert worden. Glencore werden insbesondere in der Demokratischen Republik Kongo und in Sambia Unregelmäßigkeiten bei Lizenzvergaben, Steuerumgehung, Umwelt- und Menschenrechtsvergehen sowie Korruptionsanfälligkeit vorgeworfen. „Wir von Swissaid verlangen von Glencore, seine Minimalinformationen entscheidend zu erweitern. Die Transparenz soll durch länderweise Zuordnung von Steuerabgaben und Zahlungsströmen vergrößert werden", fordert Kummer.

Auch Xstrata im Visier

Glencore ist sowohl im Handel als auch im Abbau von Rohstoffen tätig. Ferner steht der in Privatbesitz befindliche Konzern vor einem weiteren wichtigen Schritt. Mit Xstrata, dem viertgrößten Bergbauunternehmen der Welt mit Sitz in Zug, will Glencore sein Portfolio wesentlich erweitern und dem australischen Bergbaukonzern Rio Tinto Konkurrenz machen. Mit dieser Fusion sollen Milliarden eingespart und die Position in China sowie in andere rohstoffhungrige Schwellenländer verbessert werden. Momentan hält Glencore 34 Prozent an Xstrata.
 
Quelle: UD / pte

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