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05.01.2005

Schlaue Rechner bei Lufthansa

Am Frankfurter Airport: Jede Minute landet oder startet ein Flugzeug der Deutschen Lufthansa AG. Die Nachfrage nach Sitzplätzen in den Fliegern ist groß, aber nicht jede Flugstrecke ist gleichermaßen frequentiert. Hier beginnt der Job der Lufthansa-Experten für Netzsteuerung. Sie sorgen dafür, dass die Flugzeuge sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch optimal ausgelastet sind.

Rund 90 Spezialisten steuern und überwachen die Auslastung der gesamten Lufthansaflotte. Um die ökologischen Vorteile der modernen, umweltfreundlichen Flotte voll ausspielen zu können, sorgen sie dafür, dass in den Flugzeugen so viele Plätze wie möglich besetzt sind. Denn nur, wenn die vorhandenen Ressourcen optimal eingesetzt werden, stimmt der wirtschaftliche Ertrag, und die Umweltbelastungen können auf das absolute Minimum reduziert werden.

Eine Wissenschaft für sich, die neben Rechenpower auch viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung erfordert. Das ausgeklügelte Computerprogramm „Forecaster“ unterstützt die Mitarbeiter der Netzsteuerung bei ihrer Arbeit. Nichtsdestotrotz verlangt der Airline-Alltag den Experten viel menschliches Gespür ab. Alles kann das System dann doch nicht leisten.

Wie sieht denn die Zusammenarbeit zwischen „Forecaster“ und den Mitarbeitern aus? „Schon ein Jahr, bevor ein Flug wirklich stattfindet, wird er im System geboren“, erklärt Christian Tillmanns, Leiter der Netzsteuerung. Das System beobachtet die Buchungslage jedes Fluges und wird regelmäßig von den Mitarbeitern mit neuen Daten gefüttert, die sich auf die Nachfrage auswirken könnten. Sobald sich die Nachfrage verändert, meldet der Computer dies an die Mitarbeiter und die Kapazität der Flugzeuge muss, wenn möglich, angepasst werden.

Etwa jeder zehnte gebuchte Passagier erscheint nicht zum Abflug. Jährlich beläuft sich die Zahl auf rund fünf Millionen Kunden, umgerechnet die Kapazität von 14.000 Jumbo-Jets. Die Ursachen sind nicht abgesagte Mehrfachbuchungen, schlechtes Wetter, verpasste Anschlussflüge oder einfach Veränderungen im Terminkalender. Hier reagieren die Experten der Netzsteuerung prompt. Bevor Kapazität auf bestimmten Flügen und zu Randzeiten ungenutzt bleibt, wird sie durch Preisaktionen aufgefüllt. Davon profitierten im Jahr 2002 etwa 900.000 Menschen. Großraumflugzeuge, die früher halbleer um den Globus flogen, gehören der Vergangenheit an.
 
Quelle: UD

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