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03.05.2004

BMW mit Nachhaltigkeitsengagement auf der Überholspur

"Ohne die Wirtschaft wird es keine Nachhaltigkeit geben" betonte Norbert Reithofer, Produktionsvorstand der BMW AG in einem Pressegespräch. Reithofer diskutierte jetzt auf dem Münchner Dialogforum, wie Nachhaltigkeit in der BMW Group verstanden wird und welche Bedeutung nachhaltiges Handeln für eine erfolgreiche Zukunft hat.

75 % der Bürger fordern von Unternehmen verantwortungsbewusstes Handeln. Das Problem: Macht ein Unternehmen nichts, gelten dessen Manager ausschließlich als gewinnorientiert. Macht ein Unternehmen etwas, wird das oft als wohlfeiles Etikett empfunden, und schnell entsteht der Vorwurf, den guten Zweck fürs gute Image zu missbrauchen. Wie füllt die Wirtschaft daher den Nachhaltigkeitsbegriff?

„Nachhaltigkeit ist kein Luxus, den Unternehmen, die es sich leisten können, beliebig als PR-Instrument einsetzen. Bei Nachhaltigkeit geht es für ein Unternehmen um sehr konkrete Aufgaben, die es zu managen gilt,“ betont Dr. Norbert Reithofer, Mitglied des Vorstands der BMW AG. Bei BMW setzt man dabei seit Jahren erfolgreich auf eine Formel mit drei „R´s“: Ressourcenschonung, Reputation und Risikominderung.

Als Beispiel für Ressourcenschutz nannte Reithofer, dass BMW 1997 als weltweit erstes Automobilunternehmen Pulverklarlack einsetzt, eine Technologie, mit der es ohne Wasser und Lösungsmittel lackiert. Damit hat der Münchner Automobilkonzern seit 1998 das Prozessabwasser um 25 Prozent reduziert - und das bei einer Materialnutzung von 98 Prozent.

Zweites Thema des Umsetzungskonzepts von Nachhaltigkeit ist die Reputation: “Reputationsmanagement ist keinesfalls eine PR-Veranstaltung. Es geht vielmehr darum, das Unternehmen als verlässlichen Partner fest in der Gesellschaft zu verankern,“ so Reithofer weiter. Dahinter verbirgt sich das uralte Prinzip des ehrbaren Kaufmanns, der durch seine Reputation die Akzeptanz für seine Produkte schafft. Bei BMW werden damit handfeste Umsatzergebnisse verknüpft: „Cirka 15 Prozent unseres Absatzes an Fahrzeugen generieren wir aus unserem Geschäft mit Großkunden und Behörden. Ohne die Reputation, die die BMW Group in der Gesellschaft genießt, könnten wir diese Zahlen niemals schreiben,“ so Reithofer.

Schließlich zum dritten "R": Nachhaltigkeit verringert Risiken. Nachhaltigkeitsmanagement vermag Einzelrisiken in Chancen zu transformieren. Beispiel Wasserstoff: Im Automobilbau zeigen die alternativen Antriebe mit diesem sauberen Kraftstoff wohl am eindringlichsten, dass Risikofelder von heute - wie in diesem Fall CO2 - zu Geschäftsfeldern von morgen führen können.
 
Quelle: UD

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