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MünchenerHyp: nachhaltigem Wirtschaften verpflichtet zoom
Die Zentrale der MünchenerHyp

08.10.2015

MünchenerHyp: nachhaltigem Wirtschaften verpflichtet

Vor zwei Jahren hat die Münchener Hypothekenbank ihr CSR-Management professionalisiert, um ihr ökonomisches, ökologisches und soziales Handeln noch enger miteinander zu verknüpfen und Nachhaltigkeit im Kerngeschäft der privaten und gewerblichen Immobilienfinanzierung zu verankern. Dazu wurde ein Nachhaltigkeitsausschuss ins Leben gerufen, der seitdem die CSR-Strategie weiterentwickelt und den gesamten Prozess steuert. Im Sinne der genossenschaftlichen Unternehmensphilosophie dienen alle Maßnahmen dabei dem primären Ziel einer nachhaltigen Wirtschaftlichkeit.

Nachhaltigkeit spielt im Banksektor aus verschiedenen Gründen eine wichtige Rolle. So machen Investoren ihre Anlageentscheidungen immer mehr von dem Nachhaltigkeitsengagement einer Bank abhängig und berücksichtigen nicht nur die klassischen Kriterien wie Liquidität, Sicherheit und Rentabilität. Im Fall von Kreditinstituten wie der MünchenerHyp, deren Kerngeschäft die Immobilienfinanzierung ist, kommen weitere Faktoren hinzu, welche die Bedeutung von Nachhaltigkeitsaktivitäten unterstreichen: „Immobilien verursachen über 40 Prozent der genutzten Energie in der EU. Ihr Anteil an den Treibhausgasemissionen liegt bei 35 Prozent“, erklärt Dr. Patrick Wellas, Leiter Nachhaltigkeitsmanagement bei der MünchenerHyp. „Daraus erwachsen Verantwortung, gleichzeitig aber auch Chancen für alle Beteiligten der Branche, insbesondere die Finanzierung von energieeffizienten Gebäuden.“

Nachhaltigkeitsmanagement

Der Nachhaltigkeitsausschuss der MünchenerHyp, in dem sich die Mitarbeiter freiwillig engagieren, hat diese äußeren Rahmenbedingungen fest im Blick und passt bei Bedarf den Nachhaltigkeitsprozess diesbezüglich an: „Er ist zuständig für die Entwicklung unserer Nachhaltigkeitsziele und der Nachhaltigkeitsstrategie. Daraus leitet er wiederum geeignete Maßnahmen ab und setzt diese zusammen mit den Fachbereichen um“, erläutert Wellas. Das Gremium besteht mittlerweile aus 15 Mitarbeitern, die aus unterschiedlichen Abteilungen stammen. Somit decken sie ein breites Spektrum an unterschiedlichen Nachhaltigkeitsfeldern ab.

Das Gremium besteht aus den fünf Gruppen Nachhaltige Immobilienfinanzierungen Privatkunden/Gewerbekunden, Nachhaltige Finanzprodukte, Mitarbeiterbindung und Nachhaltigkeitskommunikation, die gleichzeitig die übergeordneten Handlungsfelder der Strategie definieren. Diese Struktur hatte sich aus einer Materialitätsanalyse ergeben und spiegelt die Themen wider, die für die Bank und für die Stakeholder wichtig sind: „Zentrales Ziel der nächsten Jahre wird es sein, Nachhaltigkeit fest in unserem Kerngeschäft der privaten und gewerblichen Immobilienfinanzierung einzubinden“, sagt Dr. Louis Hagen, Vorstandssprecher der MünchenerHyp. „Beispiel hierfür ist die Verankerung von ökologischen und sozialen Aspekten in unseren Finanzierungsangeboten, im Kreditbearbeitungsprozess und in der Immobilienbewertung. Gleichzeitig soll Nachhaltigkeit auch in der Refinanzierung an Bedeutung gewinnen.“

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So hat die MünchenerHyp im Herbst 2014 etwa den weltweit ersten nachhaltigen Hypothekenpfandbrief (ESG Pfandbrief) auf den Markt gebracht. Mit den Emissions-Erlösen der Anleihe werden bereits gewährte Darlehen an 200 genossenschaftliche Wohnungsbaugesellschaften in Deutschland refinanziert.

Um die genannten Ziele zu erreichen, setzt die Bank auf das Engagement ihrer Mitarbeiter. Damit diese sich mit der nachhaltigen Geschäftspolitik identifizieren können, integriert die MünchenerHyp ihre Angestellten durch Befragungen, Veranstaltungen, Newsletter und weitere Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung in den Nachhaltigkeitsprozess. Darüber hinaus möchte sie den Austausch mit wichtigen Stakeholdern wie Verbundpartnern, Investoren, Mitgliedern, Kunden und Mitarbeitern kontinuierlich ausbauen. Dazu hat die Bank das Instrument des Stakeholder-Dialogs verstetigt, der 2013 im Zuge der Professionalisierung des Nachhaltigkeitsmanagements zum ersten Mal durchgeführt worden war.

Traditionell nachhaltig

Als eine der größten Genossenschaftsbanken Deutschlands ist Nachhaltigkeit seit jeher im Selbstverständnis der MünchenerHyp verankert. Ursprünglich unter dem Namen „Bayerische Landwirthschaftsbank“ mit Unterstützung der Regierung im Jahre 1896 gegründet, sollte die Bank die prekäre Situation der Bauern verbessern und ihnen landwirtschaftliche Kredite bereitstellen. Durch die genossenschaftliche Organisation wurden die Kreditnehmer selbst in die Verantwortung genommen. Mit der Entwicklung Bayerns zum Industrieland wandelte sich auch das Geschäftsmodell des Finanzinstituts hin zu einer international tätigen Pfandbriefbank. Die Rechtsform blieb aber bestehen.

„Wir sind Teil der genossenschaftlichen Finanzgruppe und fühlen uns den genossenschaftlichen Grundwerten Solidarität, Fairness, Partnerschaft, Verantwortung und Nähe verpflichtet. Dies sind auch wesentliche Elemente eines modernen Nachhaltigkeitsbegriffs“, erklärt Hagen. Die Mitglieder sind als Miteigentümer, Kapitalgeber und Gewinnbeteiligte die Träger der Genossenschaft und in die demokratischen Entscheidungsprozesse der Bank eingebunden. Dabei haben alle Mitglieder die gleichen Rechte und verfügen über nur eine Stimme, unabhängig von der Zahl der Geschäftsanteile.

Risikokonservativ

Auf diese Weise können Entscheidungen nicht aufgrund der wirtschaftlichen Stärke einiger weniger gegen den Willen der Mehrheit der Mitglieder getroffen werden. Die wirtschaftliche Unabhängigkeit der Bank bleibt dadurch bestehen und ermöglicht eine nachhaltige Geschäftspolitik. Diese zeichnet sich bei den Münchenern zunächst durch ihr Geschäftsmodell aus, das auf einer verantwortungs- und risikobewussten Kreditvergabe in der Wohnimmobilienfinanzierung fußt.

So vergibt die Bank nur Darlehen gegen ausreichende Sicherheiten und nur bis maximal zur Höhe des Kaufpreises des jeweiligen Objektes. Außerdem garantiert die MüchenerHyp, dass ordnungsgemäß bediente Darlehen nicht verkauft und die Forderungen nicht an Dritte abgetreten werden. Das Finanzinstitut selbst refinanziert sich wiederum über Hypothekenpfandbriefe und Öffentliche Pfandbriefe, die aufgrund ihrer hohen Qualitätsanforderungen als sehr sicheres Wertpapier gelten.

 
Quelle: UmweltDialog

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