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Merck setzt auf Wachstumspotenzial Afrikas zoom
Geschäftsleitung von Merck avisiert Umsatzverdopplung in Afrika auf rd. 500 Mio. Euro bis 2020

14.12.2015

Merck setzt auf Wachstumspotenzial Afrikas

Merck hat jetzt bekannt gegeben, in den nächsten fünf Jahren seine Präsenz in Afrika erheblich ausbauen zu wollen. Dabei setze man für weiteres Wachstum auf den Unternehmergeist und die Innovationskraft dieser Region. „Merck engagiert sich in Afrika für die Förderung von gesunden Familien und Gemeinschaften sowie gesunden wirtschaftlichen Strukturen”, sagte Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsleitung und CEO von Merck gegenüber der Presse in Johannesburg. „Wir wollen in Afrika bis 2020 sowohl unsere Mitarbeiterzahl als auch unsere Umsätze auf diesem Kontinent mehr als verdoppeln.” Merck beschäftigt derzeit rund 400 Mitarbeiter in zehn afrikanischen Ländern und beabsichtigt, bis 2020 diese Zahl auf ca. 1000 aufzustocken.

Merck ist bereits seit 1897 mit Gesundheitslösungen in Afrika vertreten. Vor dem Hintergrund eines rasanten Bevölkerungswachstums, das in keinem anderen Markt weltweit erreicht wird, und einer wachsenden Mittelschicht will Merck sich den Innovationsgeist dieses Kontinents stärker zunutze machen, um Gesundheitsbewusstsein zu fördern und bei der Bewältigung von dringendem medizinischem Bedarf zu helfen.

Die Geschäftsleitung von Merck hat zehn afrikanische Länder besucht, um das Engagement des Unternehmens auf diesem Kontinent und dessen zunehmende Bedeutung zu bekräftigen. So vereinbarte Merck im Rahmen des Besuchsprogramms, das Diabetesmittel Glucophage vor Ort in Algerien herstellen lassen, eröffnete ein neues Büro in Nigeria und führte das Zellzählsystem Muse zum Nachweis von HIV ein.

Wachsende Märkte

„In Afrika leben aktuell rund 1,1 Milliarden Menschen”, sagte Kley. „Laut Prognosen wird diese Zahl enorm ansteigen, so dass man bis 2050 von mindestens zwei Milliarden Einwohnern ausgehen kann. Damit hat Afrika nicht nur das schnellste Bevölkerungswachstum weltweit, sondern auch eine wachsende Mittelschicht. Mit unserem Portfolio an Gesundheits- und Life-Science-Produkten sind wir optimal positioniert, einen Beitrag zur Bewältigung der Bedürfnisse der afrikanischen Bevölkerung zu leisten.”

Merck will in Afrika aber nicht nur Produkte verkaufen, sondern auch das vorhandene Potenzial für hochkarätige Innovationen nutzen, das die Zukunft Afrikas mitgestalten und Lösungen für globale Herausforderungen hervorbringen könnte. So hat Merck bereits eine mobile/Online-Plattform für die Bewertung des Diabetesrisikos, Patienten-Apps rund um Diabetes und Fertilität sowie eine mobile Plattform für Ärzte - allesamt afrikanische Eigenentwicklungen - in Betrieb genommen.

„Der in Afrika herrschende Unternehmergeist und die Kreativität, unkonventionelle Lösungen zu entwickeln, sind einfach beeindruckend”, sagte Stefan Oschmann, designierter Vorsitzender der Geschäftsleitung, der im April 2016 sein neues Amt übernehmen wird. „In einer zunehmend digitalisierten Welt ist es dieser Innovationsgeist, der Afrika zum Technologie-Pionier im Bereich der digitalen Kommunikation oder auch bei E-Health und Internetbanking macht.”

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Healthcare und Life Science

Mercks Wachstumsstrategie für Afrika bezieht sich hauptsächlich auf seine Healthcare- und Life-Science-Geschäfte. Im Bereich Healthcare wird Merck 2016 in ausgewählten afrikanischen Ländern verstärkt Investitionen betreiben, um sein Consumer-Health-Geschäft mit rezeptfreien Produkten für die Selbstmedikation auszubauen. So ist in Afrika unter anderem der Vertrieb von Marken wie Seven Seas, Femibion und Neurobion geplant.

Im Life Science Geschäft beabsichtigt Merck, seine Präsenz in Nigeria, Kenia, Algerien und Angola auszubauen. Dieses Geschäft umfasst ein Angebot von über 300.000 Produkten weltweit, die von den Kunden in der Life-Science-Forschung und zur Herstellung von Arzneimitteln eingesetzt werden.

Merck bezieht aber auch Innovationen aus Afrika ein, um den Menschen dort zu helfen. Ein Beispiel ist die gemeinsame Kampagne DORA (Diabetes Online Risk Assessment) mit Apothekern und externen Partnern für die Diabetestherapie, die eine frühzeitige Erkennung der Erkrankung fördern soll. So können z. B. Menschen in Südafrika, wo die Kampagne gestartet wurde, entweder über das Smartphone oder den PC an einem Onlinetest zum Diabetes-Risiko teilnehmen und mithilfe von wenigen Klicks herausfinden, ob sie gefährdet sind.

Engagement

Im Rahmen seines verantwortungsvollen Unternehmertums hat sich Merck verpflichtet, die parasitäre Wurmkrankheit Bilharziose auszurotten. Jährlich sterben über 200.000 Menschen an dieser schwerwiegenden Infektionskrankheit. Bei Kindern hemmt sie das Wachstum und wirkt sich negativ auf ihre Lernfähigkeit aus. Gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation WHO hat das Unternehmen den Kampf gegen diese vernachlässigte Tropenkrankheit aufgenommen: Dank der Praziquantel-Tabletten von Merck konnten bereits 64 Millionen Patienten behandelt werden.

Darüber hinaus hat Merck eine Forschungsvereinbarung mit der Universität von Kapstadt (UCT) in Südafrika unterzeichent. Gegenstand ist die gemeinsame Entwicklung einer neuen F&E-Plattform zur Identifizierung von neuen Leitstrukturen als potenzielle Therapien gegen Malaria. Die Zusammenarbeit könnte auch auf andere Tropenkrankheiten ausgeweitet werden.

 
Quelle: UD/cp

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