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26.07.2011

Moderne HUB verringern den CO2-Ausstoß bei Hermes

Klimaschutz und der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen sind für Hermes Kernpunkte bei der nachhaltige Ausrichtung der eigenen Geschäftsprozesse. Insgesamt 35 Millionen Euro hat die Hermes Logistik Gruppe Deutschland daher in sein neues Logistikzentrums in Langenhagen investiert. Der kombinierte HUB- und Niederlassungsstandort umfasst neben einer energieeffizienten Heizanlage mit Biomasse auch eine Solarstromanlage sowie Ausgleichsflächen und Nistmöglichkeiten für Vögel und Insekten. Dafür wurde das HUB Langenhagen 2011 auch als erste Logistikimmobilie mit dem offiziellen Silber-Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) ausgezeichnet.

Foto: Hermes Transport  Logistics
Foto: Hermes Transport Logistics
Täglich werden weltweit Milliarden Pakete und Waren transportiert. Das bleibt nicht ohne Folgen für das Klima: Mit einem globalen Ausstoß von etwa 2.900 Megatonnen CO2 ist die Logistikbranche für mehr als fünf Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Neben dem Straßen- und Schiffsverkehr sind die Gebäudeemissionen mit etwa 400 Megatonnen jährlich der drittgrößte Verursacher von Treibhausgaben. Das ergab eine Berechnung des World Economic Forums in Davos.

Daher setzt Hermes auf eine nachhaltige Unternehmensstrategie, die neben dem Transportbereich auch die Standorte in den Klima- und Umweltschutz mit einschließt. Jüngstes Beispiel ist die Planung und Umsetzung des neuen Hermes Nord-HUB in Hannover Langenhagen, das am 20. Mai im Beisein vieler prominenter Gäste offiziell eingeweiht wurde. „Wir sind sehr stolz, hier in Langenhagen heute einen der Top-Logistikstandorte in Europa einzuweihen. Damit können wir unsere Sendungen jetzt noch schneller an Privat- und Geschäftskunden im Norden Deutschlands zustellen“, sagte Hartmut Ilek, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hermes Logistikgruppe Deutschland (HLGD), bei der Eröffnung. Mit dem Standort leistet Hermes einen wichtigen Beitrag zur  wirtschaftlichen Entwicklung in der Region. So wurden nicht nur 35 Mio. Euro investiert, sondern auch mehr als 150 neue Arbeitsplätze vor Ort geschaffen. „Damit versetzt uns der Neubau in die Lage, auch künftig erfolgreich und vor allem nachhaltig zu wachsen“, so Hartmut Ilek. Im Geschäftsjahr 2010/2011 hatte die HLGD bereits eine Rekordmenge von über 300 Mio. Sendungen transportiert.

Ein Standort und kurze Wege

Das Logistikzentrum Langenhagen ist mit einer Fläche von über 80.000 m² eines der modernsten HUB- und Niederlassungszentren Deutschlands. Über 25.000 Sendungen können stündlich abgefertigt werden, überwacht von modernster Computertechnik. Dabei werden Transport- und Logistikabläufe inklusive der Beladungsstände durch ein Hofmanagementsystem in Echtzeit gesteuert. Gerade die erstmalige Zusammenlegung von Hauptumschlagsbasis und Niederlassung ermöglicht aber auch die Einsparung großer Mengen an CO2. „Auf diese Weise sparen wir nicht nur eine Immobilie samt Sortiertechnik ein, sondern auch die Fahrten zwischen HUB und Niederlassung - und das kommt direkt der Umwelt zugute“, erläutert Ilek. Zusätzlich betreibt Hermes am Standort Langenhagen eine klimaneutrale Wärmeerzeugung mit Biomasse und installierte eine Photovoltaikanlage, die jährlich etwa 350.000 Kwh sauberen Strom produziert. Im Mai würdigte die Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) das Bauprojekt - zusammen mit Maßnahmen zum Erhalt der Biodiversität am Standort - mit der Verleihung des offiziellen Silber-Zertifikats.

WE DO!

Das neue Niederlassungszentrum in der Nähe des Flughafens Hannover-Langenhagen ist Teil einer Strategie zur Steigerung der Ressourceneffizienz innerhalb des Konzerns. In der 2010 vorgestellten „WE DO!“- Kampagne formuliert Hermes die ehrgeizigen Ziele, sowohl den CO2-Ausstoß an den Standorten um 3,5 Prozent, als auch den Ausstoß im Transportbereich um zwei Prozent pro Jahr zu senken. Um die ambitionierten Ziele im Gebäudesegment zu erreichen, setzt man auf immer effizientere Neubauten in Verbindung mit bewährten Steuerungsinstrumenten wie der Umweltnorm ISO 14001. Bundesweit sind alle 59 Niederlassungen, die fünf HUB sowie die Konzernzentrale in Hamburg in ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem eingebunden. Zusätzlich nutzt man regenerative Energien, energiesparende Leuchtkörper und verwendet intelligenter Lichtsteuerungssysteme sowie hochwertige Wärmedämmung.

Moderne Technik soll auch dabei helfen, den Ressourcenverbrauch im Transportbereich zu senken. Neben Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz setzen die Verantwortlichen dabei auf innovative Antriebstechnologien und beispielhafte Pilotversuche. So gehören die etwa 1.400 Fahrzeuge des Konzerns schon heute zu den neuesten und damit modernsten der Branche. Durchschnittlich nicht einmal eineinhalb Jahre alt erfüllen alle die Schadstoffnormen EURO 4 oder 5 und fahren damit deutlich emissionsärmer als ältere Modelle. Über ein Leasing-System ermöglicht Hermes es zudem auch Vertragspartnern, ihr ökologisches Profil durch den Einsatz umweltfreundlicher Fahrzeuge zu verbessern.

Darüber hinaus zeigt Hermes in verschiedenen Initiativen, wie es auch in Zukunft das ambitionierte Zwei-Prozent-Ziel im Transportbereich erreichen will: Bereits in den 90er Jahren beteiligte sich das Unternehmen an einem der weltweit größten Brennstoffzellen-Demonstrationsprojekte. Als Testpartner der Clean Energy Partnership Initiative unterstützte Hermes die Erprobung von E-Mobilität im Alltag und leistete einen wichtigen Beitrag für die Forschung. Seit 2008 werden auch 20 zusätzliche Transporter mit einem bivalenten Gasantrieb im Verteilerverkehr eingesetzt - weitere 220 Fahrzeuge fahren derzeit mit einer modernen Start-Stopp-Automatik. Diese hilft, überflüssige Emissionen beim Anfahren und Halten der Transporter zu vermeiden. Zusammen mit Mercedes-Benz testet der Logistikkonzern zudem seit 2010 den flächendeckenden Einsatz von elektrisch betriebenen VITO E-CELL Transportern im Stadtgebiet von Berlin.

Transparenz und Kontrolle

Auch für Geschäftskunden gewinnen die Themen Klimawandel und Umweltschutz zunehmend an Bedeutung. Mithilfe eines individuellen CO2-Controllings bietet Hermes ihnen  die Möglichkeit, das beim Transport ihrer Ware anfallende CO2 aufzuschlüsseln und künftig auch auf ihre Produkte zu übertragen. Die Emissionen können anschließend auf jeder Rechnung als separater Posten vermerkt und in einem monatlichen Umweltreporting zusammengefasst werden. Dabei ist es dem Unternehmen möglich, sowohl große Transportposten zu errechnen, aber auch einzelne Paketsendungen individuell zu berücksichtigen. Für Dr. Philip Nölling, Kaufmännischer Geschäftsführer Hermes Logistik Gruppe Deutschland, ist dies ein integraler Teil der Firmenstrategie: „Hermes steht seit jeher für ressourcenschonende Logistik und betrachtet seinen Einfluss auf Gesellschaft und Umwelt als große Verantwortung.“ 
 
Quelle: UD

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