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Freitag, 22.September 2017

11.11.2010

BSH und DHL: Außergewöhnliche Kooperation für umweltfreundliches Transportkonzept

Gemeinsam haben die BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, Deutschlands nachhaltigstes Unternehmen 2008, und DHL Global Forwarding, Deutschlands nachhaltigstes Unternehmen 2009, ein umweltfreundliches Transportkonzept für die Inlandslogistik von Seefrachten entwickelt und im baden-württembergischen Giengen an der Brenz den neuen Container-Terminal der BSH eröffnet. Auf einer Fläche von insgesamt rund 10.000 Quadratmetern bietet er Platz für 1000 der 20 Fuß langen, so genannten TEU-Container (Twenty Foot Equivalent Unit).

Containerterminal Eröffnung Giengen: Logistikprojektgruppe mit BSH-Geschäftsführer Jean Dufour und Dr. Jürgen Klennner, DHL-Strategieverantwortlicher. Foto: BSH
Containerterminal Eröffnung Giengen: Logistikprojektgruppe mit BSH-Geschäftsführer Jean Dufour und Dr. Jürgen Klennner, DHL-Strategieverantwortlicher. Foto: BSH

Zu dem Terminal führt ein ebenfalls neuer Gleisanschluss an das deutsche Gleisnetz. Damit können die Container direkt und umweltfreundlich per Bahn von und zu den Seehäfen in Hamburg und Bremerhaven transportiert werden. Die mehrmals in der Woche fahrenden Züge werden von DHL-Railservice organisiert. Das Besondere: Im Terminal werden nicht nur Hausgeräte aus den Werken der BSH umgeschlagen, sondern die BSH wird hier auch zum Logistik-Dienstleister, denn es werden auch Container für weitere Kunden der DHL im Umkreis abgefertigt.

Für den neuen Container-Terminal auf dem Gelände der BSH in Giengen wurde eine Fläche von ungefähr der Größe eines Fußballfeldes speziell für die Lagerung der schweren Container präpariert. Zusätzlich ließ die BSH rund 700 Meter neues Gleis verlegen, auf dem ein 40 Waggons umfassender Container-Ganzzug be- und entladen werden kann. Durch das neue Container-Terminal schuf die BSH zehn neue Arbeitsplätze und investierte rund zwei Millionen Euro.

Die BSH produziert in Giengen Kühl- und Gefriergeräte für den deutschen und internationalen Markt. Das im Norden des Fabrikgeländes gelegene Logistikzentrum des Unternehmens ist darüber der Umschlagplatz für Herde, Kochfelder und Geschirrspüler aus den anderen süddeutschen Fabriken der BSH bei Sammeltransporten sowie Kleingeräten wie Kaffeevollautomaten oder Küchenmaschinen aus den ausländischen BSH-Werken.

Bisher wurde die internationale Fracht von und zu den Seehäfen in Hamburg und Bremerhaven per Lkw entweder direkt oder über die nächstgelegenen öffentlichen Container-Terminals in Ulm-Dornstadt oder Kornwestheim von und nach Giengen geliefert. Mit der Verlagerung auf die Schiene können Im- und Exportgüter zwischen Hafen und Werk nun ohne Zwischenstopp transportiert werden. Das spart Zeit und Geld. Gleichzeitig wird die Umwelt entlastet, denn die Verlagerung des Containerverkehrs von der Straße auf die Schiene verringert die CO2-Emission um bis zu 60 Prozent. „Mit dem DHL-Railservice können wir unsere Geräte bei verkürzter Laufzeit im Vergleich zum Lkw-Transport wesentlich umweltfreundlicher befördern“, erklärt Jean Dufour, Mitglied der Geschäftsführung der BSH. „Außerdem werden wir durch die besser zu disponierenden Ankunfts- und Abfahrtszeiten noch flexibler. Damit ist der neue Container-Terminal ein wichtiger Baustein im nachhaltigen Transportkonzept der BSH.“

Im Rahmen dieses gemeinsam mit DHL entwickelten und realisierten Transportkonzepts übernimmt die BSH aber auch zusätzlich die Be- und Entladung sowie die Warenverteilung für weitere Kunden der DHL-Niederlassungen der Region Süd-West. Die DHL Global Forwarding nutzt damit erstmalig einen Kunden als Dienstleister - und die BSH ist zum ersten Mal nicht mehr nur Auftraggeber in der Logistikkette. Durch diese Kooperation partizipieren neben der BSH weitere DHL Kunden von einer schnellen Laufzeit, einem flexibleren Zeitmodell und einer effizienteren Inlandslogistik der Seefrachten. Mittelfristig ist geplant, im Schnitt einen Zug pro Tag abzufertigen. Das bedeutet: pro Tag werden insgesamt 80 Container (40 Eingang, 40 Ausgang) von der Straße auf die Schiene verlagert.

„Mit dem neuen Umweltlogistikkonzept und der innovativen Kooperation konnten wir für beide Unternehmen eine Win-Win-Situation herbeiführen. Hier zeigt sich, dass mit ungewöhnlichen Denkweisen - neben dem Gleis - außergewöhnliche Ergebnisse - auf dem Gleis - erzielt werden können,“ so Dr. Jürgen Klenner, Vice President Strategy & Program Management Germany von DHL Global Forwarding.

Die BSH gilt bei energieeffizienten und ressourcenschonenden Hausgeräten heute weltweit als Kompetenz- und Innovationsführer und legt auch bei Produktion und Logistik höchsten Wert auf Nachhaltigkeit. Einem messbaren Klimaschutzziel hat sich auch DHL mit seinem konzernweiten Klimaschutzprogramm GoGreen verpflichtet. Bis zum Jahr 2020 will der Konzern seine CO2-Effizienz im Vergleich zu 2007 um 30 Prozent steigern.

 
Quelle: UD / cp

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