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21.09.2004

BMW setzt auf nachhaltigen Umgang mit Wasser

Wasser ist eine der wichtigsten Lebensgrundlagen. Ein schonender Umgang schützt die Umwelt und spart Geld. Bei der BMW Group setzt man dabei auf Kreislaufsysteme nach dem Vorbild der Natur. Mit Erfolg: Der Wasserverbrauch sank um 25 Prozent.

Durchschnittlich verbraucht jeder Bundesbürger täglich 126 Liter Wasser. Zum Trinken, zum Duschen, Wäschewaschen sowie für die Toilettenspülung. Der Griff zum Wasserhahn ist eine Selbstverständlichkeit. Doch Wasser ist kostbar und sein sparsamer Einsatz nachhaltig. Das weiß auch die Industrie, die in der Produktion große Wassermengen verbraucht. Bei BMW setzt man daher seit Jahren auf möglichst niedrigen Wasserverbrauch. So spart das Unternehmen Geld und schont Ressourcen.

Die BMW Group verbrauchte in 2001 rund 3,5 Mio. Kubikmeter Wasser. Das sind 25% weniger als noch vor 10 Jahren. Zudem nutzen die Münchner immer seltener ihr hochwertiges Trinkwasser sondern setzen auf Grund- und Oberflächenwasser. In den Werken München, Dingolfing und Landshut stammt mittlerweile bald jeder zweite Liter aus solchen Quellen. Im Automobilbau benötigt man Wasser vor allem zum Kühlen der Maschinen, zur Klimatisierung sowie im Fertigungsprozess.

Innovative Lösungen sollen den Ressourcenverbrauch weiter optimieren. So werden seit kurzem das Forschungs- und Innovationszentrum mit Grundwasser gekühlt. Gemeinsam mit den Stadtwerken München nutzen die Autobauer das vorhandene Grundwasser, um Gebäudeteile des Forschungs- und Innovationszentrums effizient zu kühlen. Dieses stammt aus sogenannten U-Bahn-Dükern, die die Grundwasserströme im Tunnelbereich steuern. Das von Natur aus kühle Wasser ersetzt nun strombetriebene Kältemaschinen, die bisher für angenehme Raumtemperaturen sorgten. Wenn das Wasser dann nach diesem Prozess erwärmt ist, fließt es wieder zurück in die Düker, wo es sich von selbst abkühlt. Neues, kühles Nass aus den Dükern wird in die Gebäude geleitet - ein endloser, nachhaltiger Kreislauf. Durch die Nutzung der natürlichen Kälte von oberflächennahen Grundwasser werden wertvolle Ressourcen geschont und CO2 Emissionen von jährlich bis zu 4.500 Tonnen vermieden. Das macht sich auch finanziell bezahlt: BMW spart 7 Mio. KWh Strom im Jahr.

Ein anderes Bespiel für schonenden Umgang mit Wasser ergibt sich in den Lackiereien: Damit Lackschichten wirksam vor Korrosion schützen können, müssen sie mehrfach behandelt und gereinigt werden. Dabei wird viel Wasser verbraucht. Mit Hilfe von „Kaskadesystemen“ nutzt BMW das Wasser so oft wie möglich. Mit Erfolg: Brauchte man früher zehn Liter Wasser pro Quadratmeter Karosserie-Oberfläche, so sind es heute im Werk Regensburg nur noch 4,5 Liter. 250 Mio. Euro war der BMW Group der Neubau eines entsprechenden Lackbereiches im Werk München wert. Zusätzlich trägt umweltfreundlicher Pulverklarlack dazu bei, dass sich einerseits die Optik und Qualität erhöht, zugleich jedoch komplett auf Wasser und klimaschädigende Lösungsmittel verzichtet werden kann. Die Planer wissen, dass sich die Investitionen lohnen, den neben Umweltaspekten gewinnen auch die ausgelieferten Fahrzeuge dank größerer Brillanz der Lacke.

„Mit dem Ressourcenmanagement beim Material- und Energieeinsatz sowie in den Bereichen Finanzen und Personal zielen wir auf Effizienzsteigerung, Kostensenkung und Produktivitätserhöhung,“ erläutert Raimund Medrisch, Leiter der Nachhaltigkeitskommunikation bei der MW Group, den Grundgedanken.
 
Quelle: UD

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