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10.09.2004

Kühlfahrzeuge bald energieeffizienter

Eigentlich ganz normal: Kühlschranktür auf, Joghurt raus, Tür sofort wieder zu. Bloß nicht zu lange offen lassen, denn das "frisst" ordentlich Strom. Doch bei Kühlfahrzeugen ist das nicht so einfach. Wird ein Kunde beliefert, stehen die Hecktüren während des Be- und Entladens zwangsläufig offen. Ein Württemberger Unternehmer hat jetzt eine pfiffige Idee.

Einer der größten Kühlfahrzeugflotten hat das Unternehmen Bofrost. Über 5.000 Fahrzeuge liefern jährlich europaweit Tiefkühl-Spezialitäten und Eiskrem aus - von Haus zu Haus. Derzeit kann bei allen Kühlfahrzeugen warme Luft ins Fahrzeuginnere strömen. Die Folge: Um die Temperatur im Laderaum auf dem erforderlichen Kühlniveau zu halten, steigen Kraftstoffverbrauch und Schadstoffausstoß gleichermaßen. Das belastet unnötig die Umwelt. Das Fahrzeugbau-Unternehmen Kiesling aus Dornstadt (Baden-Württemberg) entwickelt deshalb eine variable Isolierwand, die den Tiefkühlbereich von dem nicht zu kühlenden Laderaumteil abtrennen soll, um den Energieaufwand zu verringern.

Durchschnittlich dreißig Mal greift ein Fahrer während der täglichen Auslieferung auf den Laderaum seines Kühlfahrzeuges zu. Bei jedem Ladevorgang stehen die Hecktüren offen, und warme Außenluft strömt in den Kühlbereich. Das erfordert zusätzliche Kühlleistung, der Verdampfer der Kälteanlage kann vereisen. Der Fahrzeugmotor muss dadurch mehr Leistung erbringen, der Kraftstoffverbrauch steigt, und die Umwelt wird durch Abgase belastet.

Das Fahrzeugbau-Unternehmen Kiesling entwickelt nun mit finanzieller Unterstützung der DBU eine im Laderaum verschiebbare Trennwand für Kühlfahrzeuge, die den Energieaufwand zur Kühlung deutlich verringern soll. Der Tiefkühlbereich wird dadurch von der Außenluft abgeschottet und die Kälte bleibt bei jedem Ladevorgang dort, wo sie hingehört. Die integrierte Pendeltür braucht nur zur Entnahme der Tiefkühlprodukte geöffnet werden. Das kann sowohl den Kraftstoffverbrauch, als auch den Schadstoffausstoß um bis zu 30 Prozent verringern. Der Clou: Die Trennwand soll für Gebrauchtfahrzeuge problemlos nachrüstbar sein.

Auch in punkto Hygiene liegen die Vorteile auf der Hand: Durch die Isolierwand sind die im Laderaum des Fahrzeuges deponierten leeren Gitterboxen, die bei den Kunden in der Regel draußen zwischengelagert werden, von der Frischware im Tiefkühlbereich getrennt.
 
Quelle: UD

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