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Neue Partnerschaft: IBU ermöglicht Herstellern den Zugang zum US-Markt

Das Institut Bauen und Umwelt e.V. (IBU) hat eine Vereinbarung zur gegenseitigen Anerkennung mit dem nordamerikanischen EPD-Programmanbieter Smart EPD geschlossen. Dadurch erhalten Hersteller von Bauprodukten die Möglichkeit, ihre EPDs auch auf dem amerikanischen Markt zu präsentieren.

08.05.2024

Neue Partnerschaft: IBU ermöglicht Herstellern den Zugang zum US-Markt

Smart EPD ist ein vollständig digitales EPD-Programm für den nordamerikanischen Markt. Die gegenseitige Anerkennung von EPDs zwischen IBU und Smart EPD ermöglicht es Herstellern von Bauprodukten, neue Märkte zu erschließen, indem sie ihre EPDs auch bei Smart EPD für den US-Markt auflisten. In Zukunft sollen auch digitale Formate ausgetauscht werden können. Die verifizierten EPDs von Smart EPD und IBU werden ohne weitere Prüfung gegenseitig akzeptiert, auch wenn die Verifizierungsprogramme unabhängig voneinander sind.

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Wie beim IBU konzentriert sich auch CEO Anna Lasso und ihr Expertenteam bei Smart EPD darauf, innovative Wege zur datenorientierten Offenlegung der Umweltauswirkungen von Produkten kontinuierlich und glaubwürdig weiterzuentwickeln. Stefan Zwerenz, Leiter der Verifizierungsstelle beim IBU, hat in Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Verifizierer Matthias Schulz die vertragliche Vereinbarung zu den jeweiligen Verifizierungspraktiken mit Smart EPD getroffen. Zwerenz betont: „Smart EPD und das IBU haben die Prinzipien und Funktionsweisen Ihrer EPD-Programme harmonisiert, mit denen wir die gegenseitige Anerkennung auf Grundlage der ISO 21930 und EN 15804 erreichen konnten – ein absoluter Meilenstein für die internationale Verifizierungspraxis!“ 

Die Unterschiede der standardisierten Core PCRs (EN15804+A2 und ISO21930) wurden von beiden Parteien herausgearbeitet und können nun direkt im Hintergrundbericht eines EPDs aufgenommen und verifiziert werden.

Für Deklarationsinhaber des IBU bedeutet das konkret:

  • Die gegenseitige Anerkennung gilt für neu zu verifizierende EPDs.
  • Es sind einige zusätzliche Angaben in der EPD notwendig, aufgrund der Unterschiede von EN 15804 und ISO 21930, welche aber einfach mitverifiziert werden können.
  • Bei einer geplanten Nutzung dieser Anerkennung kontaktieren Sie die Verifizierungsstelle bitte frühzeitig, um die zusätzlichen Anforderungen zu erfahren.
  • Der Austausch der Dokumente findet aktuell nur als PDF statt.
  • Zur Beauftragung ist ein Auftragsformular (Declaration of Consent) für Smart EPD auszufüllen.
  • Die Kosten betragen 540,00 US-Dollar und sind an Smart EPD zu entrichten.
  • Gegenseitig anerkannte EPDs erhalten eine neue Titelseite im Layout des empfangenden Programms und eine zusätzliche Deklarationsnummer. Zudem müssen die jeweiligen Anforderungen des Anderen Programmes integriert werden.
  • Für den Transfer von IBU EPDs zu Smart EPD müssen die Anforderungen aus ISO 21930 und die Ergebnistabelle im TRACII-Format integriert sein.
  • Diese gegenseitige Anerkennung gilt ausschließlich für produktspezifische EPDs, produktdurchschnittliche EPDs, sektor-/industriespezifische und sektor-/industriedurchschnittliche EPDs. EPDs, die mit einem verifizierten Tool erstellt wurden, werden ebenfalls anerkannt, sofern die Anforderungen dabei gleich mit integriert werden.
  • Die gegenseitige Anerkennung wird durch eine gemeinsame Veröffentlichung der EPDs (gemäß EN 15804+A2:2019 und ISO 21930) auf der Website des jeweiligen Programmbetreibers auf Wunsch des Deklarationsinhabers ausgedrückt.
  • Jede EPD, die übertragen werden soll, muss in englischer Sprache vorliegen.
  • Informationen außerhalb einer EPD (zum Beispiel Anhänge) sind nicht Bestandteil der gegenseitigen Anerkennung.

Durch die wechselseitige Anerkennung stimmen die Partner überein, dass sowohl die EPDs als auch die PCRs entsprechend kompatibel sind. Einmal im Jahr werden über das sogenannte MonPan (Monitoring Panel) die Berechnungsregeln von IBU und Smart EPD auf relevante Änderungen hin überprüft. „Unsere beiden Organisationen fördern gemeinsam das Verständnis und die Nutzung von EPDs und entwickeln gleichzeitig ein Angebot, das in der Baubranche sehr anerkannt ist. Diese Initiative verschafft sowohl den Kunden von Smart EPD als auch den Kunden von IBU eine erhebliche Marktpräsenz,“ folgert Anna Lasso, CEO von Smart EPD.

Beim IBU gibt es gegenseitige Anerkennungen bereits seit knapp zehn Jahren. Aktuell ist der Transfer von EPDs in folgende acht Programme möglich:

  • Smart EPD (Nordamerika)
  • UL Solutions (USA)
  • BRE (UK)
  • ICMQ (Italien)
  • EPD Norge (Norwegen)
  • The International EPD System (Schweden)
  • AENOR (Spanien)
  • EPD Danmark (Dänemark)
Quelle: UD/cp
 

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