Reporting

US-Technologiekonzern Eaton stellt Nachhaltigkeitsbericht vor

Mit einem Jahresumsatz von 13,7 Milliarden US$ (Stand 2010) und über 70.000 Beschäftigten ist Eaton eines der größten Energiemanagementunternehmen weltweit. Unter dem Firmenslogan „Doing Business right“ verknüpft die Firma dabei ihre ökonomischen Interessen mit den modernen Anforderungen an nachhaltiges Wirtschaften. Ihr aktueller CSR-Report zeigt dabei, dass wirtschaftlicher Erfolg und verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen nicht nur kompatibel, sondern die Grundlage für eine erfolgreiche Firmenstrategie sind.

18.04.2011

Eaton: Cover des aktuellen CSR-Report. (Screenshot)
Eaton: Cover des aktuellen CSR-Report. (Screenshot)
„Doing Business Right“ - dieser Satz zieht sich durch alle Geschäftsfelder Eatons und steht stellvertretend für einen Anspruch, der im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht klar formuliert wird: „Nachhaltigkeit hat viele Dimensionen. Wir bei Eaton sehen sie als unseren Einsatz für heutige Erfordernisse bei gleichzeitiger Beachtung von Bedürfnissen der Welt von Morgen.“ Im Anschluss verweist das Unternehmen auf positive Entwicklungen in den Bereichen Emissionen, Wasser- und Energiemanagement sowie auf Erfolge bei der betrieblichen Krankenvorsorge. Wichtige Daten und Fakten aus dem Jahr 2010 werden dabei in einer zweiseitigen Scorecard zusammengefasst. Grundlegend beschäftigt sich der CSR-Report anschließend mit zwei Punkten: Zum einen erläutert Eaton seinen Ansatz, ressourcenschonend und umweltverträglich zu arbeiten - wobei es dem Unternehmen nicht nur um natürliche Rohstoffe, sondern auch um einen verantwortungsvollen Umgang mit Beschäftigten und der Gesellschaft geht. In einem weiteren Abschnitt berichtet Eaton über Fortschritte bei der Implementierung von Standards und Normen sowie der Verbesserung des Energie-Management-Systems.

Schutz für die Umwelt, die Mitarbeiter und die Gesellschaft

Als Mitglied des World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) ist für Eaton eine Performancesteigerung in den Bereichen Ökonomie, Ökologie und Soziales eine langfristige Verpflichtung. Im Zuge dieser Firmenstrategie, den Verbrauch von Ressourcen zu senken und Emissionen zu vermeiden, gelang es dem Unternehmen im Jahr 2010, über sieben Prozent an schädlichen Treibhausgasen einzusparen. Damit übertraf Eaton nicht nur sein eigenes Sparziel von angestrebten sechs Prozent, sondern setzte auch global neue Standards. Bei der Senkung des Wasserkonsums übertraf das Unternehmen die eigenen Erwartungen ebenfalls und reduzierte den Verbrauch sogar um mehr als 18 Prozent.

Über diese positiven Zahlen hinaus zeigt der Bericht aber auch Verbesserungsmöglichkeiten: So konnte das Unternehmen seine globale Abfallerzeugung zwar um etwas mehr als ein Prozent senken, verfehlte das angestrebte Ziel von drei Prozent aber deutlich. Ein Ergebnis, mit dem die Verantwortlichen nicht zufrieden sind. Trotzdem wurden die ambitionierten Vorgaben für 2011 nicht gesenkt. So sollen die Treibhausgasemissionen um weitere sechs, der Wasserverbrauch um drei und die Abfallerzeugung ebenfalls um drei Prozent reduziert werden. „Eaton ist aufgefordert, eine globale Führungsrolle beim Schutz der Umwelt, der Menschen und der Gesellschaft, in der wir leben und arbeiten, einzunehmen“, heißt es hierzu im Nachhaltigkeitsbericht.

Gerade im Bereich der Energieeinsparung sieht der Konzern noch erhebliches Potenzial für die Zukunft. Dabei geht es den Verantwortlichen einerseits um die eigenen Produktionsstandorte, aber auch um angebotene Produkte und Lösungen. Bereits heute bietet das Unternehmen in diesem Bereich energieeffiziente Lösungen für Rechenzentren, Belüftungs- und Klimaanlagen sowie intelligente Gebäudeautomatisierung an. In den kommenden Jahren sollen Kunden darüber hinaus aber auch verstärkt über den Nutzen solcher Lösungsansätze informiert werden. In der eigenen Firma will man 2011 den Schwerpunkt - neben einer Modernisierung der vorhanden Infrastruktur - verstärkt auf den Ausbau von Solarlösungen in einzelnen Werken und Produktionsstandorten legen.

Mit System zum Erfolg

Mit der Installation energieeffizienter Leuchtstofflampen gelang es Eaton in seiner Produktionsanlage Euclid (Ohio), den zukünftigen CO2-Ausstoß der Fabrik um mehr als 1.600 Tonnen zu senken und gleichzeitig über 150.000 US$ pro Jahr einzusparen. Diese und andere von Eaton im Nachhaltigkeitsbericht benannten Entwicklungen stehen nicht nur für die innovative Kraft innerhalb des Unternehmens selbst, sondern für Prozessabläufe, die für die Zukunft des Konzerns beispielhaft sein sollen. Neben dem ressourcenschonenden Umbau der Fahrzeugflotte geht es den Verantwortlichen dabei vor allem um die Implementierung von Normen, die alle Konzernbereiche erfassen und schon in den nächsten Jahren zum Standard in allen Verkaufs- und Produktionsstandorten werden sollen. Besonders betont der Bericht hierbei die 2010 eingeführte Life-Cycle Assessments (LCA). Diese analysieren die Auswirkungen eines Produktes auf Umwelt und Gesellschaft von der Beschaffung notwendiger Ressourcen bis hin zur abschließenden Verschrottung oder zum Recycling eines Produkts. Ergebnisse dieser Analysen werden anschließend bei der Produktentwicklung und Markteinführung berücksichtigt und steigern die Glaubwürdigkeit Eatons gegenüber Kunden und Zivilgesellschaft.

Auch in anderen Bereichen arbeitet Eaton an einer Formalisierung von Nachhaltigkeitsprozessen. So erweiterte das Unternehmen in 2010 seine Aufklärungsarbeit im Bereich Korruptionsbekämpfung und stärkte die innerbetriebliche Transparenz mithilfe eines interaktiven Onlinetools zur Information und Sichtbarmachung beispielsweise beim Umgang mit Geschenken und Entertainmentangeboten. Darüber hinaus verfügt Eaton über eine 24-Stunden-Hotline für Fragen nach ethischer und finanzieller Integrität. Ein weiterer Umstand, auf den das Unternehmen mit Stolz verweist, ist die hohe Beteiligung bei den jährlichen Mitglieder- und Kundenbefragungen. 2010 registrierte der Konzern eine Rücklaufquote von über 96 Prozent und stellte damit eine neue Höchstmarke auf. „Bei Eaton sind wir immer auf der Suche nach neuen Wegen uns als Arbeitgeber und Dienstleister zu verbessern. Das ist auch der Grund, warum wir regelmäßig den Kontakt mit Kunden und Angestellten suchen“, erläutert das Unternehmen diesen Ansatz.

Anerkennung als Auftrag

Für sein Engagement wurde Eaton im letzten Jahr von unterschiedlichen Stellen ausgezeichnet. So listete das Ethisphere Institut das Unternehmen 2010 als eine der „World’s Most Ethical Companies“, und auch im vom Newsweek magazin herausgegebenen „Green Ranking“ der 500 größten Firmen Amerikas schaffte es Eaton auf Platz 16 (Platz 43 in 2009). Neben solchen Auszeichnungen ziehen aber auch immer wieder konkrete Projekte die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und von Fachkreisen auf sich. So wurde etwa das Hauptquartier Asien-Pazifik in Shanghai durch das US Green Building Council mit „Leadership in Energy and Environmental Design (LEED) Gold“ zertifiziert - es ist damit das erste Gebäude in China, das mit dem Goldlevel ausgezeichnet wird. Der Verantwortung, die mit solchen und anderen Auszeichnungen einhergeht, ist man sich bei Eaton bewusst und so heißt es im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht: „Wir sind noch nicht perfekt, aber wir bemühen uns Jahr für Jahr, ein bisschen besser zu werden.“
Quelle: UD
 
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