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20.04.2015

VAUDE erstellt Gemeinwohl-Bilanz

Können Unternehmen so wirtschaften, dass sie selbst und zugleich auch das Gemeinwohl dabei profitieren? Bergsportausrüster VAUDE ist überzeugt davon und zeigt, dass es möglich ist. Seit Jahren verfolgt das Unternehmen eine konsequente und wirtschaftlich erfolgreiche Nachhaltigkeitsstrategie. Als erstes Unternehmen der Outdoor-Branche veröffentlicht VAUDE nun eine auditierte Gemeinwohl-Bilanz, die neben ökonomischen vor allem auch ökologische und soziale Faktoren bewertet.

VAUDE ist damit ein Pionierunternehmen der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ), einer Initiative, die sich für ein Umdenken in der Wirtschaft zugunsten des Gemeinwohls einsetzt. Besonders positive Bilanzwerte werden VAUDE im Bereich der ökologischen Nachhaltigkeit bescheinigt.

„Wir verbrauchen die Ressourcen von zwei Welten, die Klimaerwärmung steigt, die Schere zwischen Reich und Arm geht immer weiter auseinander. Gleichzeitig werden Unternehmen in unserem Wirtschaftssystem vor allem nach ihrem finanziellen Erfolg bewertet. Aspekte wie ökologische Verantwortung oder soziale Gerechtigkeit werden dabei ausgeblendet. Die Gemeinwohl-Bilanz bewertet genau diese wichtigen ethischen Faktoren und damit die gesamte unternehmerische Verantwortung“, so Antje von Dewitz, Geschäftsführerin VAUDE.

Das Unternehmen, das seit Jahren weltweit ökologische und soziale Standards setzt, hat sich durch sein hohes Engagement als nachhaltigster Outdoor-Ausrüster Europas positioniert. VAUDE berichtet seit vielen Jahren transparent und glaubwürdig über seine Nachhaltigkeitsaktivitäten. Die Gemeinwohl-Ökonomie ist für VAUDE ein wichtiger Baustein, um ein weiteres Stück Transparenz zu schaffen und sich dem kritischen Dialog mit der Öffentlichkeit zu stellen.

Die Gemeinwohl-Bilanz

Eine Gemeinwohl-Bilanz misst unternehmerischen Erfolg nicht primär am Finanzgewinn, sondern an seinem Beitrag zum Gemeinwohl. Dazu zählen Menschenwürde, Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und demokratische Mitbestimmung sowie Transparenz. Zielsetzung ist eine nachvollziehbare und ehrliche Einschätzung, wo sich ein Unternehmen im Hinblick auf das Gemeinwohl befindet. Im Vergleich zu anderen Nachhaltigkeitsstandards wie GRI oder EMAS liefert die GWÖ-Bilanz nicht nur eine hohe Transparenz über alle Bereiche unternehmerischer Verantwortung, sondern auch eine qualitative Bewertung.

Erstellung und Bewertung der GWÖ-Bilanz

Die GWÖ-Bilanz wird im ersten Schritt als Selbsteinschätzung in Form eines ausführlichen GWÖ-Berichts erstellt. Anschließend prüft und bewertet ein externer GWÖ-Auditor die darin enthaltenen Angaben. Mit Hilfe eines Punktesystems ergibt sich ein direkter Vergleich zwischen der Selbsteinschätzung und der Einschätzung des externen GWÖ-Auditors. Das Resultat wird im Audit-Bericht offen gelegt. Das dazugehörige Testat gibt die Bilanzsumme, d.h. die erreichte Gesamtpunktzahl, bekannt. Daran lässt sich der Beitrag, den das Unternehmen für das Gemeinwohl leistet, klar erkennen, messen und auch vergleichen.

GWÖ-Bewertung von VAUDE

Die GWÖ-Bilanz, die nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Nichtregierungsorganisationen konzipiert ist, vergibt Punkte auf einer Skala von -2.850 bis +1.000. VAUDE erreicht 502 Punkte und damit eine für ein Wirtschaftsunternehmen erfreulich hohe Wertung. Insbesondere in den Bereichen „Ökologische Gestaltung von Produkten“ und „Reduktion ökologischer Auswirkungen“ gilt VAUDE als vorbildlich. So hält sich VAUDE mit seinem eigenen Bewertungssystem, „Green Shape“ freiwillig an strenge Kriterien für umweltfreundliche und ressourcenschonende Produkte.

Außerdem ist VAUDE am Standort Tettnang klimaneutral und nach dem europäischen Umweltmanagementsystem EMAS zertifiziert. Auch beim „Ethischen Beschaffungswesen“ scheidet VAUDE sehr gut ab – hierbei spielt die Mitgliedschaft bei der Fair Wear Foundation, welche die Einhaltung fairer Produktionsbedingungen weltweit überprüft, eine wichtige Rolle. Auch der positive Beitrag, den VAUDE zur „Erhöhung des sozialen und ökologischen Branchenstandards“ in der gesamten Outdoor-Branche geleistet hat, wird hervorgehoben.

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VAUDE finanziert sich als Familien-Unternehmen ausschließlich aus seinen selbst erwirtschafteten Unternehmensgewinnen. GWÖ-Themen wie Miteigentum der Mitarbeiter am Unternehmen, Bestimmung der Führungskräfte durch Wahl oder die demokratische Entscheidung über die Gewinnverteilung stehen bei VAUDE derzeit nicht im Fokus.

„Die Gemeinwohl-Bilanz zeigt, wie engagiert ein Unternehmen seine Verantwortung wahrnimmt, auch im Vergleich zu anderen. Wir spüren, dass Konsumenten dies zunehmend wissen möchten, um selbst auch verantwortlich handeln zu können. Wir sind stolz auf unser Ergebnis, das für ein Wirtschaftsunternehmen in einem starken Wettbewerbsumfeld hervorragend ist. Wir unterstützen die Philosophie der GWÖ und freuen uns, wenn wir auch andere Unternehmen dazu motivieren können“, so VAUDE-Geschäftsführerin Antje von Dewitz.

GWÖ-Gründer Christian Felber freut sich über das neue GWÖ-Pionier-Unternehmen VAUDE: „Die GWÖ-Bilanz kann den unternehmerischen Beitrag zum Gemeinwohl nicht millimetergenau messen, gibt als ethischer Kompass aber verlässlich die Richtung vor, in die sich Unternehmen entwickeln sollten. Auf diesem Weg ist VAUDE mit über 500 Punkten weit fortgeschritten und in einigen Bereichen sogar vorbildlich.“

 
Quelle: UD/pm

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