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Mobilität & Logistik

Intelligentes Laden mit BMW

Derzeit erprobt die BMW Group eine neuartige Ladestrategie für Elektrofahrzeuge. Sie sollen vermehrt dann laden, wenn das Netz mit ausreichend Ökostrom versorgt ist.

13.05.2020

Intelligentes Laden mit BMW zoom

Wenn wir das Klima schützen wollen, müssen wir mehr und mehr auf fossile Brennstoffe verzichten. Dafür sollten wir (vor allem) auf Solarstrom und Windkraft setzen. Das wissen wir längst. Aber die Umsetzung ist rein technisch oft schwieriger als gedacht. Ein Beispiel sind die Stromnetze. Während Kraftwerke bislang den Strom kontinuierlich zentral erzeugt haben und dieser dann von dort an die Haushalte verteilt wurde, sind nun Abertausende dezentrale Photovoltaik- und Windkraftanlagen daran beteiligt, Strom zu produzieren. Und die dabei produzierten Strommengen schwanken teils sehr stark. An sonnenreichen und/oder windreichen Stunden steht viel Strom zur Verfügung. Und es gibt Phasen, in denen die in einer Region produzierte Ökostrommenge so gering ist, dass teils gigantische Strommengen aus einer anderen Region bezogen werden müssen, um das auszugleichen.

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Ein gutes Beispiel dafür ist Deutschland. Hier wird der Süden durch Wasserkraft und einen steigenden Solarstromanteil zwar immer öfter mit ausreichend Öko-Energie versorgt. Aber auch die Versorgung mit Windstrom aus dem Norden des Landes spielt eine wichtige Rolle: Er wird bei Bedarf über entsprechende Stromtrassen zu den Verbrauchern im Süden geleitet. Ein großes Problem dabei ist allerdings die begrenzte Kapazität dieser „Stromautobahn“.

Effizienz durch zeitlich flexibles Laden

Was aber, wenn Elektrofahrzeuge so intelligent mit vornehmlich Ökostrom „betankt“ werden, dass ihr Akku nur dann geladen wird, wenn es keinen Engpass im Netz gibt? Dann könnte ein – Dank der steigenden Anzahl von Elektrofahrzeugen - steigender Anteil an Strom genau dann bezogen werden, wenn genügend Energie aus nachhaltigen Quellen und entsprechende Kapazitäten auf der Stromautobahn vorhanden sind. Das Netz würde also entlastet. Zudem müssten die für Engpässe vorgesehenen „Reserve-Kraftwerke“ weniger Energie erzeugen. Das schont das Klima, weil diese Kraftwerke in der Regel mit Kohle oder Gas betrieben werden müssen.

Genau diese Idee ist Hintergrund für ein Pilotprojekt, dass die BMW Group und der Übertragungsnetzbetreiber TenneT ins Leben gerufen haben. Die grundsätzliche Überlegung der Experten: Für das Laden eines Elektrofahrzeugs wie dem BMW i3 ist oft nicht entscheidend, wann genau es geladen wird. Es muss nur dann „voll“ sein, wenn der Fahrer oder die Fahrerin fahren will. Es wäre also sinnvoll, dass der BMW i3 vor allem dann Strom bezieht, wenn genügend Ökostrom verfügbar ist und keine Engpässe im Netz herrschen.

Wohlgemerkt: Immer unter der Voraussetzung, dass der Fahrer oder die Fahrerin dem zustimmt und das Fahrzeug nicht doch so schnell wie möglich mit voller Akkuleistung benötigt wird. Die Mobilität des Kunden hat also hier immer Vorrang. Wer aber ein zeitlich flexibles Laden erlaubt, kann mit seinem E-Fahrzeug nun zusätzlich auch eine optimale Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen unterstützen. Und: In Zukunft ist sogar denkbar, dass die Kunden beispielsweise von reduzierten Preisen für ihren Ladestrom profitieren.

Das Herzstück des Konzepts ist eine für BMW Charging entwickelte Ladesteuerung und eine Vernetzungstechnologie, die etwa beim BMW i3 bereits serienmäßig an Bord ist. Diese Ladesteuerung registriert die vom Netzbetreiber TenneT signalisierten Bedürfnisse des Stromnetzes und kann auf dieser Basis Ladevorgänge von angeschlossenen E-Fahrzeugen optimal steuern. Und das unabhängig davon, ob das Fahrzeug über eine öffentliche Ladestation, eine BMW Wallbox oder eine herkömmliche Haushaltssteckdose mit dem Stromnetz verbunden ist.

Testlauf für Europa

Das Ende vergangenen Jahres in Deutschland gestartete Projekt ist nach einem vergleichbaren Piloten in Kalifornien ein erster Testlauf für Europa. In Kalifornien erprobt die BMW Group die intelligente, bedarfs- und stromnetzorientierte Steuerung von Ladevorgängen mit mehr als 300 Elektrofahrzeugen bereits seit mehreren Jahren sehr erfolgreich.

Quelle: UD/cp
 

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