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Arbeitsplatz

Virenfreie Kleidung ist systemrelevant

Branchenübergreifend benötigen Angestellte gerade in der Coronavirus-Krise sichere Schutzkleidung. Oft liefern Mietanbieter diese Spezial-Textilien. Auf sie kommen nun ganz besondere Anforderungen zu – auch um die eigenen Mitarbeiter zu schützen.

14.04.2020

Virenfreie Kleidung ist systemrelevant

Kann der Coronavirus SARS-CoV-2 über Oberbekleidung übertragen werden? Auszuschließen ist es nicht. Auf Materialien wie Papier, Kunststoff oder Glas bleibt ein SARS-Erreger bei Zimmertemperatur immerhin zwischen vier und fünf Tagen am Leben, hat ein Forscherteam der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Greifswald herausgefunden.

Gleichwohl gilt alltägliche Oberbekleidung als vergleichsweise unkritisch, was die Verbreitung von Viren angeht. Nur bei Stoffen, die direkten Kontakt mit Nase und Mund haben – wie etwa selbst genähten Mund-Nase-Masken – rät das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte dazu, sie nur jeweils einmal zu tragen und dann sofort bei mindestens 60 Grad Celsius zu waschen.

Anders sieht es bei Berufsbekleidung aus, die Unternehmen ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellen. Vor allem bei Schutzkleidung, die ihre Träger vor Unfällen oder gesundheitlichen Schäden bewahren soll, gelten besondere Vorschriften aus dem Arbeitsschutzgesetz, verschiedenen Gefahrstoffverordnungen und auch dem Infektionsschutzgesetz.

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Informationsbedarf der Kunden ist hoch

Um bei diesem sensiblen Thema immer auf der sicheren Seite zu sein, leihen viele Unternehmen ihre Arbeits- und Schutzkleidung bei Spezialdienstleistern aus. Die Mietkleidungsbranche ist in der aktuellen Gesundheitskrise besonders gefordert. Ettlingens Bürgermeister Moritz Heidecker betonte gegenüber einer örtlichen Zeitung sogar, dass ein in seiner Kommune ansässiger Textilserviceanbieter systemrelevant sei, weil er für Kleidungshygiene in so wichtigen Bereichen wie dem Gesundheitswesen sowie der Lebensmittel-, Pharma- und Chemiebranche sorge. „Wir müssen das Möglichste tun, dass die Lastwagenfahrer und Mitarbeiter in der gewerblichen Reinigung des Unternehmens von dem Virus verschont bleiben“, setzte sich der Politiker auch für Vorsichtsmaßnahmen für die Beschäftigten ein.

Natürlich ist der Informationsbedarf bei den Kunden der Berufsbekleidungsvermieter in Zeiten der Coronavirus-Krise besonders hoch. CWS aus Dreieich hat deswegen ein eigenes Informationsportal zum Coronavirus eingerichtet. Es bietet wichtige Fachinformationen, vor allem aber auch grundsätzliche Verhaltenstipps: „Die Einhaltung der allgemeinen Hygieneempfehlungen ist nach wie vor der wirksamste Schutz vor Infektionen – lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten“, wirbt etwa Jürgen Höfling, CEO der CWS-boco International GmbH, in einem online veröffentlichten Schreiben für ein geschärftes Bewusstsein für Hygienefragen.

Optimale Lösungen für die Händehygiene

Gerade das Thema Händehygiene liegt dem europaweit tätigen Mietanbieter für die Bereiche Hygiene, Berufskleidung und Brandschutz besonders am Herzen. Die Internetseite www.haendehygiene.de präsentiert schon seit Längerem Tipps zur richtigen Handreinigung und -desinfektion sowie Informationen zur Verbreitung von Keimen, die nun nochmal an Relevanz gewonnen haben.

 
 

Die Erkenntnisse zum richtigen Händewaschen hat CWS mit dem „SmartWash“ sogar in ein eigenes Produkt umgesetzt. Die neuartige Armatur mischt Wasser, Seife und Luft automatisch optimal zusammen und leitet den Anwender durch einen einwandfreien Waschprozess. In einem vorgegebenen 20-sekündigen Ablauf werden die Hände eingeseift und dann mit klarem Wasser abgespült. Der Gesamtprozess spart gegenüber herkömmlichen Verfahren sogar Wasser und Seife ein.

Servicefahrer halten nun Abstand

Über die allgemeinen Empfehlungen hinaus achtet CWS auch auf bestmögliche professionelle Hygienestandards. Im Unternehmen wurde ein nach DIN 14065:2016 zertifiziertes Hygienemanagementsystem etabliert. Dieses umfasst auch fachgerechte desinfizierende Waschverfahren. Insgesamt verfügt das Unternehmen nach eigenen Angaben über vier entsprechend RAL-zertifizierte Wäschereien, in denen potenziell infektiöse Kleidung gereinigt werden kann.

Unternehmensintern wurde außerdem ein Pandemieplan in Kraft gesetzt. Die insgesamt 12.000 Mitarbeiter werden auf dessen Basis gezielt informiert und geschult. Unter anderem wird nach den Worten von Jürgen Höfling in der Wäscherei und im Service mittlerweile fortlaufend mit Schutzausrüstung gearbeitet.
Die Einhaltung besonderer Infektionsschutzregeln dient nicht zuletzt auch der Gesunderhaltung der eigenen Belegschaft. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den Servicefahrern, weil sie eigentlich direkten Kundenkontakt haben. Zu ihrem Schutz wurde der Auslieferungsprozess angepasst. Beim Kunden werden die Säcke mit benutzten und neuen Wäschestücken nun kontaktlos ausgetauscht. Kunden und Lieferanten sollen dabei mindestens 1,5 Meter Abstand zueinander halten.

Vorgesorgt hat CWS auch für den Fall, dass in einem Kundenbetrieb Corona-Infektionen aufgetreten sind. Potenziell infektiöse Wäsche wird dort dann in Extra-Plastiksäcken gesammelt, vom CWS-Service an der Außenpforte des Unternehmens abgeholt und in speziellen Containern transportiert. Außerdem wird anschließend das Fahrzeug desinfiziert.

Quelle: UmweltDialog
 

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