26.02.2020
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15.01.2020

Innovation & Forschung

Zeolithe verlangsamen den Klimawandel

Forscher der schwedischen Chalmers University of Technology haben ein Material entwickelt, das CO2 aufsaugt wie ein Schwamm. Basis ist Zeolith, ein natürlich vorkommendes, äußerst poröses Mineral mit hoher innerer Oberfläche. Es ist ein ausgezeichneter CO2-Schlucker. Durch die Kombination mit Zellulose ist ein haltbares, leichtgewichtiges und stabiles Material entstanden.

Zeolithe verlangsamen den Klimawandel

Umweltverträglich und billig

Die Zellulose beeinträchtig die Fähigkeit des Zeoliths, CO2 aufzunehmen, nicht. Es handelt sich laut den Experten um ein umweltverträgliches und preiswertes Material, das tatsächlich einem Schaum ähnelt. Es besitzt zudem die Fähigkeit, CO2 aus den Rauchgasen von fossilen Kraftwerken zu entfernen. Damit könnte die Idee, diesen Kraftwerkstyp mit der Umwelt zu versöhnen, endlich greifbar nahe zu sein.

Das eingefangene CO2 könnte in tiefgelegenen geologischen Formationen endgelagert oder, besser noch, genutzt werden, um in Kombination mit Strom aus erneuerbaren Quellen und Wasser in klimaneutrale Treib- und Brennstoffe umgewandelt werden. Bisher scheiterte das daran, dass der Wirkungsgrad der Kraftwerke um bis zu zehn Prozentpunkte schlechter wurde, sobald eine CO2-Wäsche eingebaut wurde.

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Alternative zu Aminen gefunden

Das heutige Verfahren, CO2 einzufangen, funktioniert mit Aminen. Diese sind flüssig und belasten die Umwelt, wenn sie versehentlich in die Umwelt gelangen. Um sie vom Klimagas zu befreien, muss die Flüssigkeit auf hohe Temperaturen erwärmt werden. Das kostet Energie, die den Wirkungsgrad deutlich senkt. Bei Zeolithen reichen weit niedrigere Temperaturen.

Bisher scheiterte der Einsatz von Zeolithen zur Entfernung von CO2 aus Rauchgasen daran, dass sie schwer zu handhaben waren. Weil sie jetzt in einem Schwamm aus Zellulose stecken, können sie ihre Aufgabe optimal erfüllen. "Was uns am meisten erstaunte, war die Menge an Zeolith, das sich in diesem Schaum unterbringen ließ", sagt Chemie-Doktorand Walter Rosas Arbelaez. "Als wir die 90-Prozent-Marke erreicht hatten, wussten wir, dass wir etwas Außergewöhnliches geschafft hatten." Es sei ein wichtiges Puzzleteil bei der Verlangsamung des Klimawandels.

Quelle: UD/pte
 

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