19.08.2019
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11.06.2019

Klimawandel

„Generation Klimaschutz“ geht mit gutem Beispiel voran

Klimaschutz geht uns alle an. Die Sieger des KlimaHelden-Contests von ista, Bildungscent, Multivision und Startnext sind mit gutem Beispiel vorangegangen. Auf den Berliner Energietagen erhielten die Schüler Lob, Anerkennung und das wohlverdiente Preisgeld. In der Diskussion mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft betonten sie aber, dass es Zeit ist für konkretes, gemeinsames Handeln.

„Generation Klimaschutz“ geht mit gutem Beispiel voran
Preisträger des Wettbewerbs KlimaHelden-Contests 2019

Mehr als 15.000 Euro von über 600 Unterstützern haben die zehn Schülerprojekte eingeworben, die es in die Endrunde des KlimaHelden-Contests geschafft hatten. Nach Ende des Crowdfundings auf der Plattform Startnext Anfang Mai steht fest: Gewonnen hat das Lerngarten-Projekt der Gesamtschule Essen-Holsterhausen. Ganze 5.555 Euro sagten 237 Unterstützer zu, um im Garten der Schule ein Gewächshaus und einen Geräteschuppen zu bauen und das Insektenhotel zu erweitern.

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Reparatur-AG und Mülltrennungssystem gehören zu den Gewinnern

Den zweiten Platz errang die Projektgruppe „RepairAG – folgen_reich reparieren“ des Wilhelm-Gymnasiums Braunschweig. Sie sammelte 4.217 Euro von über 200 Unterstützern ein. Nun sollen Arbeitsplätze eingerichtet und Werkzeuge angeschafft werden, damit Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 6 und 7 künftig verschiedene Alltagsgegenstände reparieren können, anstatt sie achtlos wegzuwerfen.
„Müll trennen mit Kopf, Herz und Hand“ heißt das drittplatzierte Vorhaben, das Finanzierungszusagen von 3.140 Euro erhalten hat. Die Klasse 6a der Haupt- und Realschule Kreiensen im niedersächsischen Greene will damit neue Müllbehälter aus recyceltem Material für ein Mülltrennungssystem finanzieren.

Außerdem wurde ein Sonderpreis für das Projekt „Energy Floor“ des Technischen Gymnasiums Holzminden vergeben. Mit der eingeworbenen Summe von 520 Euro soll der Prototyp einer Fußbodenplatte verbessert werden, mit der durch Schritte Strom erzeugt und gespeichert werden kann.

Anke Gregersen moderierte die Podiumsdiskussion bei ista auf den Berliner Energietagen 2019
Anke Gregersen moderierte die Podiumsdiskussion bei ista auf den Berliner Energietagen 2019

„Klimaschutz funktioniert nur, wenn alle in der Gesellschaft mit anpacken. Deswegen haben wir den Wettbewerb mit unseren Partnern ins Leben gerufen und unterstützen die Schülerinnen und Schüler mit großer Freude dabei, ihre tollen Projekte Wirklichkeit werden zu lassen“, hatte ista-CEO Thomas Zinnöcker bereits im Vorfeld gesagt. Mit dem Appell an die gemeinsame Verantwortung befand er sich auf einer Linie mit den Teilnehmern der anschließenden Podiumsdiskussion zum Thema „Wer ist verantwortlich für den Klimaschutz?“ Unter der Moderation von Anke Gregersen vom Verein und Wettbewerbskooperationspartner „Die Multivision“ diskutierten Florian Dötterl, Corina Conrad-Beck von der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Silke Ramelow vom Verein BildungsCent, Louis Motaal von der Initiative „Plant for the Planet“ sowie Christian Noll als Vertreter der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz.

Schüler reisten zur Preisverleihung nach Berlin

Als Siegerin erhielt die Gesamtschule Essen-Holsterhausen ein Preisgeld von 3.000 Euro. Platz 2 beim KlimaHelden-Contest war mit immerhin noch 2.000 Euro und der dritte Platz mit 1.000 Euro dotiert.

Ihre Preise erhielten die Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte am 20. Mai bei den Berliner Energietagen. ista hatte unter dem Motto „Generation Klimaschutz“ zur Veranstaltung „ista macht Schule auf den Berliner Energietagen“ eingeladen. Die Preisverleihung nahm Florian Dötterl vor. Er ist beim Energiedienstleister Leiter Unternehmenskommunikation und Politik.

Silke Ramelow und Christian Noll bei der Podiumsdiskussion von ista auf den Berliner Energietagen 2019.
Silke Ramelow und Christian Noll bei der Podiumsdiskussion von ista auf den Berliner Energietagen 2019.

Schülerin forderte konkrete Aktivitäten

Alissa Reddmann von der Gesamtschule Essen-Holsterhausen vertrat die Schülerschaft. Sie mahnte die Anwesenden, umgehend aktiv zu werden. Reddmann gehört nicht nur zur siegreichen KlimaHelden-Gruppe, sondern ist Teilnehmerin der ersten Stunde bei „ista macht Schule“. Schon voriges Jahr stellte sie bei den Berliner Energietagen die KlimaKiste vor.

Klimaschutz betrifft alle Bereiche der Gesellschaft. Das wurde auch im „World Café“ nach der Podiumsdiskussion deutlich. Die Anwesenden verteilten sich mehr oder weniger zufällig an drei Tische, um – unterstützt von Themenpaten – die Erwartungen und Forderungen zu erörtern, die Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft aneinander haben, wenn es um die Bewältigung der Klima-Krise geht. Auch hier war, wie ista mitteilt, das Fazit eindeutig: „Damit Klimaschutz gelingt, ist jeder von uns gefragt. Nur wenn wir uns gemeinsam stark machen, können wir etwas bewegen.“

Preise des KlimaHelden-Contests 2019

Das ist der KlimaHelden-Contest

Der 2018 ins Leben gerufene KlimaHelden-Contest ist Teil der Initiative „ista macht Schule“. Dafür hat ista in Kooperation mit dem gemeinnützigen Verein Bildungscent 100 Schulen mit „KlimaKisten“ ausgestattet. Beim KlimaHelden-Contest geht es darum, dass Schülerinnen und Schüler konkrete Klimaschutzprojekte in ihren Schulen entwickeln und diese im Rahmen einer Crowdfunding-Aktion bewerben. Es siegen die Schulprojekte, die die höchsten Unterstützungssummen eingeworben haben. Die drei Erstplatzierten erhalten zusätzlich noch ein Preisgeld. Weitere Kooperationspartner neben ista und Bildungscent sind der Verein für Jugend- und Erwachsenenbildung „Die Multivision“ und die Crowdfunding-Plattform Startnext.

Quelle: UmweltDialog
 

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