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20.11.2019

Energiewende

Notwendigkeit von Wasserstoff für die Energiewende

Über 100 Teilnehmer aus Politik, Industrie und Verbänden haben beim Parlamentarischen Abend von DNV GL diskutiert, wie der emissionsfreie Energieträger dazu beitragen kann, die Klimaziele der Bundesrepublik zu erreichen und welche industriepolitischen Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen.

Notwendigkeit von Wasserstoff für die Energiewende

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, eröffnete den Abend mit einer Keynote, in der er die politischen Rahmenbedingungen, Chancen und Risiken für Wasserstoff darlegte: „Mit dem heutigen Netz von Wasserstofftankstellen kann man sich bereits problemlos durch Deutschland bewegen. Diese Infrastruktur wollen wir weiter ausbauen. Ziel: Wasserstoffinfrastruktur mit 400 Tankstellen bis zum Jahr 2025. Auch danach wollen wir nicht aufhören. 1.000 Tankstellen bis 2030 sind realistisch“. 

In der anschließenden Podiumsdiskussion loteten Dr. Ingrid Nestle, MdB, Bündnis 90/Die Grünen; Johann Saathoff, MdB, SPD; Hans-Joachim Polk, Vorstand, VNG; Dr. Klaus Kleinekorte, Geschäftsführer, Amprion; Dr. Thomas Zengerly, Vorsitzender der Geschäftsführung, Deutsche Shell Holding und Marc Grünewald, Vice President, MAN Energy Solutions MAN Industry Solutions, die Chancen der Technologien rund um Wasserstoff aus.

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„Wasserstoff ist ein wesentliches Element des zukünftigen Energie- und Mobilitätsmix. Er bietet Deutschland eine einmalige Chance, sich einen technologischen Vorsprung zu erarbeiten,“ sagte Dr. Felix Weise, Geschäftsführer Öl & Gas bei DNV GL. „Wasserstoff kann das fehlende Glied in der Kette sein, um das Energietrilemma zwischen Bezahlbarkeit, Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit in der Energiewende zu lösen. Es gibt zudem keine technischen Themen, die nicht gelöst werden können.“ 

Rahmenbedingungen für Wasserstoffwirtschaft schaffen

Dazu benötige es Veränderungen in der Ordnungspolitik, um den Stein für eine Wasserstoffwirtschaft ins Rollen zu bringen. Dr. Klaus Kleinekorte, Geschäftsführer, Amprion, sagte: „Wir könnten mit Projekt Hybridge 2023 in Betrieb gehen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) muss aber die Voraussetzungen schaffen, diesen Piloten im regulierten Bereich zu ermöglichen. Der Markt kann das nicht leisten, da ein First Mover stets erwürgt wird. Daher gibt es keine First Mover.“

Im kürzlich veröffentlichten „Energy Transition Outlook 2019“-Report prognostiziert DNV GL, dass die Energiewende trotz signifikanter Fortschritte unter anderem bei der Elektrifizierung nicht schnell genug sein wird, um die globalen Klimaziele des Pariser Übereinkommens zu erreichen. Dabei sieht DNV GL durch verbesserte Effizienz eine Stagnation des Energieverbrauchs um das Jahr 2030 herum.

Eine Kombination vom Ausbau bestehender Technologien, verbunden mit industriepolitischen Anreizen, könnte die Energiewende erheblich beschleunigen, um das Ziel von maximal 1,5 Grad Celsius globaler Erwärmung bis 2100 noch zu erreichen.

Quelle: UD/cp
 

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