22.11.2019
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15.07.2019

Reporting

MAN erreicht Klimaziele in der Produktion vorzeitig

Mehr produzieren und zugleich weniger Ressourcen verbrauchen? Das muss kein Widerspruch sein. Der Nachhaltigkeitsbericht der MAN Gruppe zeigt, wie ein Unternehmen durch konsequentes Klimamanagement sowohl Wachstums- als auch ökologische Ziele erreichen kann.

MAN erreicht Klimaziele in der Produktion vorzeitig

Der Nutzfahrzeughersteller MAN hat den CO2-Ausstoß seiner Produktionsstandorte um mehr als ein Viertel gesenkt. Diese stießen im Jahr 2018 rund 26 Prozent weniger CO2 aus als im Basisjahr 2008. Damit hat MAN sein selbst gestecktes Ziel zwei Jahre früher erreicht als ursprünglich geplant

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Zugleich war die wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2018 sehr positiv: Produktion und Absatz stiegen bei MAN Truck & Bus in Europa um Plus 10,3 Prozent auf mehr als 95.000 produzierte Fahrzeuge. Der Geschäftsbereich MAN Latin America legte sogar noch deutlicher zu, auf Plus 32,7 Prozent. Das entspricht mehr als 35.000 produzierten Fahrzeugen. 

Im Sinne der nachhaltigen Entwicklungsziele der UN (SDGs) kommt es vor allem darauf an, Zielkonflikte wo möglich aufzulösen: Wachstum schafft Arbeitsplätze und Wohlstand. Zugleich kommt es aber auch darauf an, den Ressourcenverbrauch und Ausstoß von gefährlichen Treibhausgasen davon zu entkoppeln. Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht von MAN zeigt, dass der Münchner Nutzfahrzeuge-Hersteller hier auf einem sehr guten Weg ist: Insgesamt stieg der Energieverbrauch im Vergleich zur Produktivität nur leicht um 2,2 Prozent. Die Treibhausgasemissionen pro produziertem Fahrzeug sanken deshalb um 17,2 Prozent. 

Auch die absoluten Emissionen konzernweit wurden auf 406 Tausend Tonnen gesenkt. Das entspricht einer Reduktion um 141.374 Tonnen CO2 innerhalb von zehn Jahren. Damit hat MAN sein selbst gestecktes Ziel zwei Jahre früher erreicht als ursprünglich geplant. Denn eigentlich war in der bereits im Jahr 2011 verabschiedeten MAN-Klimastrategie eine Reduktion um 25 Prozent erst für das Jahr 2020 vorgesehen.

„Wir sind stolz auf diesen großen Erfolg, den unser Projektteam über alle Standorte hinweg mit großem Einsatz vorangetrieben hat. Als Industrieunternehmen haben wir eine Verantwortung zum Schutz der Umwelt und des Klimas. Dieser Verantwortung werden wir mit unseren gezielten Maßnahmen im Rahmen unserer Klimastrategie gerecht“, sagt Michael Kobriger, Vorstand Produktion und Logistik bei MAN Truck & Bus.

Kluges Maßnahmenpaket 

Das Unternehmen setzte dafür auf einen systematischen Ansatz. Neben der Produktion von Energie in eigenen Anlagen und einem systematischen Energiemanagement führte auch eine Steigerung der Energieeffizienz in der Produktion zu den gewünschten Verbesserungen. 

In den vergangenen Jahren investierte MAN Truck & Bus rund 40 Millionen Euro in die CO2-Reduktion seines Produktionsnetzwerks. Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen greifen dabei vor allem im Bereich des Klima- und Energiemanagements: 

  1. Wichtigster Baustein der Strategie ist die Umstellung auf Grünstrom: An den europäischen Produktionsstandorten wurden 2018 rund 56.500 Megawattstunden Grünstrom bezogen. Das sorgte für eine Einsparung von umgerechnet 40.000 Tonnen CO2. In Lateinamerika wurden im gleichen Zeitraum 37.200 Megawattstunden Grünstrom eingekauft.  Markante Posten in der jährlichen Bilanz sind die Blockheizkraftwerke an den Produktionsstandorten München (minus 9500 Tonnen CO2) und Starachowice, Polen, (minus 4 000 Tonnen CO2) sowie die Photovoltaikanlage in der ersten klimaneutralen Produktion in Pinetown, Südafrika. Diese spart im Jahr 680 Tonnen CO2 ein und versorgt die gesamte örtliche Produktion mit regenerativer Energie. Mit Pinetown, Südafrika, hat MAN seine erste CO2 neutrale Produktionsstätte. 

  2. Neue Konzepte bei der Gebäudesanierung, Energieversorgung, Optimierung von Beleuchtungs- und Heizungssteuerung. Auch hier ist das Pinetown-Werk Vorbild und der erste Standort, der nach dem Energieeffizienz-Standard ISO 50.001 zertifiziert wurde.

  3. Mehr Effizienz in Transport und Logistik: Stetige Optimierung der Leergutfahrten und Ausbau der Kooperation zwischen MAN und Scania (beide gehören zum Volkswagen-Konzern). So wurde etwa ein gemeinsames Zugkonzept auf hochvolumigen Stecken pilotiert.

  4. Sensibilisierung der Mitarbeiter: Dazu zählt auch der Bereich der Mitarbeiter-Mobilität. Shuttlebusse und vergünstigte ÖPNV Tickets sorgen für Entlastung der Umwelt. Aber auch bei Geschäftsreisen – vor allem bei Flügen – setzt MAN auf mehr Achtsamkeit. 

  5. Verbesserungen in den Bereichen Recycling und Abfall: Die von MAN hergestellten Produkte bestehen im Wesentlichen aus Materialien, die sich recyceln lassen. Um diese wertvollen Rohstoffe zu sparen legt MAN zum Beispiel in den Gießereien einen besonderen Wert auf die Wiederverwertung von Metallen. Im Jahr 2018 wurden so 91 Prozent der Abfallmenge wiederverwertet.

Der klimaneutrale Standort von MAN in Pinetown.
Der klimaneutrale Standort von MAN in Pinetown.

Ausblick

Mit Blick auf die Jahre 2025 und 2030 arbeitet MAN aktuell an neuen Zielsetzungen zur weiteren CO2-Reduktion seiner Standorte. Zentraler Treiber der Entwicklung ist das Pariser Klimaabkommen und die Verpflichtungen der Unterzeichner-Staaten. Das zeigt sich auch in zunehmender staatlicher Regulierung: So soll der CO2-Ausstoß neuer Lastwagen und Busse bis zum Jahr 2030 um 30 Prozent gesenkt werden. Darauf haben sich Unterhändler des EU-Parlaments und der EU-Staaten geeinigt. Die neuen Vorgaben sollen der EU helfen, ihre Klimaschutzziele zu erreichen.

Vor allem im Bereich der urbanen Mobilität und der Busse sieht der Nutzfahrzeughersteller hier Potenziale: “The future is electrifying!” heißt es deshalb bei MAN. Das Verkehrsaufkommen in den Städten wächst. Die urbane Mobilität befindet sich im Wandel. Politik, Städteplaner und Verkehrsbetreiber stehen dabei vor immer größeren und komplexeren Herausforderungen. Hier sind zukunftsfähige Lösungen gefragt – vor allem beim Personentransport. Eine Antwort auf die drängenden Fragen, die diese Herausforderungen aufwerfen, heißt MAN Lion’s City. MAN bietet mit der neuen Stadtbusgeneration effiziente und klimaschonende Mobilitätslösungen für den Stadtverkehr, die passgenau auf individuelle Kunden- und Marktbedürfnisse abgestimmt sind.

Seit der Auslieferung des ersten Hybridbusses im Jahr 2010 hat MAN rund 800 MAN Lion's City Hybrid-Busse verkauft. Mit dem vollelektrischen MAN Lion’s City E komplettiert MAN die neue Stadtbusgeneration mit einer emissionsfreien Variante. Immer mehr Großstädte setzen auf die effiziente und saubere Lösung für den innerstädtischen Verkehr.

„Seit Anfang Mai laufen die neuen Stadtbusse erfolgreich in der Serienproduktion vom Band“, sagt Rudi Kuchta, Head of Product & Sales Bus sowie Sprecher des Busbereiches bei MAN Truck & Bus.

Über den Corporate-Responsibility-Bericht 2018

Die Berichterstattung erfolgt in diesem Jahr in zwei Formaten: Der gedruckte MAN CR-Bericht wurde in Übereinstimmung mit GRI Standards der Global Reporting Initiative (GRI) erstellt. Darüber hinaus deckt er zugleich den Fortschrittsbericht nach UN Global Compact ab. Die Online-Kurzfassung bietet eine kompakte Übersicht über die wesentlichen Kennzahlen sowie CR-relevante Aktivitäten 2018. 

Beide Formate finden Sie hier.

Quelle: UmweltDialog
 

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