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19.07.2017

Reporting

Nachhaltigkeit: Miele punktet mit langlebigen Produkten

Das nachhaltigste Unternehmen der Branche zu werden – dieses Ziel hat sich der Gütersloher Familienkonzern Miele auf die Fahnen geschrieben. Mit langlebigen Produkten, einer neuen Nachhaltigkeitsstrategie und ehrgeizigen Öko-Vorgaben wollen die Westfalen es erreichen. Wie weit sie dabei vorangeschritten sind, dokumentieren sie in ihrem nunmehr achten Nachhaltigkeitsbericht, den UmweltDialog hier näher vorstellt. Punkte sammelt das Traditionsunternehmen zum Beispiel mit langlebigen Produkten.

Miele-Nachhaltigkeitsbericht 2017

Bis zu 20 Jahre Lebensdauer verspricht Miele Käufern von Waschmaschinen, Geschirrspülern oder Trocknern der Marke. Und das eigenen Angaben zufolge als einziger Hersteller der Branche. Dass sich das auch ökologisch auszahlt, belegen unabhängige Stellen. So kommt das Freiburger Öko-Institut in einer Studie zu dem Fazit, dass es sinnvoll ist, Hausgeräte möglichst lange zu nutzen. Das gilt insbesondere für Waschmaschinen und Geschirrspüler.

Lediglich für Trockner oder Kühl- und Gefriergeräte könne ein Austausch in manchen Fällen Umwelt-Vorteile bergen, da in diesen Produktgruppen zuletzt sehr große Effizienzsteigerungen erreicht worden seien. Ähnlich urteilt das Umweltbundesamt. Langlebige Geräte, heißt es in einer im vergangenen Herbst von der Bundesbehörde veröffentlichten Untersuchung, schnitten unter ökologischen Gesichtspunkten besser ab.

Reparaturfreundliche Konstruktion, langjährige Ersatzteilversorgung

Langlebigkeit versuchen die Miele-Techniker unter anderem durch robuste Bauteile und deren „reparaturfreundliche“ Konstruktion zu gewährleisten. Letzteres soll den Aufwand bei einer notwendigen Reparatur so gering wie möglich halten. Engpässe bei der Besorgung von Ersatzteilen beugt Miele vor: Rund 63.000 verschiedene Originalteile werden im Gütersloher Zentrallager vorgehalten. Laut Nachhaltigkeitsbericht bis zu 15 Jahre nach Auslaufen der Geräteproduktion.

Für diese Strategie wurde das 1899 gegründete Traditionsunternehmen bereits 2014 mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie Großunternehmen ausgezeichnet. Die lange Lebensdauer der Miele-Hausgeräte, verbunden mit hoher Energieeffizienz und niedrigem Ressourcenverbrauch, setze ein „außerordentlich gutes Nachhaltigkeitssignal an Branche und Gesellschaft“, begründete die Jury ihre Entscheidung damals. Zudem fiel ins Gewicht, dass Miele die Nachhaltigkeit seiner Lieferanten bewertet und bei Mitarbeitern „für hohe soziale Standards über dem Durchschnitt“ steht.

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Neue Nachhaltigkeitsstrategie verabschiedet

Die Gütersloher haben die Auszeichnung nach eigenen Angaben als Ansporn genommen, die unternehmensinterne Nachhaltigkeitsstrategie weiter auszuarbeiten. Eine aktualisierte Fassung wurde im Februar 2016 durch die Geschäftsleitung verabschiedet und setzt nun 15 Ziele bis zum Jahr 2025. Ihren Kern bildet die Vision „Miele ist das nachhaltigste Unternehmen der Branche – und wird auch so wahrgenommen!“ Konkret will man die eigenen Geräte als „Maßstab für nachhaltige Produktgestaltung und ganzheitliche Effizienz“ etablieren.

In den vergangenen Jahren konnten die Miele-Techniker und -Ingenieure auf dieses Ziel in etlichen Produktkategorien einzahlen. Ein Vergleich der jeweils energieeffizientesten Miele-Haushaltsgeräte aus dem Jahr 2000 mit jenen aus dem Geschäftsjahr 2015/16 belegt signifikante Effizienzsteigerungen: Bei Geschirrspülern etwa konnte der Energieverbrauch um 43 Prozent gesenkt werden, bei Kühlgeräten mit Gefrierfach um 51 Prozent, bei Waschmaschinen um 53 Prozent und bei Wäschetrocknern sogar um 71 Prozent.

Gerade in Wäschetrocknern schlummern Effizienzpotenziale: Noch tragen lediglich acht Prozent der Geräte das für höchste Effizienz stehende Energielabel A+++ (Waschmaschinen: 93 Prozent). Um die Energieaufnahme von Trocknern weiter zu senken, hat das Unternehmen nach eigenen Angaben zuletzt „große Anstrengungen unternommen“ und zum Beispiel Spitzengeräte der Marke mit größeren Wärmetauschern und neuen Kompressoren ausgestattet. Zugleich hat Miele den Preis für Einstiegsgeräte in den Effizienzklassen A++ und A+++ gesenkt, um sie für mehr Menschen erschwinglich zu machen.

Energiebedingte CO2-Emissionen rückläufig

Die Führung in ihrer Branche streben die Westfalen auch in Sachen CO2-Emissionen, Energie- und Ressourceneffizienz an. Unterm Strich dokumentiert der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht eine saubere Bilanz: Die energiebedingten CO2-Emissionen der zwölf Produktionsstandorte etwa, von denen acht in Deutschland sowie je einer in Österreich, Tschechien, Rumänien und China liegen, konnten seit 2000 um mehr als 50 Prozent reduziert werden. Bis 2025 soll der Energieverbrauch der Werke um weitere acht Prozent sinken.

Darüber hinaus will Miele die eigentliche Produktion weiter auf „grün“ trimmen: Stoffkreisläufe sollen wo immer das möglich ist und sich rechnet auf Grundlage des Cradle-to-Cradle-Ansatzes geschlossen werden. Erste Erfahrungen mit diesem Ansatz sammelte Miele zuletzt bei der Rückgewinnung und Neunutzung von Metallen aus ausgedienten Waschmaschinen. Die aufbereiteten Metalle werden zur Fertigung neuer Teile wie Halterungen und Gegengewichte genutzt.

Großteil der selbst gesteckten Ziele erreicht

Insgesamt, heißt es aus Gütersloh, habe man im Berichtszeitraum 2014 bis 2016 93 Prozent der selbst gesetzten Nachhaltigkeitsziele erreicht. Auch dem Ziel, als nachhaltigstes Unternehmen der Branche wahrgenommen zu werden, sind die Westfalen dicht auf der Spur: In Kundenbefragungen, die Miele regelmäßig durchführt, attestieren die Befragten dem Familienunternehmen eine gute Nachhaltigkeitsleistung. Im Durchschnitt aller untersuchten Länder erzielte der Konzern in den Jahren 2012 bis 2016 hier einen Gesamtwert von 3,3 bei einer Maximalpunktzahl von 4.

Über den Bericht

Das Gütersloher Familienunternehmen Miele hat seinen inzwischen achten Nachhaltigkeitsbericht am 30. Juni 2017 veröffentlicht. Die 250 Seiten starke Publikation steht unter dem Titel „Partner für Generationen“, umfasst die Geschäftsjahre 2014/15 und 2015/16 und erfüllt nach Unternehmensangaben die Kernanforderungen (Option „Core“) der G4-Leitlinien der Global Reporting Initiative. Nachhaltigkeitsberichte veröffentlicht Miele seit dem Jahr 2002. Der nächste Bericht ist für das Jahr 2019 geplant.

Quelle: UmweltDialog
 

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