Urban Mining
Deutschlands Städte und Regionen verbrauchen gigantische Mengen an Rohstoffen und produzieren haufenweise Müll. Der Wettbewerb "Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen" hat Projekte prämiert, die beim Recyceln und Ressourcensparen helfen. Papier in die blaue Tonne, Joghurtbecher in die gelbe, verwelkter Salat in die braune: Die Deutschen sind Weltmeister im Mülltrennen. Kein Wunder, schließlich fallen jährlich Unmengen von Haushaltsabfällen an - allein 2011 waren es 463 Kilogramm pro Kopf.
26.11.2013
"Wiederverwertung" kann daher eine Lösung des Problems lauten. Bisher werden aber beispielsweise nur 14 Prozent der Rohstoffe, die die deutsche Wirtschaft verbraucht, aus Abfällen gewonnen. Wie eine UN-Umweltstudie zeigt, lässt sich zum Beispiel aus einer Tonne recyceltem Elektronikschrott so viel Gold erzeugen wie aus 17 Tonnen Golderz. Aber auch die Städte selbst sind riesige Rohstoffminen. Allein in den deutschen Wohn- und Gewerbegebäuden sind 9,7 Milliarden mineralischer Baustoffe wie Beton und Keramik verbaut, 106 Millionen Metalle sowie 247 Millionen Tonnen Holz und 7,6 Tonnen Millionen Kunststoffe (2010).
Wie Deutschland seine Abfälle nutzen kann, um wertvolle Schätze daraus zu gewinnen, zeigt der Wettbewerb "Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen", der 100 Projekte für die Städte und Regionen von morgen prämiert hat. "Die Projektinitiatoren machen vor, wie Ressourcen gespart und Rohstoffe auf kreative Weise wiederverwertet können", so Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen und Mitglied des Fachbeirats zum Jahresthema "Ideen finden Stadt".
Quelle: UD / na
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