Handel und Industrie starten Kampagne gegen Recyclingpreller
Der Markenverband, der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) und die Arbeitsgemeinschaft Verpackung und Umwelt (AGVU) wollen gemeinsam mit Politik und Behörden die Wertstoffsammlung in Deutschland sichern. Hintergrund ist die wachsende Zahl von Trittbrettfahrern bei der Umsetzung der Verpackungsverordnung, die zu untragbaren Wettbewerbsverzerrungen zu Lasten rechtstreuer Unternehmen und zu Mehrkosten für die Kommunen und die Verbraucher führt.
04.11.2005
- Die Umweltpolitik des Bundes und der Länder muss umgehend ein eindeutiges Signal setzen, dass die Prinzipien der Produktverantwortung und der Kreislaufwirtschaft auch künftig Gültigkeit haben. Wettbewerb bei der Verpackungsverordnung darf nicht bedeuten, Betrug und Trittbrettfahrerei Tür und Tor zu öffnen, sondern muss zu mehr ökologischer Effizienz und günstigeren Preisen im Interesse der Verbraucher und der Wirtschaft führen.
- Im Verwaltungsvollzug müssen die massenhaften Verstöße gegen die Verpackungsverordnung geahndet werden (z. B. Verletzung der Verbraucherinformationspflichten, widerrechtliches pfandfreies Inverkehrbringen von Getränkeverpackungen ohne Beteiligung an einem Dualen System). Zudem darf die amtliche Auslegung der Verpackungsverordnung künftig keinen Zweifel daran lassen, dass jedes Unternehmen seine Pflichten grundsätzlich selbst zu erfüllen hat.
- Die Zulassung konkurrierender haushaltsnaher Sammelsysteme sollte unverzüglich erfolgen, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen. Dabei muss allerdings an der Flächendeckung als wesentliches Unterscheidungsmerkmal zur Selbstentsorgung festgehalten werden. Im Aufbau befindliche haushaltsnahe Systeme dürfen ihren Auftraggebern die Befreiung von Rücknahmepflichten nur in dem Maße vermitteln, wie sie tatsächlich auch Haushalte angeschlossen haben.
Quelle: UD
Redaktioneller Hinweis zur Transparenz: In unserer redaktionellen Arbeit nutzen wir KI-gestützte Werkzeuge – unter anderem für Recherche, Texterstellung, Lektorat, SEO-Optimierung, Zusammenfassungen, Übersetzungen und Social-Media-Beiträge. Die redaktionelle Verantwortung für alle Inhalte liegt bei UmweltDialog. Bei eingereichten Gastbeiträgen kann KI ebenfalls zum Einsatz gekommen sein.