Konkurrenz für Öl und Gas: Die Bio-Masse machts
Ohne die Petrochemie geht es nicht - nahezu alle Kunststoffe sowie etliche tausend andere Stoffe, die uns täglich begegnen, basieren auf Erdöl. Aber wie soll die chemische Industrie ihre einfach zu handhabenden und chemisch reinen Grundprodukte herstellen, wenn die Erdölvorräte der Erde erschöpft sein werden?
17.03.2005
Eine, wenn nicht sogar die einzige Alternative ist Biomasse. Sie ist preiswert, wächst nach und ist wie Erdöl aus vielen verschiedenen Stoffen zusammengesetzt, die sich in Bioraffinerien voneinander trennen lassen. Die einzelnen Bestandteile können dann - wie es die chemische Industrie gewohnt ist - als Ausgangsstoffe für eine breite Produktpalette dienen.
Die Bioraffinerie arbeitet ähnlich wie eine Erdölraffinerie. Weil sich jedoch die Zusammensetzung der Biomasse sehr stark von der Erdölzusammensetzung unterscheidet, ist es nicht ganz einfach, aus "Bio" Chemie zu machen. Es ist daher wichtig, eine Möglichkeit zu finden, mit der sich das Funktionsprinzip der Erdölraffinerien auf Bioraffinerien übertragen lässt.
Vorreiter sind die USA, die offensiv auf eine Umstellung zur Biomassewirtschaft setzen: Im Jahr 2030 soll ein Viertel aller derzeit auf fossilen Rohstoffen basierenden organischen Grundstoffe auf Biomasse basieren und vorrangig mit Bioraffinerietechnik produziert werden. Mehr als 40 der US-amerikanischen Bundesstaaten haben eigene Programme, mit denen sie die Entwicklung biobasierter industrieller Produkte fördern.
Quelle: UD
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